Future Payments ist ein Hamburger Zahlungsanbieter, der EC- und Kreditkartenterminals für Händler, Gastronomie und Dienstleister bereitstellt, ähnlich wie ZahlungsWERK oder flatpay. Was den Anbieter vom breiten Feld abhebt: niedrige prozentuale Transaktionsgebühren, eine günstige Terminalmiete und ein monatlich kündbarer Vertrag ohne Mindestlaufzeit. In diesem Test schauen wir uns an, was Future Payments konkret kostet, welche Geräte und Funktionen es gibt, für wen sich der Anbieter lohnt und welche Punkte du vor einem Vertragsabschluss klären solltest. Alle Zahlen stammen aus den offiziellen Angaben von Future Payments.
Über Future Payments
Hinter dem Angebot steht die Future Payments GmbH mit Sitz in Hamburg, Geschäftsführer ist Martin Damaszek. Das Unternehmen vermittelt die Karten-Akzeptanz, stellt also Terminals und den Zugang zur Kartenzahlung bereit. Nach eigenen Angaben betreut Future Payments über 5.780 Kunden und hat 2025 mehr als sieben Millionen Transaktionen abgewickelt.
Wie üblich, läuft die eigentliche Zahlungsabwicklung über einen lizenzierten Acquirer im Hintergrund. Welcher Partner das ist, weist Future Payments nicht öffentlich aus. Im Alltag merkst du davon meist nichts, vor einem Vertragsabschluss ist es aber eine sinnvolle Frage (dazu unten mehr).
Was kostet Future Payments?
Das Preismodell trennt Terminalmiete und Transaktionsgebühren und setzt die prozentualen Sätze bewusst niedrig an. Hier die offiziellen Konditionen im Überblick:
| Position | Konditionen (laut Future Payments) |
|---|---|
| Stationäres Terminal (Miete) | ab 12,50 € / Monat |
| Mobiles Terminal (Miete) | ab 16,00 € / Monat |
| Girocard (EC) | 0,24 % vom Umsatz |
| Kreditkarte (Visa, Mastercard) | 0,85 % vom Umsatz |
| Mindestgebühr je Transaktion | 0,04 € |
| Einrichtungsgebühr | 0,00 € |
| Versand | kostenlos |
| Terminal-Kauf (statt Miete) | 150 bis 450 € |
| Vertrag | monatlich kündbar |

Die variablen Gebühren bei Future Payments: 0,24 % für die Girocard, 0,85 % für Kreditkarten (Screenshot: future-payments.de).
Die 0,24 % für die Girocard fallen auf. Das liegt nahe an den reinen Interbankenentgelten für Girocard-Zahlungen und ist für Händler, die viel über EC kassieren, ein starkes Argument. Für den klassischen deutschen Einzelhandel und die Gastronomie ist das attraktiv, weil dort der Großteil der Kartenumsätze über die Girocard läuft.
Auch die 0,85 % für Kreditkarten sind günstig angesetzt. Anders als bei Flatrate-Anbietern, die einen einzigen Satz auf alle Karten nehmen (flatpay etwa 1,29 % auf jede Transaktion), zahlst du hier getrennte, niedrigere Sätze plus eine Terminalmiete.
Ob das Trennmodell oder eine Flatrate günstiger ist, hängt von deinem Kartenmix und Umsatz ab. Den Vergleich rechnest du dir auf Wunsch weiter unten konkret aus.
Ein Hinweis zu den „ab“-Preisen: Die genauen Konditionen können vom Umsatz und vom gewählten Gerät abhängen. Lass dir dein konkretes Angebot vor der Unterschrift schriftlich geben.
Terminals und Funktionen
Future Payments bietet mehrere Gerätevarianten an:
- Stationäre Terminals für die feste Kasse im Geschäft.
- Mobile Terminals mit WLAN und LTE, also für Markt, Lieferung, Foodtruck oder Tischabrechnung.
- SoftPOS, das Bezahlen direkt per Smartphone ohne zusätzliche Hardware.
- Self-Ordering-Terminals für die Selbstbedienung.

Die EC-Terminals von Future Payments für stationären, schnurlosen und mobilen Einsatz (Screenshot: future-payments.de).
Girocard, Visa und Mastercard sowie kontaktloses Bezahlen werden unterstützt, dazu die Wallets Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay. In der Terminalmiete sind laut Anbieter Software-Updates, Support und ein Geräteaustausch im Defektfall enthalten. Konkrete Gerätemodelle oder Hersteller nennt Future Payments öffentlich nicht. Vor der Bestellung lohnt sich die Frage nach dem genauen Modell und der Anbindung (WLAN, LTE oder SIM), gerade für mobile Einsätze.
Vertrag, Auszahlung und was du vorher klären solltest
Der größte Pluspunkt neben den niedrigen Sätzen ist die Vertragsgestaltung: Future Payments wirbt mit einem monatlich kündbaren Vertrag ohne Einrichtungsgebühr. Das lange Lock-in, das andere Anbieter mitbringen, fällt weg. flatpay bindet laut AGB beispielsweise 36 Monate. Wer flexibel bleiben will, ist bei Future Payments klar besser aufgestellt.
Drei Punkte dokumentiert Future Payments öffentlich nicht. Sie sind kein Ausschlusskriterium, gehören aber auf deine Frageliste vor der Unterschrift:
- Acquirer im Hintergrund: Über welchen Acquirer beziehungsweise welche Bank die Kartenzahlungen abgewickelt und ausgezahlt werden, ist nicht ausgewiesen. Das bestimmt Settlement, Regulierung und die genauen Kartenmarken. Frag konkret nach.
- Auszahlungsfrist: Wann das Geld auf deinem Konto landet, ist nicht angegeben. Zum Vergleich: Viele Wettbewerber zahlen in ein bis drei Werktagen aus. Lass dir die Frist bestätigen.
- AGB-Details: Bei „monatlich kündbar“ lohnt trotzdem ein Blick in die AGB, etwa auf einen möglichen Mindestumsatz oder Regelungen zur Geräterückgabe.
Für wen lohnt sich Future Payments?
Gut aufgehoben sind hier vor allem Girocard-starke Betriebe wie Einzelhandel, Bäckerei, Café oder Kiosk. Hier macht die niedrige Girocard-Rate von 0,24 % den größten Teil der Kartenumsätze günstig. Ebenso passt Future Payments zu allen, die keine lange Vertragsbindung wollen, etwa Start-ups, Saison- oder Pop-up-Betriebe, sowie zu mobilen Szenarien dank LTE-Terminals und SoftPOS.
Weniger ideal ist der Anbieter, wenn du eine echte All-in-One-Kasse mit zertifizierter technischer Sicherheitseinrichtung suchst. Future Payments ist ein Zahlungsterminal-Anbieter, kein vollständiges Kassensystem. Die Terminals lassen sich aber mit Kassensystemen kombinieren, die Kompatibilität klärst du am besten vorab.
Häufige Fragen zu Future Payments
Was kostet Future Payments?
Die Terminalmiete beginnt bei 12,50 € im Monat (stationär) beziehungsweise 16,00 € (mobil). Pro Transaktion fallen 0,24 % bei der Girocard und 0,85 % bei Kreditkarten an, mindestens 0,04 €. Eine Einrichtungsgebühr gibt es nicht, der Versand ist kostenlos.
Hat Future Payments eine Vertragslaufzeit?
Nach Anbieterangabe ist der Vertrag flexibel und monatlich kündbar, eine lange Sperrfrist wird nicht genannt. Wirf vor der Unterschrift trotzdem einen Blick in die AGB.
Welche Karten und Zahlarten werden akzeptiert?
Girocard, Visa und Mastercard sowie kontaktloses Bezahlen und die Wallets Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay.
Wann erfolgt die Auszahlung?
Eine konkrete Auszahlungsfrist gibt Future Payments nicht öffentlich an. Erfrage sie vor Vertragsabschluss und lass sie dir schriftlich bestätigen.
Ist Future Payments ein Kassensystem?
Nein. Future Payments stellt Zahlungsterminals bereit, kein vollständiges Kassensystem mit TSE. Die Terminals lassen sich aber mit Kassensystemen kombinieren.
Kann ich das Terminal kaufen statt mieten?
Ja. Statt der Miete ist ein Kauf möglich, je nach Gerät zwischen 150 und 450 €.
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Ob das Trennmodell von Future Payments für dich günstiger ist als eine Flatrate oder dein aktueller Tarif, hängt von Umsatz, Kartenanteil und durchschnittlichem Bon ab. Gib deine Werte ein und vergleiche:
Du brauchst nur drei Angaben:
- deinen monatlichen Umsatz insgesamt,
- den Anteil der Kartenzahlungen (bei Unsicherheit den vorgegebenen Wert nutzen),
- den durchschnittlichen Warenkorb beziehungsweise Bon.
Vergleiche die Kosten der Kartenzahlung*
*Der Vergleichsrechner vergleicht alle Verträge unabhängig. Dabei verlinken wir auf ausgewählte Partner, von denen wir ggf. eine Vergütung erhalten.
Alle Datenquellen und Annahmen hinter dem Rechner findest du im Hauptartikel zu den Kosten bargeldloser Zahlung für Händler.
Fazit zu Future Payments
Die Girocard-Rate von 0,24 % ist das stärkste Argument für Future Payments, dazu eine Terminalmiete ab 12,50 € im Monat und kein langer Vertrag. Für Girocard-starke und flexibilitätsorientierte Betriebe ist das eine solide Kombination, gerade im Vergleich zu Flatrate-Anbietern mit langer Laufzeit. Vor dem Abschluss solltest du den Acquirer im Hintergrund, die Auszahlungsfrist und deine konkreten „ab“-Konditionen schriftlich klären. Wer eine echte Flatrate auf alle Karten oder maximale Vorab-Transparenz über den Abwickler bevorzugt, vergleicht am besten mit dem Rechner oben.
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