Kassensystem Gastronomie: Die besten Anbieter im Vergleich 2026
Von:
Christian Jansen
Letztes Update 22.06.2026
Du suchst das passende Kassensystem für deinen Gastrobetrieb? Wir haben die wichtigsten Anbieter getestet und verglichen. Hier findest du den großen Anbieter-Vergleich, klare Empfehlungen nach Betriebstyp und alle Infos zu Kosten, Funktionen und rechtlichen Anforderungen.
Welches Kassensystem passt zu deinem Betrieb?
Nicht jeder Gastrobetrieb braucht dieselben Funktionen. Ein Foodtruck hat ganz andere Anforderungen als ein Restaurant mit 80 Sitzplätzen. Hier eine schnelle Orientierungshilfe:
Welches Kassensystem passt zu deinem Betrieb?

Ein modernes Gastro-Setup aus Tablet, Bondrucker und Kartenterminal (Bild: Kassensystemevergleich.de, Tobias Rehermann)
Die Top 7 Anbieter für Gastro-Kassen
Als Kassenexperten haben wir die aus unserer Sicht besten Kassensysteme für Restaurants, Bars, Cafés, Franchise- und Systemgastronomie gefunden.
Alle hier vorgestellten Kassensysteme für die Gastronomie erfüllen die folgenden Kriterien:
- große Benutzerfreundlichkeit
- gutes Preis/Leistungsverhältnis
- umfassende Funktionen
- Rechtskonformität (Kassensicherungsverordnung + TSE)
- Skalierbarkeit
- stetige Weiterentwicklung des Systems,
- mobil nutzbar (Messen, Foodtrucks)
Tipp: Schau dir die Top 7 Anbieter genauer an, bevor du dich für einen entscheidest. Die meisten Anbieter bieten übrigens kostenlose Testzugänge.
- Gastronomie
- Einzelhandel
- Dienstleistungen
- schnelle Einrichtung, leichte Bedienung
- speziell für KMU
- viele Statistiken, Warenwirtschaft, CRM etc.
- alle Branchen
- zahlreiche Module & Analyse-/ Reportmöglichkeiten
- Anbieter richtet Kasse ein
- Anbieter schult den Unternehmer
- stationäre und mobile All-in-One Systeme (Zahlung, Drucker, Kundendisplay)
- Gastronomie
- Einzelhandel
- Dienstleistungen
- Android-basiert, leichte Bedienung
- viele Tools: CRM, Reporting etc.
- Module für zahlreiche Anwendungsfälle
- Gastronomie
- Hotel
- Einzelhandel
- robuste Touchscreenkassen
- ausgereifte Software
- Hard- und Software aus einer Hand
- Gastronomie
- Einzelhandel
- Dienstleistungen
- leichte Bedienung, iOS & Andoid
- Fokus auf KMU & Großunternehmen
- zahlreiche Module: Datev-Export, Gutscheinverwaltung, Warenwirtschaft, Online-Shop, Berichte
- Gastronomie
- Hotel
- für Windows & Apple (PC, Tablet, Smartphone)
- Kasse, Website, Einkauf etc.
- 15 Module, sehr flexibel anpassbar
- alle Branchen
- schnelle Einrichtung, leichte Bedienung
- Hard- und Software aus einer Hand
- viele verschiedene Paymentmöglichkeiten
Die Top 7 Gastro-Kassensysteme im Detail
Nicht jedes Kassensystem passt zu jedem Gastro-Betrieb. Ein Café braucht andere Funktionen als ein Restaurant mit 80 Plätzen oder ein Foodtruck auf dem Wochenmarkt. Hier findest du die sieben wichtigsten Anbieter im direkten Vergleich, mit echten Preisen, konkreten Stärken und einer klaren Einschätzung, für wen sich welches System lohnt.
ready2order hat sich als eines der beliebtesten Kassensysteme in der deutschsprachigen Gastronomie etabliert. Das System läuft auf iOS, Android und Windows, sodass du bei der Hardware flexibel bleibst. Der Einstieg kostet 35,90 €/Monat für die Basissoftware, dazu kommt das Gastro-Paket für 23,90 €/Monat. Die Aktivierungsgebühr liegt bei einmalig 99 €.
Preise im Überblick
Die Gastro-Features gehören zu den stärksten am Markt: Tischplan mit Drag-and-Drop, Funkbonierung direkt am Tisch, Gangsteuerung für die Küche und Splitbuchungen. Für ein Restaurant mit 50 Plätzen bedeutet das: Dein Service nimmt die Bestellung am Tisch auf, der Bon geht automatisch in die Küche, und der Tischplan zeigt in Echtzeit, welche Tische frei sind. Die intuitive Oberfläche sorgt dafür, dass neue Mitarbeiter nach wenigen Minuten Einarbeitung produktiv arbeiten.
Vorteile
- Intuitive Bedienung, schnelle Einarbeitung
- Starke Gastro-Features (Tischplan, Funkbonierung, Gangsteuerung)
- Läuft auf iOS, Android und Windows
Nachteile
- Monatliche TSE-Kosten (15,90 €) summieren sich
- Aktivierungsgebühr von 99 € beim Start
Restaurants und Cafés, die ein sofort einsatzbereites System mit starken Gastro-Funktionen suchen. Besonders gut geeignet, wenn dein Team häufig wechselt und die Einarbeitung schnell gehen muss.
POSSUM von Heimpel bietet stationäre und mobile All-in-One-Kassensysteme mit integriertem EC-Kartenterminal, Bondrucker und Kundendisplay in einem Gerät. Das Unternehmen bringt 95 Jahre Erfahrung im Kassenbau mit, die Software ist komplett Made in Germany. Im April 2026 hat POSSUM seine Produktpalette neu aufgestellt: Der POSSUM16 G2DS löst den POSSUM16 ab, der POSSUM10 ersetzt den POSSUM12. Du hast drei Preismodelle zur Wahl: Hardwarekauf mit Monatsabo, Hardwarekauf mit vergünstigtem Jahresabo (20 % Rabatt) oder Komplett-Leasing ohne Einmalkosten.
Preise im Überblick
Preise im Überblick
Preise im Überblick
Bei allen Hardwarekauf- und Leasing-Varianten inklusive: Programmierung durch Servicetechniker (345 € Wert), TSE-Zertifizierung für 5 Jahre (358 € Wert), Schulung, eingebautes EC-Terminal und Kartenterminal-Fixgebühren. Das ist ein echter Vorteil: Während du bei anderen Anbietern TSE, Kartenterminal und Einrichtung separat bezahlst, ist bei POSSUM alles im Paket enthalten.
Die Hardware arbeitet auch ohne Internetverbindung. Für ein Café auf dem Land oder einen Biergarten ohne stabiles WLAN ist das ein relevanter Faktor. Die Geräte sind robust gebaut und halten den rauen Gastro-Alltag aus. Optional zubuchbar: DATEV-Schnittstelle (25 €/Monat im Jahresabo, 30 €/Monat im Monatsabo) und Lieferdienst-Anbindung (25 €/Monat im Jahresabo, 30 €/Monat im Monatsabo).
Vorteile
- Alles inklusive: TSE, EC-Terminal, Programmierung, Schulung
- Offlinefähig, robuste Hardware, Made in Germany
- Flexible Preismodelle: Kauf, Jahresabo oder Komplett-Leasing
Nachteile
- Höhere Gesamtkosten als reine Cloud-Lösungen
- Weniger Cloud-Features und Remote-Auswertungen per App
Gastro-Betriebe, die ein robustes All-in-One-Gerät mit integriertem EC-Terminal suchen und Wert auf persönliche Einrichtung durch Servicetechniker legen. Besonders attraktiv für Standorte mit instabilem Internet.
speedy kasse richtet sich an Gastronomen, die ein funktionales Kassensystem ohne hohe Einstiegskosten suchen. Mit 19 €/Gerät/Monat im BASIC-Tarif ist der Einstieg so günstig wie bei kaum einem anderen Anbieter. Wer sich langfristig binden möchte, kann alternativ eine Kauflizenz für 230 € einmalig erwerben und zahlt dann nur 6 €/Monat für Wartung und Updates.
Preise im Überblick
Das System läuft auf günstiger Sunmi-Hardware, die kompakt und mobil ist. Für einen Imbiss oder Foodtruck reicht das vollkommen aus. Der Mindestvertrag beträgt nur 2 Monate, danach kannst du monatlich kündigen. Das ist deutlich flexibler als die 12- oder 24-Monats-Verträge anderer Anbieter. Für ein Café mit 20 Plätzen und einfacher Speisekarte deckt speedy kasse die Grundfunktionen solide ab. Wenn du allerdings Gangsteuerung, Funkbonierung oder einen detaillierten Tischplan brauchst, stößt du an die Grenzen des Systems.
Vorteile
- Günstigster Einstieg am Markt (ab 19 €/Monat)
- Nur 2 Monate Mindestvertrag, danach monatlich kündbar
- Kauflizenz als Alternative zum Abo verfügbar
Nachteile
- Weniger Gastro-Spezialfunktionen als ready2order oder Tillhub
- Begrenzte Funktionstiefe bei komplexeren Betrieben
Imbisse, Foodtrucks, kleine Cafés und Gastro-Gründer, die mit niedrigen Kosten starten und sich nicht langfristig binden wollen.
Vectron gehört seit 2024 zu Shift4 Payments und hat über 250.000 Kassensysteme verkauft. Besonders in der Bediengastronomie und im Bäckereigewerbe ist Vectron im DACH-Raum stark vertreten. Der Vertrieb läuft über ein Fachhändler-Netzwerk, das Installation, Schulung und Support vor Ort übernimmt. Aktuelles Modell ist das VECTRON-Smart-All-Inclusive-Mietmodell: Software-Grundgebühr 34,90 €/Monat plus Hardware-Miete (POS 7 mit Drucker 39,90 €/Mon, POS Life 24,90 €/Mon, POS M4 Pay mobil 29,90 €/Mon). Hardware bleibt im Mietpreis, klassisches Kauf-Modell ist abgelöst.
Preise im Überblick
Die Stärke von Vectron liegt in der Kombination aus robuster Hardware und persönlichem Fachhändler-Support. Für ein Restaurant mit 80 Plätzen, das mehrere Stationen (Theke, Küche, Terrasse) vernetzen muss, liefert der Fachhändler eine maßgeschneiderte Lösung inklusive Einrichtung und Mitarbeiterschulung. Die Kehrseite: Du bist auf deinen Fachhändler angewiesen, Installation und Programmierung laufen separat über den Fachhändler-Kostenrahmen (Smart-Preisliste-Fußzeile: „empfohlene Verkaufspreise ohne Installationskosten“). Auch die Software-Grundgebühr von 34,90 €/Mon läuft als Pflicht-Lizenz das ganze Jahr durch, ein pausenfähiger Saison-Tarif wie bei Gastronovi (25 €/Woche) gibt es bei Vectron Smart nicht.
Vorteile
- Über 250.000 verkaufte Kassensysteme, stark in Gastro und Bäckerei
- Persönlicher Fachhändler-Support vor Ort (Installation, Schulung)
- Robuste, langlebige Hardware im Mietpreis inklusive Sofort-Austausch
- Hardware-TSE 5-Jahres-Zertifikat integriert
Nachteile
- Software-Grundgebühr 34,90 €/Monat läuft das ganze Jahr durch (kein Saison-Tarif)
- Installation und Programmierung laufen über Fachhändler-Kostenrahmen, individuell kalkuliert
- Shift4-Übernahme: langfristige Payment-Konditionen unklar
Größere Gastro-Betriebe und Ketten, die Wert auf persönliche Betreuung vor Ort legen und ein bewährtes System mit professioneller Hardware benötigen.
Tillhub setzt auf das iPad als Kassenhardware und bietet speziell für die Gastronomie ein durchdachtes Feature-Set. Die Basiskasse startet bei 29,80 €/Monat inklusive Cloud-TSE; die Endpreise für Gastro-Komplettsetups werden je nach Branche und Konfiguration über den Preisrechner oder ein individuelles Angebot kalkuliert.
Preise im Überblick
Tillhub punktet mit Funktionen, die über das reine Kassieren hinausgehen: Online-Reservierung direkt im System, Tischplan, Funkbonierung über Orderpro Plus, Happy-Hour-Automatik und Splitbuchungen. Für ein Restaurant mit 30 Sitzplätzen, das viele Reservierungen verwaltet, spart die integrierte Online-Reservierung ein separates Tool wie OpenTable. Nachteil: Die Endpreise für Gastro-Komplettsetups laufen über ein individuelles Angebot statt fixe Listenpreise, und du bist auf Apple-Hardware angewiesen.
Vorteile
- Online-Reservierung direkt im Kassensystem integriert
- Happy-Hour-Automatik und Splitbuchung
- Gute Integration von Trinkgeld und To-Go-Funktion
- TSE im Basis-Abo von 29,80 €/Mon enthalten
Nachteile
- Gastro-Komplettsetups über individuelles Angebot statt Listenpreis
- Abhängigkeit von iPad/Apple-Hardware
Restaurants und Bars, die viele Reservierungen verwalten und ein modernes iPad-System bevorzugen. Besonders interessant, wenn du auf separate Reservierungstools verzichten willst.
Gastronovi konzentriert sich ausschließlich auf die Gastronomie. Kein Einzelhandel, kein Friseur, kein Blumenladen. Diese Spezialisierung spürst du in jedem Feature. Das System ist modular aufgebaut: Du buchst nur die Bausteine, die du wirklich brauchst. Der Einstieg beginnt bei ca. 73 €/Monat für das Minimal-Setup (Kasse 59 € + Cloud-TSE 14 €).
Preise im Überblick
Die saisonalen Tarife sind ein echtes Alleinstellungsmerkmal: Für eine Strandbar, die nur von Mai bis September geöffnet hat, zahlst du auch nur für diese Monate. Kein anderer Anbieter bietet diese Flexibilität. Der modulare Aufbau bedeutet aber auch, dass sich die Kosten addieren. Wer Kasse, Kassenbuch, Reservierung, Personalplanung und Warenwirtschaft bucht, landet schnell bei über 150 €/Monat. Dafür bekommst du ein System, das jeden Aspekt des Gastro-Alltags abdeckt und von Gastronomen für Gastronomen entwickelt wurde.
Vorteile
- 100 % auf Gastronomie spezialisiert, keine Kompromisse
- Saisonale und wöchentliche Tarife (ideal für Saisonbetriebe)
- Modularer Aufbau: nur zahlen, was du brauchst
Nachteile
- Höherer Einstiegspreis als Universallösungen
- Kosten addieren sich schnell durch einzelne Module
Restaurants, Hotels und Saisonbetriebe, die ein reines Gastro-System mit professionellem Funktionsumfang suchen. Besonders attraktiv für Betriebe mit saisonaler Öffnung.
PAYONE ist kein klassischer Kassensystem-Anbieter. Das Unternehmen ist auf Kartenzahlung und Payment-Lösungen spezialisiert und kooperiert mit Kassensystem-Partnern: Tillhub für kleinere Gastro-Betriebe, ready2order als Allrounder und HelloTess! für größere Restaurants und Hotels. Du bekommst also eine Kombination aus PAYONE-Zahlungsabwicklung und dem Kassensystem eines Partners.
Preise im Überblick
Der Vorteil von PAYONE liegt in der breiten Kartenakzeptanz und der professionellen Zahlungsabwicklung. Wenn du bereits ein Kassensystem hast und einen zuverlässigen Payment-Partner suchst, ist PAYONE eine solide Wahl. Für ein Café mit 30 Sitzplätzen, in dem 70 % der Gäste mit Karte zahlen, sorgt die All Card Flat für kalkulierbare Kosten ohne prozentuale Überraschungen. Der Nachteil: Du brauchst immer ein Partner-Kassensystem, was die Gesamtkosten erhöht und die Abstimmung zwischen zwei Anbietern erfordert.
Vorteile
- Spezialist für Kartenzahlung mit breiter Akzeptanz
- Kalkulierbare Flatrate für Kartenterminals
- Starke Partner-Kassensysteme (Tillhub, ready2order, HelloTess!)
Nachteile
- Kein eigenständiges Kassensystem, immer Partnerlösung nötig
- Gesamtkosten durch zwei Anbieter höher
- Vertragsbindung je nach Tarif (Konditionen per Angebot)
Gastro-Betriebe, die primär eine professionelle Kartenzahlungslösung suchen und bereit sind, das Kassensystem über einen PAYONE-Partner zu beziehen. Besonders relevant für Betriebe mit hohem Kartenanteil.
Ausführliche Anbieter-Tests für die Gastronomie
Wir haben die wichtigsten Gastro-Kassensysteme jeweils im Einzeltest, untersucht mit Praxis-Features, Kostenrechnung über 3 Jahre und ehrlicher Einordnung, für welchen Betriebstyp sie passen:
- ready2order für die Gastronomie: der Allrounder bis 50 Plätze
- POSSUM für die Gastronomie: Offline-Stabilität und gestaffelte Kartengebühr
- Lightspeed für die Gastronomie: Premium für Multi-Location und Fine Dining
- SumUp für die Gastronomie: günstigster Einstieg für kleine Betriebe
Video-Vorstellung
Mehr erfährst du mit unseren Videos. Diese zeigen dir im Detail, wie verschiedene Gastro-Kassensysteme funktionieren. Die Videos sind teilweise echt lang, aber es lohnt sich, wenn du eine informierte Kaufentscheidung treffen möchtest!
ready2order Gastro-Test
mehr über tillhub
mehr über speedy
mehr über Vectron
Mit diesen Kosten musst du rechnen
Die Kosten für ein Gastro-Kassensystem setzen sich aus drei Teilen zusammen: einmalige Anschaffung (Hardware), monatliche Softwaregebühren und Transaktionskosten bei Kartenzahlung. Damit du realistisch kalkulieren kannst, haben wir drei typische Szenarien durchgerechnet.
Kleines Café mit Thekenbetrieb
Einmalige Anschaffung (speedy ist Software-only, Hardware separat)
Monatliche Kosten
Restaurant mit Tischservice (50 Plätze)
Einmalige Anschaffung
Monatliche Kosten
Restaurantkette mit 3 Standorten
Einmalige Anschaffung
Monatliche Kosten
Android vs. Apple/iOS
- Die Anschaffungskosten für Kassensysteme auf iOS-Basis sind wegen der teureren Hardware etwa doppelt so hoch wie die für Android-Systeme.
- Die laufenden monatlichen Kosten für den Betrieb der Kassensysteme sind hingegen in der Regel identisch.
Ausführlicher Kosten-Guide: Wenn du tiefer einsteigen willst und konkrete Kalkulationen für Café, Imbiss, Restaurant, Bar und Multi-Location brauchst, findest du im Kosten-Ratgeber Gastronomie alle Positionen mit verifizierten Preisen und 3-Jahres-TCO-Rechnungen pro Betriebstyp.
TSE, KassenSichV und Meldepflicht: die Pflichten in drei Sätzen
Jede elektronische Kasse in der Gastronomie braucht eine BSI-zertifizierte TSE (Pflicht seit 2020), erfüllt die GoBD und die Kassensicherungsverordnung, und muss seit 2025 per ELSTER beim Finanzamt gemeldet werden. Alle sieben Systeme in diesem Vergleich erfüllen diese Vorgaben, bei Cloud-Lösungen werden die Anforderungen automatisch per Update aktuell gehalten. Welche Fristen für dich gelten und wie du dich auf eine unangekündigte Kassennachschau vorbereitest, steht im Ratgeber zur Kassenpflicht in der Gastronomie.
So läuft der Alltag mit einer modernen Gastro-Kasse
In der Praxis ist der Ablauf bei allen modernen Systemen ähnlich, was den Einstieg schnell macht.

Übersichtlicher Touchscreen, wie ihn moderne Gastro-Kassen nutzen (Bild: Kassensystemevergleich.de, Tobias Rehermann)
Bedienen → Bestellen → Bezahlen. Der Service nimmt die Bestellung am Tisch über ein mobiles Gerät auf, sie geht per Funk sofort an Küche und Bar (Funkbonieren), und beim Bezahlen ruft die Bedienung die Bestellung auf, kassiert bar, per Girocard, Kreditkarte oder kontaktlos via NFC und druckt den Beleg. Storno, Tische zusammenlegen, Splitten und Gutscheine verrechnen erledigt das System nebenbei.

Moderne Gastrosoftware am Monitor und mobilen Handheld (Bild: Kassensystemevergleich.de, Tobias Rehermann)

Bargeldlos kassieren: Terminal für alle Kartentypen und kontaktlose NFC-Zahlung (Bild: Kassensystemevergleich.de, Tobias Rehermann)
Im Hintergrund laufen die Auswertungen automatisch mit: Tagesabschluss, Umsatz nach Artikeln und Mitarbeitern, alles auf einen Blick.

Live-Auswertungen zeigen dir, woher dein Umsatz kommt (Bild: Kassensystemevergleich.de, Tobias Rehermann)
Welche Funktionen dein Betriebstyp wirklich braucht und wo die großen Anbieter Lücken haben, vertiefen wir im Funktions-Ratgeber für Gastro-Kassen.
Häufige Fragen und weitere Infos
Kann ich mein Gastro-Kassensystem auch offline nutzen?
Moderne Gastronomie-Kassensysteme sind offlinefähig. Das bietet den Vorteil, dass die wichtigsten Funktionen bei einem Internetausfall mithilfe des lokalen WLAN immer noch zugänglich sind.
Bestellen, Bezahlen sowie X- und Z-Berichte funktionieren immer auch offline. Ist die Mobilfunkverbindung wieder vorhanden, synchronisiert sich die Kassen-App automatisch mit deiner persönlichen Cloud.
Du kannst dein Kassensystem sogar längere Zeit offline nutzen. Es sei denn, du musst auf deinen Kundenstamm oder die statistischen Auswertungen zugreifen.
Wie gut ist der Support bei Gastro-Kassensystemen?
Der Support ist ein wichtiges Kriterium, das du bei der Wahl deines Kassensystems berücksichtigen solltest.
Manche Gastronomie-Kassensysteme sind mit einer 24/7/365-Support-Hotline verbunden. Oder sie sind mit einem zusätzlichen Service-Notdienst gekoppelt, der für technische Probleme außerhalb der Geschäftszeiten zuständig ist. Gerade im Gastro-Bereich ist ein Rund-um-die-Uhr-Service von entscheidender Bedeutung. Stell dir nur vor, das Kassensystem fällt Samstagabend aus, wenn in deinem Restaurant gerade Hochbetrieb herrscht und du bis Montagmorgen keinen Support bekommen würdest, das wäre ein Katastrophenszenario.
Viele Hersteller bieten auch einen optionalen Vor-Ort-Service an, der die Installation und Gerätekonfiguration vornimmt.
Bei SaaS-Lösungen sind die regelmäßigen Software-Updates und automatischen Back-ups in der monatlichen Nutzungsgebühr enthalten.
Wie lange dauert die Einrichtung eines Gastro-Kassensystems?
Das Setup für eine Gastrokasse umfasst die Aufnahme sämtlicher Produkte mit Preisen, Steuersätzen und oftmals auch Bildern. Außerdem müssen verschiedene Rollen für die Administration und die Bedienung der Kasse definiert werden. Dieser Prozess dauert in der Regel zwei bis vier Wochen, je nach Engagement der Partner, Gastronomen und Kassenhersteller.
Eine Mitarbeiterschulung benötigt hingegen nur eine bis zwei Stunden. Die meisten Kassensysteme sind heute tatsächlich ziemlich selbsterklärend.
Unterscheiden sich Kassensysteme für Bars, Cafés, Restaurants und Foodtrucks?
Die verschiedenen Kassensysteme unterscheiden sich je nach Art des Gastrobetriebes in ihrer Funktionalität. Führst du ein Restaurant mit Tischservice und Außer-Haus-Verkauf, müssen die Außer-Haus-Gerichte mit einem abweichenden Steuersatz abgerechnet und getrennt von den im Restaurant servierten Speisen und Getränken aufgezeichnet werden.
Muss es ein iPad-Kassensystem sein?
Nein, auch wenn iPad-Kassensysteme als besonders zuverlässig gelten. Bei ihnen sind Hardware und Software optimal aufeinander abgestimmt. Sie funktionieren mit einem iPad als Hauptkasse und je nach Mitarbeiterzahl mit mehreren iPad mini-, iPod Touch- oder iPhone-Geräten mithilfe einer für iOS-Geräte entwickelten Gastro-App.
Aber natürlich kannst du auch mobile Endgeräte und Apps anderer Anbieter verwenden. Android-basierte Kassen funktionieren mit guten Android-Geräten ebenso zuverlässig.
Viele Anbieter setzen heute auf die günstigen, stylishen und sehr funktionalen Geräte von Sunmi, zum Beispiel ready2order und speedy kasse.
Mit Blick auf die Anschaffung liegen Android-Systeme preislich typischerweise unter Apple/iOS-Systemen. Die laufenden Kosten sind hingegen vergleichbar.
Wenn du ein mobiles All-in-One Kassensystem suchst, lies unser Special.
Was kostet ein Kassensystem für die Gastronomie?
Ein Kassensystem für die Gastronomie kostet je nach Betriebsgröße zwischen 400 und 6.500 € in der Anschaffung. Die monatlichen Kosten liegen bei 0 bis 300 € für Software plus Transaktionsgebühren für Kartenzahlung (0,79 bis 2,6 %). Ein kleines Café kommt mit etwa 410 € Einmalkosten und 28 €/Monat aus (speedy kasse). Ein Restaurant mit 50 Plätzen und Funkbonierung rechnet mit rund 2.100 € Anschaffung und 76 €/Monat (ready2order mit Gastro-Paket).
Brauche ich eine TSE für mein Restaurant?
Ja. Seit dem 1. Januar 2020 ist die Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) für alle elektronischen Kassensysteme in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Die TSE protokolliert jede Transaktion manipulationssicher. Die Kosten liegen bei 100 bis 300 € einmalig (Hardware-TSE) oder 5 bis 16 € monatlich (Cloud-TSE). Bei den meisten modernen Kassensystemen ist die TSE bereits integriert oder als Modul zubuchbar. Seit 2025 musst du dein Kassensystem außerdem beim Finanzamt über ELSTER melden (mehr zur Meldepflicht).
Kassensystem mieten oder kaufen: Was lohnt sich?
Mieten (Abo-Modell) lohnt sich für kleine Betriebe und Gründer: niedrige Einstiegskosten, flexible Kündigung und Updates inklusive. Anbieter wie SumUp, ready2order oder Tillhub arbeiten mit monatlichen Abos ab 0 bis 36 €/Monat. Kaufen rechnet sich bei größeren Betrieben mit langem Planungshorizont: Höhere Anfangsinvestition, aber keine laufenden Lizenzkosten. POSSUM bietet sowohl Hardwarekauf (ab 849 € als Standalone-Mobilkasse, ab 999 € als stationäre Tablet-Kasse) als auch Komplett-Leasing (ab 49,90 €/Monat ohne Anzahlung). speedy kasse hat mit der Kauflizenz (230 € einmalig + 6 €/Monat Wartung) eine Mischform. Faustregel: Ab 3 Jahren Nutzung ist ein Kaufmodell oft günstiger.
Welche Kassensysteme sind finanzamtkonform?
Alle in unserem Vergleich getesteten Kassensysteme sind finanzamtkonform und erfüllen die Anforderungen der KassenSichV, GoBD und der TSE-Pflicht. Seit 2025 müssen elektronische Kassensysteme zusätzlich beim zuständigen Finanzamt gemeldet werden (Kassenmeldepflicht über ELSTER). Achte bei der Anbieter-Wahl darauf, dass die TSE zertifiziert ist und die ELSTER-Meldung unterstützt wird. Alle Cloud-basierten Systeme wie ready2order, SumUp und Lightspeed aktualisieren die Compliance-Anforderungen automatisch per Software-Update.
Welches Kassensystem ist das beste für Restaurants?
Für Restaurants mit Tischservice empfehlen wir ready2order (ab 35,90 €/Monat) oder Lightspeed Restaurant (Basic-Tarif ab 89 €/Monat, Core 159 €, Pro 249 €). Beide bieten Tischverwaltung, Funkbonierung und Gangsteuerung. ready2order ist die bessere Wahl für einzelne Restaurants mit bis zu 60 Plätzen. Lightspeed eignet sich besser für anspruchsvolle Betriebe mit mehreren Standorten, digitaler Speisekarte oder Lieferdienst-Anbindung. Für reine Gastro-Spezialanforderungen (Hotelanbindung, Saisonbetrieb) ist Gastronovi eine starke Alternative.
Wie wichtig ist Offline-Fähigkeit bei einem Gastro-Kassensystem?
Für Foodtrucks, Biergärten und Betriebe in ländlichen Gebieten ist Offline-Fähigkeit ein entscheidendes Kriterium. Bei einem Internetausfall müssen Bestellungen und Bons weiterhin funktionieren. Die meisten Cloud-Kassensysteme bieten einen eingeschränkten Offline-Modus: Bestellen und Kassieren funktioniert, Kartenzahlung aber nicht. POSSUM arbeitet zu 100 % offline, bei ready2order und Lightspeed ist der Offline-Modus eingeschränkt, aber für kurze Ausfälle ausreichend. SumUp benötigt für Kartenzahlung immer eine Internetverbindung.
Weitere Infos
Andere gastronomie-nahe Branchen
Für spezialisierte Betriebstypen haben wir eigene Vergleichsseiten:
- Kassensysteme für Bäckereien – robust, mehlresistent, oft mit Café-Bereich
- Kassensysteme für Imbisse – kompakt, schnell, To-Go-orientiert
- Kassensysteme für Kantinen, Betriebsrestaurants und Mensen – Guthaben-Systeme und Chipkarten
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