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Flatpay vs SumUp: Welches Kartenterminal passt zu deinem Geschäft? (2026)

Von: Christian Jansen Christian Jansen
Letztes Update 5.05.2026

Du suchst ein Kartenterminal und stehst zwischen Flatpay und SumUp. Beide werben mit „kein Vertrag“ und niedrigen Gebühren, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Flatpay bindet dich für 36 Monate. SumUp lässt dich gehen, wann du willst. Welcher Anbieter zu dir passt, hängt fast komplett von einer Zahl ab: deinem monatlichen Karten-Umsatz.

Was du in diesem Artikel bekommst: Preise nebeneinander, die wichtigsten Vertragsklauseln, eine ehrliche Einschätzung zur Hardware und am Ende eine klare Empfehlung nach Geschäftstyp. Kein Bashing in eine Richtung, weil beide Anbieter ihre Daseinsberechtigung haben.

Schnellantwort: SumUp passt für Selbstständige, kleine Gastronomie und Märkte mit unter 2.000 Euro Karten-Umsatz pro Monat. Kein Vertrag, kein Mindestumsatz, Amex akzeptiert (1,39 Prozent Gebühr). Flatpay rechnet sich erst ab dem laut AGB §10.2.1 vertraglich geforderten Mindestumsatz von 2.000 Euro pro Monat (sonst fallen 50 Euro Strafgebühr pro Monat an). Bessere Konditionen (1,29 Prozent), Leih-Terminal mit Bondrucker, aber 36-Monats-Sperrfrist (AGB §12.2) und kein American Express. Wer Amex bei großem Umsatz braucht, ist mit beiden falsch beraten und findet bei den Flatpay-Alternativen bessere Optionen.

Warum dieser Vergleich? Zwei sehr unterschiedliche Modelle

Bevor wir in den Direktvergleich gehen, kurz Klartext zu den Produkten. Flatpay verarbeitet selbst keine Kartenzahlungen, sondern reicht den Acquiring-Vertrag an Drittpartner durch (AGB §6.1). Du bekommst ein PAX-Terminal zur Leihe und einen 36-Monats-Vertrag, der erst nach dem Lesen der AGB sichtbar wird. SumUp ist Pay-as-you-go: Hardware einmalig kaufen, keine Bindung, jederzeit pausierbar. Beide werben nach außen mit „kein Vertrag“, aber nur SumUp meint das wörtlich.

Hinweis am Rand: Flatpay hat neben dem reinen Kartenterminal auch ein eigenes Kassensystem (POS Basic und POS Premium mit Lenovo-Tablet, Bondrucker und Kassenschublade aus der offiziellen Preisliste). Wer eine integrierte Kasse-plus-Karte-Lösung sucht und nicht nur ein Terminal, sollte sich das Flatpay-POS direkt mit Speedy oder ready2order anschauen, statt SumUp und Flatpay-Terminal zu vergleichen.

Welcher Anbieter passt zu welchem Profil?

Schnelle Orientierung

Flatpay vs SumUp: Schnellentscheidung nach Profil

Dein Profil
Wichtigste Anforderung
Empfehlung
Karten-Umsatz unter 2.000 € / Monat
Pay-as-you-go ohne Mindestumsatz-Strafe
SumUp
Saisonbetrieb, Pop-up, Test-Phase
Kein Vertrag, jederzeit pausierbar
SumUp
Touristische Lage / Hotel / B2B
Amex-Akzeptanz Pflicht
SumUp
Mobile Nutzung (Foodtruck, Markt, Service)
Kompakte Hardware, Smartphone-fähig
SumUp
Karten-Umsatz dauerhaft über 2.000 € / Monat
Stand-alone-Terminal mit Bondrucker
Flatpay
Kein Amex-Bedarf, etablierter Standort
Planbare Flat-Rate, gestelltes Terminal
Flatpay
Brauchst echtes Kassensystem (Tische / Lager)
Integrierte Kasse + Karte

Die beiden Anbieter im Detail

Flatpay

Dänischer Kartenterminal-Vermittler mit Flat-Rate, Leih-Terminal, 36 Monate Sperrfrist laut AGB

Konditionen im Überblick

Transaktionsgebühr
1,29 % alle Karten (außer Amex)
American Express
nicht akzeptiert Lücke für Hotels, B2B, Touristik
Hardware (PAX A920Pro)
Leihstellung Eigentum bleibt bei Flatpay (AGB §4.1)
Vertragslaufzeit (AGB §12.2)
36 Monate Kündigungssperrfrist, nicht auf der Webseite kommuniziert
Mindestumsatz (AGB §10.2.1)
2.000 € / Monat sonst 50 € Strafgebühr pro Monat und Terminal
Saisonkunden
jährlich überprüft Off-Saison schützt nicht vor Mindestumsatz-Klausel
Auszahlung
1 bis 3 Werktage läuft über den Acquirer-Partner, nicht über Flatpay

Ideal für

Etablierte Betriebe mit dauerhaft über 2.000 Euro Karten-Umsatz pro Monat (sonst greift die 50 €-Strafgebühr), ohne Amex-Bedarf, mit fester Theke und Bereitschaft zum 36-Monats-Commitment.

Stärken: Terminal-Leihe ohne Hardware-Kosten, schnelles Onboarding, Flat-Rate-Pricing einfach kalkulierbar. Schwächen: 36-Monats-Sperrfrist (nur in den AGB, nicht auf der Webseite genannt), 2.000 € Mindestumsatz mit 50 €-Strafgebühr, kein American Express, kein Telefon-Payment (MOTO), keine Auszahlung über Flatpay (läuft über den Acquirer-Partner), 100-Prozent-Klausel verbietet Backup-Terminals.

Zweite Produktlinie, Flatpay POS: Flatpay bietet zusätzlich ein eigenes Kassensystem in zwei Ausstattungen an. POS Basic (Lenovo-Tablet, Thekenständer, Kassenschublade, Terminal mit Standfuß, Drucker; Listen-Ersatzpreis 1.000 €) und POS Premium (POS-System inkl. Kassenschublade und Terminal mit Standfuß; Listen-Ersatzpreis 2.000 €). Dieselben AGB-Klauseln greifen: 36-Monats-Sperrfrist, 2.000 € Mindestumsatz, 100-Prozent-Kartenverarbeitung. Im Marketing taucht das POS deutlich seltener auf als das Terminal.

Flatpay passt, wenn du dauerhaft über 2.000 Euro Karten-Umsatz pro Monat machst und kein Amex brauchst.

SumUp für Gastronomie: Test und Erfahrungen (2026)

Pay-as-you-go ohne Vertrag, Hardware ab 34 €, Amex inklusive

Konditionen im Überblick

Transaktionsgebühr
1,39 % alle Karten inklusive Amex
Solo Lite (Bluetooth-Reader)
34 € einmalig, braucht Smartphone
Solo (eigenständig)
79 € einmalig, mit Touchscreen + SIM
Solo + Drucker
109 € einmalig, kompakt + leicht transportabel
Vertragslaufzeit
keine jederzeit pausierbar
Mindestumsatz
keiner auch für Kleinst-Händler offen
Telefon-Payment (MOTO)
ja über SumUp-Account
Auszahlung
2 – 3 Werktage sofortige Auszahlung über SumUp-Konto möglich

Ideal für

Selbstständige, Marktbeschicker, Foodtrucks, Handwerker mit Hausbesuchen, Saisonbetriebe und alle, die Amex akzeptieren wollen oder zu Beginn nicht wissen, wie sich der Karten-Umsatz entwickelt.

Stärken: Kein Vertrag, kein Mindestumsatz, Amex akzeptiert, MOTO-Funktion, drei Hardware-Stufen ab 34 Euro, Live-Chat-Support. Schwächen: 0,1 Prozent höhere Gebühr als Flatpay, Bondrucker erst ab Solo+Drucker (109 Euro), Hardware-Kauf statt Leihstellung.

SumUp passt, wenn du klein anfängst, mobil arbeitest oder unsicher bist, wie sich der Karten-Umsatz entwickelt.

Preise im Detail: Wann lohnt sich welcher Anbieter?

Die 0,1 Prozent Unterschied bei den Transaktionsgebühren wirken wenig, addieren sich aber. Hier die Rechnung:

  • Bei 1.000 € monatlichem Karten-Umsatz: SumUp 13,90 €, Flatpay 12,90 €. Differenz: 1 €.
  • Bei 5.000 € monatlichem Karten-Umsatz: SumUp 69,50 €, Flatpay 64,50 €. Differenz: 5 €.
  • Bei 10.000 € monatlichem Karten-Umsatz: SumUp 139 €, Flatpay 129 €. Differenz: 10 €.
  • Bei 20.000 € monatlichem Karten-Umsatz: SumUp 278 €, Flatpay 258 €. Differenz: 20 €.

Selbst bei 10.000 € Umsatz sparst du mit Flatpay nur 10 € im Monat. Über 36 Monate (Mindestlaufzeit) sind das 360 €. Klingt nicht nach viel, aber bei SumUp kommt der Solo+Drucker mit einmalig 109 € dazu, während du das Flatpay-Terminal kostenlos zur Nutzung bekommst. Effektiv-Differenz über 3 Jahre: rund 470 € zugunsten von Flatpay, vorausgesetzt du machst durchgängig diesen Umsatz.

Das Aber: Liegst du unter 2.000 € Umsatz pro Monat (vertraglicher Mindestumsatz laut AGB §10.2.1), zahlst du zusätzlich 50 € Strafgebühr pro Monat und Terminal. SumUp hat keinen Mindestumsatz und keine Strafe.

Wichtig: Flatpay vermarktet sich teils mit „Sätzen ab 0,99 Prozent“. Solche Konditionen werden nur ab Jahresumsätzen über 200.000 € verhandelt. Für die meisten Händler bleibt es bei 1,29 Prozent.

Drei Szenarien aus der Praxis

Szenario 01

Friseursalon mit Test-Phase

1 Inhaberin800 € Karten-Umsatz / Monatgerade eröffnet, unsicher
Hardware
79 € (Solo)
Gebühren / Monat
ca. 11 € kein Vertrag, jederzeit pausierbar

Anbieter im Vergleich

SumUp (1,39 % auf 800 €)
11,12 € / Monat, kein Vertrag
Flatpay
12,90 € + 50 € Strafe = 62,90 € / Monat (Mindestumsatz 2.000 € nicht erreicht, AGB §10.2.1)

Bei diesem Volumen filtert Flatpays Onboarding aus. SumUp ist hier die einzig sinnvolle Wahl. Wenn der Salon nach 6 Monaten doch über 2.000 Euro pro Monat reicht, kann sie immer noch wechseln, die SumUp-Hardware bleibt verfügbar als Backup.

Szenario 02

Café im stationären Vollbetrieb

20 Sitzplätze8.000 € Karten-Umsatz / Monatohne Amex-Bedarf
Hardware
0 € vs 109 €
Gebühren / Monat
103 € vs 111 € Differenz 8 € / Monat


Flatpay (1,29 % auf 8.000 €) || 103,20 € || / Monat, Hardware kostenlos
SumUp Solo+Drucker (1,39 % + Hardware-Amortisation) || 111,20 € || / Monat über 3 Jahre
Differenz über 36 Monate || ca. 360 € || zugunsten Flatpay

Hier rechnet sich Flatpay über die Vertragslaufzeit knapp. Vorausgesetzt, der Umsatz bleibt stabil, und das kann nach Pandemie und Energiekrise niemand zu 100 Prozent garantieren.

[/szenario]

Szenario 03

Hotel-Lobby mit internationalen Gästen

Boutique-Hotel12.000 € Karten-Umsatz / Monatca. 15 % Amex-Anteil
Verlorener Amex-Umsatz
ca. 1.800 € / Monat
Effektive Gebühren
155 – 167 € ohne Amex-Verlust gerechnet

Anbieter im Vergleich

Flatpay (1,29 % auf 10.200 €, ohne Amex)
131,58 € / Monat, 1.800 € Amex-Umsatz verloren
SumUp (1,39 % auf 12.000 €, mit Amex)
166,80 € / Monat, kein Umsatz-Verlust

Bei nur 35 Euro Mehrgebühren pro Monat behält das Hotel mit SumUp 1.800 Euro Amex-Umsatz pro Monat. Flatpay ist hier rechnerisch teurer, obwohl der Prozentsatz auf den ersten Blick günstiger aussieht. Wer Amex bei großem Volumen braucht, sollte zusätzlich die Speedy-Alternative oder PAYONE prüfen.

Hardware: Stand-alone-Terminal vs. Smartphone-Begleiter

Bei der Hardware gehen beide Anbieter sehr unterschiedliche Wege, was vor allem mit der Zielgruppe zu tun hat.

Flatpay: PAX A920Pro

Du bekommst ein vollwertiges Android-Terminal mit Touchscreen, integriertem Bondrucker, WLAN, 4G-SIM und Akku für rund 8 Stunden Betrieb. Das Gerät bleibt formell Flatpays Eigentum, du nutzt es kostenlos für die Vertragslaufzeit. Bei Defekt schickt Flatpay Ersatz.

Der Vorteil: Das Ding läuft alleine. Du brauchst kein Smartphone, kein zusätzliches Tablet, keinen separaten Drucker. Stell es an die Theke und es ist betriebsbereit. Der Nachteil: Es ist ein einzelnes Gerät, gebunden an einen Standort und einen Anschluss. Bist du Marktbeschicker oder Foodtruck-Betreiber mit wechselnden Standorten, ist das Gewicht (über 500 Gramm) und die Kabel-Logistik unpraktisch.

SumUp: Air, Solo Lite, Solo, Solo+Drucker

SumUp hat eine ganze Geräteserie:

  • Solo Lite (34 €): Reines Bluetooth-Lesegerät, braucht zwingend dein Smartphone mit der SumUp-App.
  • Solo (79 €): Eigenständiges Gerät mit Touchscreen und SIM-Karte. Funktioniert ohne Smartphone.
  • Solo + Drucker (109 €): Solo plus Andock-Drucker. Kommt am ehesten an Flatpays PAX heran, ist aber kompakter und leichter zu transportieren.

Du kaufst die Hardware. Geht sie kaputt nach der Garantiezeit, zahlst du neu. Auf der Habenseite: Du kannst klein anfangen (34 €), bist nicht an einen Anbieter gebunden, kannst das Gerät bei einem Verkauf des Geschäfts mitnehmen oder weiterverkaufen.

Vertrag und Lock-in: Der größte Unterschied

SumUp: Pay-as-you-go ohne Vertrag

SumUp arbeitet ohne Vertrag. Du zahlst nur, wenn du das Gerät benutzt. Liegt es zwei Monate in der Schublade, kostet es nichts. Willst du wechseln, gibst du das Gerät bei dir zuhause ins Regal und meldest dich bei einem anderen Anbieter an. Fertig.

Flatpay: 36 Monate Sperrfrist plus Mindestumsatz-Klausel

Flatpays Marketing klingt nach Flexibilität: „kein Vertrag“, „kostenlose Hardware“, „30 Tage Kündigungsfrist“. Auf der Webseite findest du keine konkrete Vertragslaufzeit. Den Vertrag mit der echten Bindungsfrist erfährt man erst, wenn man die AGB direkt aufsucht. Die belastbaren Fakten aus dem AGB-Dokument (Stand 06.05.2025) und der offiziellen Preisliste:

  • 36 Monate Kündigungssperrfrist (AGB §12.2): „Die Vereinbarung hat eine anfängliche Kündigungssperrfrist/Bindungsfrist von 36 Monaten ab Annahme des Angebots, während der die Vereinbarung nicht kündbar ist.“ Wer früher rauswill, ist im Vertragsbruch.
  • Strafe bei vorzeitiger Kündigung (AGB §13.1.1): Flatpay kann eine Pauschale von 50 Euro pro Monat und Terminal für die verbleibenden Monate verlangen, plus 100 Prozent des Listenpreises der Geräte (495 Euro pro Terminal-Austausch laut Preisliste), wenn diese nicht innerhalb von 10 Werktagen zurückgegeben werden.
  • Mindestumsatz 2.000 Euro pro Monat (AGB §10.2.1, Preisliste): Wer in einem Monat unter 2.000 Euro Karten-Umsatz pro Terminal bleibt, zahlt zusätzlich 50 Euro Strafgebühr. Bei Saisonkunden wird das jährlich überprüft.
  • 100-Prozent-Kartenverarbeitung (AGB §13.1): Du musst alle Kartentransaktionen über das Flatpay-Terminal abwickeln. Ein Backup-Terminal eines anderen Anbieters parallel zu betreiben gilt als Vertragsbruch.
Wichtig: Die 36-Monats-Sperrfrist findest du nicht auf flatpay.com/de unter „Pricing“ oder „Kartenterminal“, sondern erst in den AGB unter §12.2. Vor Vertragsabschluss unbedingt die aktuelle AGB-Version (PDF auf flatpay.com/de) lesen und die Klauseln 12.2, 13.1.1 und 10.2.1 markieren.

Konkretes Rechenbeispiel: Wer nach 12 Monaten kündigen will (24 Monate Restlaufzeit), zahlt nach §13.1.1 bis zu 24 × 50 Euro = 1.200 Euro Pauschale plus den Listenpreis des Terminals (495 Euro), falls die Rückgabe nicht binnen 10 Werktagen klappt. Realistisch sind 1.200 bis 1.700 Euro Ausstiegskosten pro Terminal.

Karten-Akzeptanz: Die Amex-Lücke

Beide Terminals akzeptieren EC/Girocard, V-Pay, Maestro, Visa, Mastercard sowie Apple Pay und Google Pay. Der Unterschied: SumUp akzeptiert American Express, Flatpay nicht. Für die meisten Cafés, Bäckereien oder Friseure spielt das keine Rolle. Amex hat in Deutschland nur etwa 3 bis 5 Prozent Marktanteil bei Kreditkarten.

Wenn du allerdings in der gehobenen Gastronomie arbeitest, im B2B-Bereich Rechnungen mit Karte begleichst oder in einer touristischen Lage stehst, sieht die Sache anders aus. Briten, Amerikaner und Geschäftsreisende zücken oft nichts anderes als die Amex. Mit Flatpay musst du diese Kunden bar zahlen lassen oder sie wegschicken. Mit SumUp wickelst du die Zahlung ab.

Wer Amex zwingend braucht und gleichzeitig große Volumen macht, sollte sich Speedy als Flatpay-Alternative mit Amex oder PAYONE anschauen. Beide bieten Amex und sind ohne 36-Monats-Bindung verfügbar.

Vor der Entscheidung prüfen

Demo-Checkliste

Diese Punkte vor Vertragsabschluss klären

Hak die Punkte ab, sobald du sie geklärt hast.

0 von 9 abgehakt
Tipp: Wer bei mehr als zwei Punkten mit der Antwort hadert, sollte den anderen Anbieter ausprobieren.

ready2order

ab 34,90 €

Flatpay und SumUp sind reine Zahlungsdienstleister. Wer ein echtes Kassensystem mit Tischplan, Lager, Mitarbeiter-Verwaltung und integrierter Kartenzahlung sucht, ist mit ready2order besser bedient. Die Kartenzahlung läuft direkt über die Kasse, ohne separate Hardware.

Was sagen die Nutzer?

Bei Trustpilot stehen beide Anbieter mit jeweils über 4 Sternen ordentlich da. Die Bewertungs-Profile unterscheiden sich aber deutlich.

SumUp-Bewertungen drehen sich häufig um schnelle Einrichtung, günstigen Einstieg und die Tatsache, dass das Gerät auch nach Monaten Pause wieder einfach läuft. Negative Punkte: gelegentlich technische Probleme bei der Bluetooth-Kopplung des Solo Lite und Auszahlungen, die am Wochenende erst Montag erfolgen.

Flatpay-Bewertungen loben die kostenlose Hardware und den persönlichen Vertriebskontakt. Negative Reviews kommen oft von Nutzern, die später kündigen wollten und mit Restlaufzeit-Kosten konfrontiert wurden. Eine zweite Beschwerde-Kategorie betrifft nachträgliche Surcharges für Business- oder Non-EU-Karten, die im Erstgespräch nicht thematisiert wurden. Genau hier liegt der Unterschied: SumUp-Frust ist meistens technisch (und temporär), Flatpay-Frust ist meistens vertraglich (und teuer).

Fazit: Es gibt keinen „Sieger“, nur den passenden Anbieter

Flatpay und SumUp haben beide ihre Berechtigung. Ehrlich gesagt: Wenn man die typische Frustkurve von Händlern anschaut, die nach 18 Monaten umsatteln wollen, ist SumUp der sicherere Default. Du kannst dich falsch entscheiden, ohne dass es richtig weh tut.

Wer wenig Umsatz macht oder unsicher ist, wie sich das Geschäft entwickelt, fährt mit SumUp besser. Kein Vertrag, kein Mindestumsatz, Amex an Bord. Die 0,1 Prozent höhere Gebühr ist bei kleinen Umsätzen vernachlässigbar.

Wer etabliert ist, jeden Monat verlässlich über 2.000 Euro Karten-Umsatz hat und ein robustes Stand-alone-Terminal sucht, kann mit Flatpay über drei Jahre einige hundert Euro sparen. Vorausgesetzt, das Geschäft läuft genau so weiter, wie geplant. Bei dieser Wette spielt der Lock-in eine Rolle.

Wer parallel zur Kartenzahlung auch ein vollwertiges Kassensystem braucht, sollte sich gar nicht erst zwischen Flatpay und SumUp entscheiden. Dann führt der Weg über ready2order oder ähnliche Komplettlösungen, bei denen Kartenzahlung und Kassensystem aus einer Hand kommen.

Häufige Fragen zu Flatpay vs SumUp

Ist Flatpay wirklich günstiger als SumUp?


Pro Transaktion ja, mit 1,29 Prozent gegen 1,39 Prozent bei SumUp. Die Ersparnis greift aber nur, wenn du dauerhaft den vertraglichen Mindestumsatz von 2.000 Euro pro Monat (AGB §10.2.1) erreichst und dich für 36 Monate bindest (AGB §12.2). Bei kleineren Umsätzen frisst die 50-Euro-Strafgebühr den Vorteil komplett auf.

Kann ich Flatpay vorzeitig kündigen?


Während der 36-monatigen Kündigungssperrfrist (AGB §12.2) gilt vorzeitige Kündigung als Vertragsbruch. Flatpay kann nach AGB §13.1.1 eine Pauschale von 50 Euro pro Monat und Terminal für die verbleibenden Monate plus 100 Prozent des Listenpreises der Geräte (z. B. 495 Euro Terminal-Austausch laut Preisliste) verlangen, wenn die Rückgabe nicht binnen 10 Werktagen klappt. Wer nach 12 Monaten raus will, zahlt für 24 Restmonate also bis zu 1.200 Euro plus eventuell 495 Euro Geräte-Listenpreis.

Hat Flatpay einen Mindestumsatz?


Ja. Laut AGB §10.2.1 und Preisliste muss der monatliche Karten-Umsatz pro Terminal mindestens 2.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer betragen. Wer drunter bleibt, zahlt 50 Euro Strafgebühr pro Monat und Terminal. Bei Saisonkunden wird das jährlich überprüft. SumUp hat keinen Mindestumsatz und keine Strafgebühr.

Hat Flatpay ein eigenes Kassensystem?


Ja. Neben dem Kartenterminal gibt es zwei Kassensystem-Varianten: POS Basic (Lenovo-Tablet, Thekenständer, Kassenschublade, Terminal mit Standfuß, Drucker) und POS Premium (POS-System inkl. Kassenschublade und Terminal mit Standfuß). Im Marketing wird das POS deutlich seltener beworben als das Terminal. Die AGB-Klauseln (36-Monats-Sperrfrist, 2.000 € Mindestumsatz mit 50 € Strafe, 100-Prozent-Kartenverarbeitung) gelten für beide Linien gleich.

Darf ich neben Flatpay ein zweites Terminal als Backup nutzen?


Nein. AGB §13.1 listet als Vertragsbruch unter anderem: „Der Kunde verarbeitet nicht alle Kartentransaktionen über die Geräte“ und „Der Kunde nutzt ein anderes Zahlungsgateway mit den Geräten“. Ein parallel betriebenes SumUp-Terminal als Ausfall-Backup ist also vertraglich verboten und kann zur fristlosen Kündigung mit voller Restlaufzeit-Pauschale führen.

Akzeptiert SumUp wirklich American Express?


Ja. Alle SumUp-Terminals (Solo Lite, Solo, Solo+Drucker) akzeptieren neben Visa, Mastercard, Maestro und V-Pay auch American Express. Die Gebühr liegt bei den 1,39 Prozent, also ohne Aufschlag für Amex.

Brauche ich für SumUp ein Smartphone?


Nur beim Solo Lite (34 Euro). Der eigenständige Solo (79 Euro) und der Solo+Drucker (109 Euro) funktionieren ohne Smartphone. Sie haben einen eigenen Touchscreen und eine SIM-Karte mit unbegrenztem Datenvolumen.

Was passiert, wenn das Flatpay-Terminal kaputt geht?


Solange das Gerät in der vereinbarten Nutzung beschädigt wurde, schickt Flatpay kostenlosen Ersatz, weil es formell ihr Eigentum bleibt. Bei mutwilliger oder grober Beschädigung kann Flatpay Reparaturkosten in Rechnung stellen.

Kann ich beide Anbieter parallel nutzen?


Theoretisch geht das, in der Praxis macht es selten Sinn. Beide Anbieter haben getrennte Auszahlungs- und Buchhaltungs-Konten, was den Aufwand verdoppelt. Sinnvoller ist eine Entscheidung für einen Anbieter, der zum Geschäftsmodell passt.

Quellen

  1. Flatpay Allgemeine Geschäftsbedingungen DE (Stand 06.05.2025, PDF) · §12.2 Kündigungssperrfrist 36 Monate, §13.1.1 Strafe bei vorzeitiger Kündigung, §10.2.1 Mindestumsatz 2.000 €, §13.1 100-Prozent-Kartenverarbeitung, §6.1 Acquirer-Vermittlung
  2. Flatpay Preisliste · Mindestumsatz 2.000 €/Monat, 50 € Strafgebühr bei Unterschreitung, 495 € Terminal-Austausch, jährliche Saisonkunden-Prüfung, POS Premium / POS Basic Bundles
  3. SumUp Pricing-Seite, offizielle Hardware-Übersicht (Solo Lite, Solo, Solo+Drucker), abgerufen Mai 2026
  4. SumUp Help Center, Preise & Gebühren, abgerufen Mai 2026
  5. Flatpay Kartenterminal, offizielle Pricing-Seite, abgerufen Mai 2026
  6. Bizguide24, Flatpay Kartenterminals im Test 2026, abgerufen Mai 2026
  7. Trustpilot UK / AT Flatpay-Bewertungen, dokumentierte Erfahrungen mit Vertragsklauseln und nachträglichen Surcharges

Im Flatpay-Cluster weiterlesen

Wenn dich ein bestimmter Aspekt tiefer interessiert, sind hier die anderen Artikel im Flatpay-Cluster:

  • Flatpay-Alternativen im Überblick: fünf Anbieter (SumUp, myPOS, Speedy, PAYONE, ready2order) je nach Profil, plus Wechselleitfaden und Mindestumsatz-Klausel-Vergleich
  • Flatpay vs Speedy: Reines Kartenterminal gegen All-in-One-Kassensystem aus Mannheim: relevant, wenn du eh eine TSE-pflichtige Kasse brauchst
  • Flatpay-Test im Detail: Anbieter-Profil mit Konditionen, AGB-Klauseln, Stärken, Schwächen und Erfahrungen
  • Kartenzahlungs-Rechner: Effektive Kosten aller Anbieter mit deinen eigenen Zahlen ausrechnen

Den ausführlichen Flatpay-Test mit allen Konditionen findest du in unserem Hauptartikel. Eine Übersicht aller getesteten Kartenzahlungs- und Kassensysteme bietet unser Kassensystem-Vergleich.

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