ETRON - viel mehr als eine Kasse!
ETRON - viel mehr als eine Kasse!

Future Payments ist ein Hamburger Zahlungsanbieter, der EC- und Kreditkartenterminals für Händler, Gastronomie und Dienstleister bereitstellt, ähnlich wie ZahlungsWERK oder flatpay. Was den Anbieter vom breiten Feld abhebt: niedrige prozentuale Transaktionsgebühren, eine günstige Terminalmiete. Die Vertragslaufzeit wird dagegen im Einzelvertrag vereinbart, und genau da lohnt das Hinsehen. In diesem Überblick schauen wir uns an, was Future Payments konkret kostet, welche Geräte und Funktionen es gibt, für wen sich der Anbieter lohnt und welche Punkte du vor einem Vertragsabschluss klären solltest. Alle Zahlen stammen aus den offiziellen Angaben von Future Payments.

Über Future Payments

Hinter dem Angebot steht die Future Payments GmbH mit Sitz in Hamburg, Geschäftsführer ist Martin Damaszek. Das Unternehmen vermittelt die Karten-Akzeptanz, stellt also Terminals und den Zugang zur Kartenzahlung bereit. Nach eigenen Angaben betreut Future Payments über 5.780 Kunden und hat 2025 mehr als sieben Millionen Transaktionen abgewickelt.

Wie üblich, läuft die eigentliche Zahlungsabwicklung über einen lizenzierten Acquirer im Hintergrund. Welcher Partner das ist, weist Future Payments nicht öffentlich aus. Im Alltag merkst du davon meist nichts, vor einem Vertragsabschluss ist es aber eine sinnvolle Frage (dazu unten mehr).

Was kostet Future Payments?

Das Preismodell trennt Terminalmiete und Transaktionsgebühren und setzt die prozentualen Sätze bewusst niedrig an. Hier die offiziellen Konditionen im Überblick:

Position Konditionen (laut Future Payments)
Stationäres Terminal (Miete) ab 12,50 € / Monat
Mobiles Terminal (Miete) ab 16,95 € / Monat
Girocard (EC) 0,24 % vom Umsatz
Kreditkarte (Visa, Mastercard) 0,89 % vom Umsatz
Mindestgebühr je Transaktion 0,04 €
Einrichtungsgebühr 0,00 €
Versand 9,95 € einmalig, wahlweise 24,95 € für die Installation vor Ort
Vertragslaufzeit 24 Monate, auf Wunsch monatlich kündbar gegen 5,00 € je Gerät und Monat
Mindestumsatz (laut AGB) 25.000 € girocard im Jahr, sonst einmalig 250 € Servicegebühr; Aktions-Tarife sind ausgenommen
Screenshot der Future-Payments-Gebührenseite vom September 2026: 0,24 Prozent Girocard, 0,89 Prozent Visa und Mastercard, 1,5 Prozent American Express, 0,04 Euro Mindestgebühr

Die Gebührentabelle von Future Payments, abgerufen am 23. September 2026 (Screenshot: future-payments.de/ratgeber/kartenzahlung-kosten/).

Die 0,24 % für die Girocard fallen auf. Das liegt nahe an den reinen Interbankenentgelten für Girocard-Zahlungen und ist für Händler, die viel über EC kassieren, ein starkes Argument. Für den klassischen deutschen Einzelhandel und die Gastronomie ist das attraktiv, weil dort der Großteil der Kartenumsätze über die Girocard läuft.

Auch die 0,89 % für Kreditkarten sind günstig angesetzt. Anders als bei Flatrate-Anbietern, die einen einzigen Satz auf alle Karten nehmen (flatpay 1,39 % auf jede Transaktion), zahlst du hier getrennte, niedrigere Sätze plus eine Terminalmiete.

Ob das Trennmodell oder eine Flatrate günstiger ist, hängt von deinem Kartenmix und Umsatz ab. Den Vergleich rechnest du dir auf Wunsch weiter unten konkret aus.

Ein Hinweis zu den „ab“-Preisen: Die genauen Konditionen können vom Umsatz und vom gewählten Gerät abhängen. Lass dir dein konkretes Angebot vor der Unterschrift schriftlich geben.

Terminals und Funktionen

Future Payments bietet mehrere Gerätevarianten an:

  • Stationäre Terminals für die feste Kasse im Geschäft.
  • Mobile Terminals mit WLAN und LTE, also für Markt, Lieferung, Foodtruck oder Tischabrechnung.
  • SoftPOS, das Bezahlen direkt per Smartphone ohne zusätzliche Hardware.
  • Self-Ordering-Terminals für die Selbstbedienung.
EC-Kartenlesegeräte von Future Payments mit kontaktloser Zahlung im Geschäft

Die EC-Terminals von Future Payments für stationären, schnurlosen und mobilen Einsatz (Screenshot: future-payments.de).

Die Girocard unterstützt jedes Terminal, Kreditkarten je nach Modell: Visa, Mastercard und American Express, dazu kontaktloses Bezahlen und die Wallets Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay. In der Terminalmiete sind laut Anbieter Software-Updates, Support und ein Geräteaustausch im Defektfall enthalten. Konkrete Gerätemodelle oder Hersteller nennt Future Payments öffentlich nicht. Vor der Bestellung lohnt sich die Frage nach dem genauen Modell und der Anbindung (WLAN, LTE oder SIM), gerade für mobile Einsätze.

Vertrag, Auszahlung und was du vorher klären solltest

Die Laufzeit steht bei Future Payments im Vertrag, nicht auf der Preisliste. Öffentlich nennt der Anbieter für das Mietangebot 24 Monate, auf Wunsch monatlich kündbar gegen 5,00 € Aufschlag je Gerät und Monat. Steht im Vertrag gar keine Laufzeit, greift die Auffangregel der eigenen AGB: 60 Monate, danach ein Jahr Verlängerung, Kündigungsfrist drei Monate (Ziffer 8.1). Abweichende Laufzeiten aus einer Online-Aktion gehen dieser Regel laut Ziffer 8.1.1 ausdrücklich vor. Für dich heißt das: Was am Ende gilt, steht in deinem Auftragsformular, nicht im Verkaufsgespräch. Zum Vergleich: flatpay bindet laut AGB 36 Monate.

Zwei weitere Bedingungen stehen ebenfalls nur in den AGB und nicht auf den Produktseiten. Ziffer 8.5 verlangt einen jährlichen Mindestumsatz von 25.000 € auf girocard-Basis, das sind rund 2.100 € im Monat; wird er unterschritten, fällt einmalig eine Servicegebühr von 250 € an. Ziffer 8.3 beziffert den pauschalen Schadensersatz bei Vertragsverletzung auf 650 € im ersten, 450 € im zweiten bis vierten und 300 € ab dem fünften Vertragsjahr. Beide Regelungen nehmen Verträge aus einer Online-Aktion oder einem Aktions-Tarif ausdrücklich aus, und auf der eigenen Produktseite schreibt Future Payments „einen Mindestumsatz gibt es nicht“. Von außen lässt sich nicht entscheiden, welcher Fall auf dein Angebot zutrifft. Frag danach, und lass dir die Antwort im Vertrag zeigen statt am Telefon.

Drei weitere Punkte dokumentiert Future Payments öffentlich nicht. Sie sind kein Ausschlusskriterium, gehören aber auf deine Frageliste vor der Unterschrift:

  • Acquirer im Hintergrund: Über welchen Acquirer beziehungsweise welche Bank die Kartenzahlungen abgewickelt und ausgezahlt werden, ist nicht ausgewiesen. Das bestimmt Settlement, Regulierung und die genauen Kartenmarken. Frag konkret nach.
  • Auszahlungsfrist: Wann das Geld auf deinem Konto landet, ist nicht angegeben. Zum Vergleich: Viele Wettbewerber zahlen in ein bis drei Werktagen aus. Lass dir die Frist bestätigen.
  • Geräterückgabe: Die Terminals sind gemietet, nicht gekauft. Für nicht zurückgesandte Geräte nach Vertragsende setzen die AGB pauschal 650 € zzgl. MwSt. an (Ziffer 6c). Kläre vorab, wohin und bis wann du zurückschickst.

Für wen lohnt sich Future Payments?

Gut aufgehoben sind hier vor allem Girocard-starke Betriebe wie Einzelhandel, Bäckerei, Café oder Kiosk. Hier macht die niedrige Girocard-Rate von 0,24 % den größten Teil der Kartenumsätze günstig. Dazu passt die Mindestumsatz-Klausel: 25.000 € girocard im Jahr erreicht ein Betrieb mit stetigem Kartengeschäft nebenbei, ein Saison- oder Nebenerwerbsbetrieb eher nicht. Für mobile Szenarien sprechen die LTE-Terminals und SoftPOS. Und wer flexibel bleiben will, etwa als Start-up oder Pop-up, verhandelt die Monatskündigung gegen 5,00 € Aufschlag mit; ohne sie sind es nach der öffentlichen Angabe 24 Monate.

Weniger ideal ist der Anbieter, wenn du eine echte All-in-One-Kasse mit zertifizierter technischer Sicherheitseinrichtung suchst. Future Payments ist ein Zahlungsterminal-Anbieter, kein vollständiges Kassensystem. Die Terminals lassen sich aber mit Kassensystemen kombinieren, die Kompatibilität klärst du am besten vorab.

Häufige Fragen zu Future Payments

Was kostet Future Payments?

Die Terminalmiete beginnt bei 12,50 € im Monat (stationär) beziehungsweise 16,95 € (mobil). Pro Transaktion fallen 0,24 % bei der Girocard und 0,89 % bei Kreditkarten an, mindestens 0,04 €. V PAY und Maestro kosten 0,69 %, American Express 1,50 %, und bei Firmenkarten kommen 1,30 % auf den jeweiligen Satz hinzu. Eine Einrichtungsgebühr gibt es nicht; einmalig kommen 9,95 € Versand dazu oder wahlweise 24,95 €, wenn Future Payments vor Ort installiert.

Hat Future Payments eine Vertragslaufzeit?

Ja, und sie wird im Vertrag vereinbart. Öffentlich nennt Future Payments 24 Monate, monatlich kündbar gegen 5,00 € je Gerät und Monat. Steht im Vertrag keine eigene Laufzeit, greifen laut AGB 60 Monate mit drei Monaten Kündigungsfrist (Ziffer 8.1). Die AGB nennen außerdem einen Mindestumsatz von 25.000 € girocard im Jahr und einen pauschalen Schadensersatz ab 650 €, nehmen Aktions-Tarife davon aber aus.

Welche Karten und Zahlarten werden akzeptiert?

Die Girocard grundsätzlich, Kreditkarten je nach Gerätemodell: Visa, Mastercard und American Express. Dazu kontaktloses Bezahlen und die Wallets Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay.

Wann erfolgt die Auszahlung?

Eine konkrete Auszahlungsfrist gibt Future Payments nicht öffentlich an. Erfrage sie vor Vertragsabschluss und lass sie dir schriftlich bestätigen.

Ist Future Payments ein Kassensystem?

Nein. Future Payments stellt Zahlungsterminals bereit, kein vollständiges Kassensystem mit TSE. Die Terminals lassen sich aber mit Kassensystemen kombinieren.

Kann ich das Terminal kaufen statt mieten?

Nein. Future Payments vermietet die Geräte und schreibt dazu selbst: „Verkauft werden die Geräte nicht; wir vermieten.“

Future Payments direkt ansehen

Niedrige Girocard-Rate und günstige Terminalmiete: Prüfe die aktuellen Konditionen und deine Laufzeit direkt beim Anbieter.

Zu Future Payments

Lohnt sich der Wechsel? Jetzt durchrechnen

Ob das Trennmodell von Future Payments für dich günstiger ist als eine Flatrate oder dein aktueller Tarif, hängt von Umsatz, Kartenanteil und durchschnittlichem Bon ab. Gib deine Werte ein und vergleiche:

Trag unten drei Werte ein:

  • Deinen Kartenumsatz pro Monat, also nur den Teil, der über Karte läuft.
  • Den durchschnittlichen Warenkorb/Bon in deinem Geschäft.
  • Wie viel davon über girocard oder Debit läuft (wenn du die Zahl nicht kennst, lass die Vorgabe stehen).

Der Rechner rechnet sofort mit, du musst nichts bestätigen. Über die Filter grenzt du auf Gerätetyp und Vertragsbindung ein, unter „Feineinstellungen“ stellst du Betrachtungszeitraum und Kundenstruktur.

Kostenrechner

Was kostet Kartenzahlung bei deinem Umsatz?
8.000 €
35 €
70 % girocard

Der Rest läuft als Kreditkarte. Im deutschen Handel sind 60–80 % girocard typisch.

Gerätetyp
Vertragsbindung
Feineinstellungen
Ich rechne über 24 Monate

Legt fest, über wie viele Monate Geräte- und Anschlussgebühren umgelegt werden.

Angenommene Kundenstruktur

Eine Annahme, keine Messung deines tatsächlichen Kartenmix: Sie verteilt nur den Nicht-girocard-Anteil auf Kreditkarte, Firmenkarte und Karten von außerhalb des EWR. Details auf der Methodik-Seite.

    Steht „ab" vor dem Preis, fehlt uns eine Angabe, die ins Gewicht fällt. Am häufigsten ist das die Mindestgebühr je Kartenzahlung oder pro Monat, dazu kommen der Aufschlag für Firmenkarten und der Aufschlag für Karten von außerhalb des EWR. Diese Angaben veröffentlicht längst nicht jeder Anbieter. Wir schätzen sie nicht, sondern fragen bei den Anbietern nach; wie wir damit umgehen, steht unter So rechnen wir.

    Gesamtkosten pro Monat = Grundgebühr + Disagio auf deinen Kartenmix + Transaktionsgebühren + feste Monats- und Jahresgebühren, dazu Gerätepreis und Anschlussgebühr anteilig auf den gewählten Betrachtungszeitraum umgelegt (Vorgabe 24 Monate, einstellbar unter Feineinstellungen). Bleibt dein Umsatz unter dem Mindestumsatz eines Tarifs, rechnen wir die Gebühr dafür anteilig mit. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand der Konditionen siehe Anbieterseite.

    Der Rechner vergleicht alle hier aufgeführten Tarife unabhängig voneinander. Zu einem Teil der Anbieter unterhalten wir eine Partnerschaft und erhalten gegebenenfalls eine Vergütung, wenn ein Vertrag zustande kommt. Auf die Reihenfolge wirkt sich das nur dort aus, wo ausdrücklich „Anzeige" steht.

    Wie der Rechner rechnet, welche Annahmen dahinterstecken und was bewusst nicht im Monatspreis steht, liest du unter So rechnen wir.

    Fazit zu Future Payments

    Die Girocard-Rate von 0,24 % ist das stärkste Argument für Future Payments, dazu eine Terminalmiete ab 12,50 € im Monat. Für Girocard-starke Betriebe mit stetigem Kartengeschäft ist das eine solide Kombination. Die Laufzeit entscheidet dagegen dein Vertrag: 24 Monate nach der öffentlichen Angabe, monatlich kündbar gegen 5,00 € Aufschlag, und ohne eigene Vereinbarung 60 Monate laut AGB. Vor dem Abschluss solltest du den Acquirer im Hintergrund, die Auszahlungsfrist, den Mindestumsatz von 25.000 € girocard und deine konkreten „ab“-Konditionen schriftlich klären. Wer eine echte Flatrate auf alle Karten oder maximale Vorab-Transparenz über den Abwickler bevorzugt, vergleicht am besten mit dem Rechner oben.

    Auch interessant

    Anbieter Webseite besuchen

    Future Payments Erfahrungen

    Bewertungen werden nicht auf ihre Echtheit überprüft. Es werden nur Bewertungen veröffentlicht, die unseren Richtlinien zu Erfahrungsberichten entsprechen.

    Erfahrungsbericht schreiben

    Teile deine Erfahrungen mit Future Payments mit anderen Besuchern!

    Erfahrungsbericht schreiben

    Bitte zuerst Tipps zu Erfahrungsberichten lesen

    Anbieter Webseite besuchen
    Anbieter Webseite besuchen Tipp: ETRON Tipp: ETRON
    Schließen