orderbird - Kasse. Einfach. Sorgenfrei.
orderbird - Kasse. Einfach. Sorgenfrei.

Pflicht zur Kartenzahlung 2026

Von: Christian Jansen Christian Jansen
Letztes Update 30.01.2026
  • Neu: Eine Pflicht zur Akzeptanz von Kartenzahlung kommt voraussichtlich bald.
  • Vorteile: Bargeldlose Zahlung erhöht Trinkgeld & Umsatz (echt wahr!).
  • Tipp: Nutze den Tarifvergleichsrechner, um Kosten zu sparen.

Das musst du wissen!

Nach aktuellen Berichten planen Union und SPD:

Gewerbetreibende sollen verpflichtet werden, neben Bargeld mindestens eine digitale Zahlungsoption anzubieten.

Diese Regelung verfolgt zwei Hauptziele:

  1. Die Bekämpfung von Steuerbetrug
  2. Die Stärkung der Wahlfreiheit für Kunden beim Bezahlen

Wichtig für dich als Unternehmer: Die Kartenzahlung wird zwar zur Pflicht, aber mit der richtigen Strategie kannst du von den Vorteilen bargeldloser Zahlung profitieren.

Chancen

Auch ohne Zwang lohnt sich der Abschied von „Nur Barzahlung“.

Die Kosten? Je nach Umsatz ca. 0,8 % bis 1,5 % der bargeldlosen Beträge.

Pluspunkt: Kartenzahlung steigert erfahrungsgemäß Trinkgeld & Umsatz – die Kosten sind damit schnell vergessen!

Der Vergleichsrechner

Bei den Kosten für bargeldlose Zahlung kommt es auf den passenden Tarif an. Unser Vergleichsrechner hilft dir, die optimale Lösung für dein Unternehmen zu finden!

So geht’s:

  1. Gib deinen monatlichen Gesamtumsatz ein
  2. Bestimme den Anteil der Kartenzahlungen
  3. Trage den durchschnittlichen Bonwert/Warenkorb ein
  4. Klicke auf „Vergleichen“

Vergleiche die Kosten der Kartenzahlung*

-
€
+
-
%
+
-
€
+
Laufzeit
Ohne Mindestlaufzeit Maximal 24 Monate Laufzeit Maximal 36 Monate Laufzeit Maximal 48 Monate Laufzeit Maximal 60 Monate Laufzeit Filter Anwenden
Gerätetyp
Stationär Mobil (WLAN) Mobil (WLAN & SIM) Filter Anwenden

*Der Vergleichsrechner vergleicht alle Verträge unabhängig. Dabei verlinken wir auf ausgewählte Partner, von denen wir ggf. eine Vergütung erhalten.

Alle Datenquellen und Annahmen hinter dem Rechner findest du im Hauptartikel zum Vergleich der Kosten bargeldloser Zahlung für Händler.

Der rechtliche Rahmen und der voraussichtliche Zeitplan

Die Diskussion um eine Pflicht zur Akzeptanz elektronischer Zahlungen ist Teil eines größeren europäischen Trends und nationaler Bestrebungen zur Digitalisierung und Steuergerechtigkeit. Die Initiative von Union und SPD basiert auf dem Entwurf eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften (Jahressteuergesetz 2025), in dem auch die Änderung des § 146a der Abgabenordnung (AO) vorgesehen ist. Ziel ist es, die Transparenz von Geschäftsvorfällen zu erhöhen und die Möglichkeiten zur Steuerhinterziehung zu verringern.

Voraussichtlicher Zeitplan:

  • Q1/2026: Verabschiedung des Gesetzes im Bundestag
  • Q2/2026: Inkrafttreten des Gesetzes
  • Q3/2026: Beginn einer möglichen Übergangsfrist für die technische Umrüstung

3. Mögliche Ausnahmen von der Regel

Obwohl das Gesetz eine breite Anwendung finden soll, werden voraussichtlich Ausnahmeregelungen für bestimmte Fälle diskutiert. Diese könnten umfassen:

  • Geringfügige Umsätze: Eine Bagatellgrenze für Kleinstunternehmer mit sehr geringen Jahresumsätzen ist denkbar.
  • Technische Unmöglichkeit: Standorte ohne stabile Internet- oder Mobilfunkverbindung (z.B. Almhütten) könnten temporär oder dauerhaft ausgenommen werden.
  • Soziale und gemeinnützige Einrichtungen: Vereine oder ehrenamtliche Verkaufsstände könnten ebenfalls unter eine Ausnahmeregelung fallen.

5. Drohende Sanktionen bei Nichteinhaltung

Die Nichteinhaltung der Pflicht wird voraussichtlich als Ordnungswidrigkeit eingestuft. Im Gespräch sind Bußgelder, die sich an der Schwere des Verstoßes und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Unternehmens orientieren. Die genaue Höhe der Bußgelder wird in der Durchführungsverordnung zum Gesetz festgelegt.

6. Internationale Vergleiche: Wie machen es andere EU-Länder?

Deutschland ist hier kein Vorreiter. In vielen anderen EU-Ländern gibt es bereits ähnliche Regelungen:

  • Italien: Pflicht zur Akzeptanz von Kartenzahlungen seit 2022, mit Sanktionen bei Weigerung.
  • Schweden: Weitgehend bargeldlose Gesellschaft, viele Geschäfte akzeptieren kein Bargeld mehr.
  • Frankreich: Händler müssen Kartenzahlung ab 1 € akzeptieren.

Welche Zahlungsmethoden erfüllen die Pflicht?

Das Gesetz wird voraussichtlich technologieneutral formuliert sein. Das bedeutet, Sie müssen mindestens eine der folgenden Optionen anbieten:

  • Girocard (EC-Karte): Der Klassiker in Deutschland.
  • Kreditkarten: Visa, Mastercard, American Express.
  • Mobile Payment via Smartphone: Apple Pay, Google Pay.
  • Andere digitale Verfahren: z.B. PayPal QR-Code-Zahlungen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Muss ich alle Karten annehmen?
Nein, Sie müssen mindestens eine gängige elektronische Zahlungsmethode anbieten. Die Akzeptanz der Girocard würde beispielsweise ausreichen.

Was ist, wenn mein Kartenlesegerät ausfällt?
Bei einem technischen Defekt greift eine temporäre Ausnahmeregelung. Sie sollten den Ausfall jedoch dokumentieren und sich um eine schnelle Reparatur bemühen.

Wer trägt die Kosten für die Kartenzahlung?
Die Kosten (Transaktionsgebühren, Gerätemiete) trägt der Händler. Ein Überwälzen der Kosten auf den Kunden ist in der Regel nicht gestattet.

Gibt es eine Übergangsfrist?
Es wird voraussichtlich eine Übergangsfrist von mehreren Monaten geben, um allen Unternehmen die technische Umrüstung zu ermöglichen.

Auch interessant:

 

Mehr zum Thema:

Kassensysteme

Anbieter-Vergleich

Kartenlesegeräte

Anbieter-Vergleich

Tipp: orderbird
Schließen