Kartenleser & Kartenzahlung: Kosten vergleichen + richtig sparen!
Von:
Christian Jansen
Letztes Update 21.09.2026
So funktioniert der Kostenvergleich:
Trag unten drei Werte ein:
- Deinen Kartenumsatz pro Monat, also nur den Teil, der über Karte läuft.
- Den durchschnittlichen Warenkorb/Bon in deinem Geschäft.
- Wie viel davon über girocard oder Debit läuft (wenn du die Zahl nicht kennst, lass die Vorgabe stehen).
Der Rechner rechnet sofort mit, du musst nichts bestätigen. Über die Filter grenzt du auf Gerätetyp und Vertragsbindung ein, unter „Feineinstellungen“ stellst du Betrachtungszeitraum und Kundenstruktur.
Kostenrechner
Der Rest läuft als Kreditkarte. Im deutschen Handel sind 60–80 % girocard typisch.
Feineinstellungen
Legt fest, über wie viele Monate Geräte- und Anschlussgebühren umgelegt werden.
Steht „ab" vor dem Preis, fehlt uns eine Angabe, die ins Gewicht fällt. Am häufigsten ist das die Mindestgebühr je Kartenzahlung oder pro Monat, dazu kommen der Aufschlag für Firmenkarten und der Aufschlag für Karten von außerhalb des EWR. Diese Angaben veröffentlicht längst nicht jeder Anbieter. Wir schätzen sie nicht, sondern fragen bei den Anbietern nach; wie wir damit umgehen, steht unter So rechnen wir.
Gesamtkosten pro Monat = Grundgebühr + Disagio auf deinen Kartenmix + Transaktionsgebühren + feste Monats- und Jahresgebühren, dazu Gerätepreis und Anschlussgebühr anteilig auf den gewählten Betrachtungszeitraum umgelegt (Vorgabe 24 Monate, einstellbar unter Feineinstellungen). Bleibt dein Umsatz unter dem Mindestumsatz eines Tarifs, rechnen wir die Gebühr dafür anteilig mit. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand der Konditionen siehe Anbieterseite.
Der Rechner vergleicht alle hier aufgeführten Tarife unabhängig voneinander. Zu einem Teil der Anbieter unterhalten wir eine Partnerschaft und erhalten gegebenenfalls eine Vergütung, wenn ein Vertrag zustande kommt. Auf die Reihenfolge wirkt sich das nur dort aus, wo ausdrücklich „Anzeige" steht.
Vorteile des Kostenvergleichs
- Der Vergleichsrechner bietet dir eine einfache, kostenlose und benutzerfreundliche Lösung, um die geschätzten Kosten für die Akzeptanz von Kartenzahlungen zu vergleichen.
- Der Rechner kann dir dabei helfen, Geld zu sparen.
- In Verhandlungen kennst du die Preise der Wettbewerber und kannst so Kosten reduzieren.
- Die Filter nach Laufzeit und Gerätetyp ermöglichen dir eine gute Abstimmung der Ergebnisse mit deinen Anforderungen.
Annahmen und Hinweise
Der Rechner arbeitet mit drei Angaben von dir und einer Annahme, die er treffen muss.
Von dir kommen der Kartenumsatz pro Monat, der durchschnittliche Bon und der Anteil, der über girocard oder Debit läuft. Den girocard-Anteil stellst du selbst ein, die Vorgabe liegt bei 70 Prozent.
Annehmen muss der Rechner, wie sich dein Nicht-girocard-Umsatz aufteilt. Denn nicht jede Kreditkarte kostet gleich viel: Firmenkarten sind von der EU-Deckelung ausgenommen, Karten von außerhalb des EWR ebenfalls. Unter „Feineinstellungen“ wählst du zwischen überwiegend privater Kundschaft, vielen Geschäftskunden und viel Auslandsgeschäft. Das ist eine redaktionelle Setzung und keine Messung deines tatsächlichen Kartenmix.
Was in den Monatspreis fließt: Grundgebühr, Disagio auf deinen Kartenmix, Transaktionsgebühren, feste Monats- und Jahresgebühren, dazu Gerätepreis und Anschlussgebühr, beide verteilt auf den Betrachtungszeitraum. Der steht auf 24 Monaten und lässt sich zwischen 12 und 60 verstellen. Mietgeräte stehen mit ihrer Monatsmiete in der Grundgebühr. Mindestgebühren je Transaktion und pro Monat rechnen wir mit, ebenso die Gebühr, die fällig wird, wenn dein Umsatz unter dem Mindestumsatz eines Tarifs bleibt.
Was daneben steht statt darin: Ausstiegskosten und Gebühren je Vorfall wie Chargeback oder Rücklastschrift. Beide hängen an einer Bedingung, deshalb gehören sie nicht in eine Monatssumme, sondern unter die jeweilige Karte.
Was wir nicht berücksichtigen: Handelskarten und Kundenkarten mit eigenen Konditionen, individuell verhandelte Sätze, zeitlich befristete Aktionspreise und optionale Zusatzleistungen, die nur zahlt, wer sie bucht. Eine Aufschlüsselung nach Interchange-Gebühr und Scheme Fee nimmt der Rechner nicht vor: Bei Pauschalraten stecken beide bereits in dem Satz, den der Anbieter nennt.
Wo „ab“ vor dem Preis steht, fehlt uns eine Angabe, die ins Gewicht fällt. Am häufigsten ist das die Mindestgebühr je Transaktion oder pro Monat. Dazu kommen die Aufschläge für Firmenkarten und für Karten von außerhalb des EWR, die längst nicht jeder Anbieter veröffentlicht. Wir schätzen sie nicht, sondern sagen, dass der Preis eine Untergrenze ist.
Die vollständige Methodik mit allen Annahmen, Grenzen und Datenquellen steht unter So rechnen wir.
Die Preise beruhen auf den genannten Annahmen und können von deinen tatsächlichen Kosten abweichen, etwa wenn dein girocard-Anteil anders liegt oder du einen individuell verhandelten Satz hast. Wir arbeiten sorgfältig, können Fehler aber nicht ausschließen und übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.
Quellen:
Preislisten, AGB und Preis-Leistungs-Verzeichnisse der Anbieter, Auskünfte einzelner Anbieter sowie eigene Berechnungen.
Rechtliche Aspekte
Unser neues Schwesterportal ist live: Mit umfassendem Tarifvergleich.
Rechtliche Aspekte: Was Händler wissen müssen
Die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) und TSE
Seit dem 1. Januar 2020 müssen elektronische Kassensysteme in Deutschland mit einer Technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein. Diese TSE protokolliert alle Transaktionen lückenlos und manipulationssicher. Reine Kartenlesegeräte, die nicht mit einem Kassensystem verbunden sind, fallen in der Regel nicht unter diese Pflicht. Sobald Sie jedoch ein Terminal an Ihr Kassensystem anbinden, muss das Gesamtsystem TSE-konform sein. Achten Sie darauf, dass sowohl Ihre Kassensoftware als auch das Terminal die Anforderungen erfüllen.
Die Belegausgabepflicht – Muss es immer Papier sein?
Ja, seit 2020 gilt in Deutschland eine strikte Belegausgabepflicht. Das bedeutet, Sie müssen Ihren Kunden bei jeder Transaktion unaufgefordert einen Beleg zur Verfügung stellen. Die gute Nachricht: Das Gesetz schreibt nicht vor, dass dies in Papierform geschehen muss. Ein digitaler Beleg (E-Bon), der per E-Mail, QR-Code oder NFC auf das Smartphone des Kunden übertragen wird, ist eine rechtskonforme, umweltfreundliche und moderne Alternative. Viele Terminals unterstützen diese Funktion bereits.
GoBD: Aufbewahrung digitaler Unterlagen
Die „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“ (GoBD) sind für jeden Unternehmer relevant. Alle steuerlich relevanten Daten, also auch die Transaktionsjournale Ihres Kartenlesegeräts, müssen für 10 Jahre digital, unveränderbar und maschinell auswertbar archiviert werden. Die meisten Anbieter stellen Ihnen die entsprechenden Datenexporte in Ihrem Händlerportal zur Verfügung. Sorgen Sie dafür, diese Daten regelmäßig zu sichern und GoBD-konform zu archivieren.
Häufig gestellte Fragen zur Kartenzahlung (FAQ)
Wie setzen sich die Kosten für Kartenzahlung genau zusammen?
- Transaktionsgebühren (ein prozentualer Anteil vom Umsatz, z.B. 1,2%, plus oft ein fixer Betrag pro Zahlung, z.B. 0,08 €),
- monatliche Fixkosten (Grundgebühr für den Service und Miete für das Terminal, z.B. 19,90 €/Monat) und
- einmalige Kosten (Anschaffung des Geräts und Einrichtungsgebühren, z.B. 49 €). Flexible Anbieter verzichten oft auf Fixkosten, haben dafür aber leicht höhere Transaktionsgebühren.
Was ist der Unterschied zwischen „Interchange++“ und „Blended Pricing“?
Welche Vorteile bieten mobile Kartenlesegeräte mit SIM-Karte?
Gibt es ein Limit für kontaktlose Zahlungen ohne PIN?
Wie funktioniert die Trinkgeldfunktion bei Kartenlesegeräten?
Können Kartenzahlungen storniert werden und fallen dafür Kosten an?
Wie sicher ist die Abwicklung von Kartenzahlungen?
Kann ich mit den Geräten auch ausländische Karten (z.B. aus den USA oder Asien) akzeptieren?
- Tipp: Wenn du viele internationale Kunden hast, solltest du bei der Anbieterwahl explizit auf die Akzeptanz dieser Karten und die damit verbundenen Konditionen achten.