ETRON - viel mehr als eine Kasse!
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Kartenzahlung Kosten für Händler: EC-Gebühren im Vergleich

Von: Porträt von Dr. Christian Jansen Christian Jansen
Letztes Update 6.10.2026

Kartenzahlung gehört 2026 zum Standard. Die wenigsten Kunden tragen noch genug Bargeld für größere Einkäufe mit sich, und an vielen Theken ist die Karte längst das erste Zahlungsmittel. Was kostet es dich als Händler, wenn jemand mit Girocard, Kreditkarte oder Smartphone bezahlt? Die Gebühren variieren je nach Kartentyp, Anbieter und Abrechnungsmodell erheblich. Die Gebühr je Zahlung ist dabei nur ein Posten: dazu kommen das Kartenlesegerät und der laufende Vertrag, und erst die Summe aus allen dreien sagt dir, was Kartenzahlung im Monat kostet. Wir schlüsseln die Posten einzeln auf und zeigen dir, wie du deinen eigenen Fall durchrechnest.

Was kostet Kartenzahlung für Händler?

Jede Kartenzahlung kostet dich eine Gebühr. Wie hoch die ausfällt, hängt vom Kartentyp (Girocard, Visa, Mastercard, Amex), vom Abrechnungsmodell deines Zahlungsdienstleisters und von deinem monatlichen Transaktionsvolumen ab.

Die Spanne ist beträchtlich. Bei einer Girocard-Zahlung über 50 € zahlst du zwischen 0,10 und 0,15 € Gebühr. Bei einer Amex-Kreditkarte können es 0,75 bis 0,95 € für dieselbe Summe sein. Aufs Jahr hochgerechnet macht das einen Unterschied von mehreren hundert Euro.

Grundsätzlich gibt es zwei Modelle. Flat-Rate-Anbieter wie SumUp oder PayPal Zettle berechnen einen festen Prozentsatz auf jede Transaktion, egal welche Karte. Klassische Zahlungsdienstleister wie PAYONE staffeln die Gebühren nach Kartentyp, verlangen dafür aber oft eine monatliche Grundgebühr.

Welches Modell günstiger ist, hängt von deinem Umsatz ab. Bei wenigen Kartenzahlungen im Monat sind Flat-Rate-Anbieter oft die bessere Wahl, weil keine Fixkosten anfallen. Ab etwa 5.000 € Kartenumsatz pro Monat lohnt sich ein klassischer Anbieter mit niedrigeren Transaktionsgebühren.

Der Prozentsatz je Zahlung ist nur ein Teil der Rechnung. Zwei weitere Posten fallen unabhängig davon an, wie viel du umsetzt: das Kartenlesegerät, das du kaufst oder mietest, und der laufende Vertrag mit Grundgebühr, Mindestlaufzeit und mitunter einer Aktivierungsgebühr. Ein Anbieter mit niedrigem Disagio kann über Gerät und Grundgebühr teurer werden als einer mit höherem Satz. Vergleichbar wird das erst in Monatskosten, nicht in Prozentsätzen.

ETRON

ab 19,80 €

ETRON Pay rechnet mit einem Einheitstarif von 0,99 % Disagio plus 0,09 € pro Transaktion ab, gleich für Girocard, Visa, Mastercard, Apple und Google Pay. Für Business-Karten und Karten von außerhalb des EWR nennt ETRON Aufpreise laut Preis- und Leistungsverzeichnis. Direkt ins Kassensystem integriert: kein zweiter Vertrag, kein zweites Terminal. Die Terminalmiete startet bei 11,20 € pro Monat inklusive Servicegebühr, eine Aktivierungsgebühr fällt nicht an.

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PAYONE Kassensysteme (1)
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Wie sich eine Kartengebühr zusammensetzt

Der Prozentsatz, den dir dein Anbieter berechnet (das sogenannte Disagio oder Merchant Service Charge), ist kein einziger Posten. Er besteht aus drei Bausteinen. Das zu verstehen hilft dir, Angebote richtig zu vergleichen.

Baustein Anteil Wer kassiert
Interchange (Interbankenentgelt) ca. 70 bis 80 % Die kartenausgebende Bank deines Kunden
Scheme Fee (Netzwerkgebühr) ca. 5 bis 10 % Visa, Mastercard, Girocard
Acquirer-Marge ca. 10 bis 20 % Dein Zahlungsdienstleister

Ein Beispiel: Zahlt ein Kunde 1,00 € Gebühr für eine Transaktion, gehen davon rund 0,75 € als Interchange an seine Bank, etwa 0,08 € als Scheme Fee an das Kartennetzwerk und ungefähr 0,17 € als Marge an deinen Anbieter. Nur der letzte Teil ist verhandelbar. Interchange und Scheme Fee zahlt jeder Händler gleich, egal bei welchem Anbieter.

Genau hier liegt der Unterschied zwischen den zwei Abrechnungsmodellen. Beim Modell Interchange++ siehst du alle drei Bausteine getrennt auf der Abrechnung und zahlst nur die echte Marge obendrauf. Bei einer Blended Rate (Pauschaltarif wie 1,39 %) wirft der Anbieter alles in einen Topf. Die Pauschale ist einfacher zu kalkulieren. Ab etwa 10.000 € Kartenumsatz im Monat lohnt sich aber der Blick auf ein Interchange++-Angebot, weil du dort von günstigen Girocard-Transaktionen direkt profitierst.

EC-Karte: Gebühren pro Transaktion

Die Girocard (im Volksmund „EC-Karte“) ist in Deutschland das günstigste Kartenzahlungsmittel für Händler. Die EU hat die Interchange-Fee für Debitkarten auf maximal 0,2 % vom Umsatz gedeckelt. Dazu kommen die Aufschläge deines Zahlungsdienstleisters.

In der Praxis zahlst du für eine Girocard-Transaktion zwischen 0,24 % und 0,36 % vom Umsatz. Bei PAYONE im Classic-Tarif sind es 0,26 %, bei SumUp oder PayPal Zettle pauschal 1,39 % (hier wird nicht nach Kartentyp unterschieden).

Für die meisten Einzelhändler und Gastronomen ist die Girocard der häufigste Kartentyp. Rund 60 bis 80 % aller Kartenzahlungen laufen darüber. Deshalb lohnt es sich, bei der Wahl des Zahlungsanbieters besonders auf die Girocard-Konditionen zu schauen.

Zwei Entwicklungen solltest du für 2026 kennen. Erstens hat das Girocard-System zum 1. Januar 2026 eine neue Scheme-Manager-Fee eingeführt: 0,00209 % vom Girocard-Umsatz. Bei 10.000 € Umsatz sind das rund 0,21 €, also kaum spürbar, aber sie taucht als separate Position auf der Abrechnung auf. Zweitens stattet deine Hausbank immer mehr Girocards zusätzlich mit Debit Mastercard oder Visa Debit aus, weil Maestro ausläuft. Wickelt dein Terminal so eine Zahlung über das internationale Schema ab statt über Girocard, zahlst du mehr. Achte beim Terminal-Setup darauf, dass Girocard als bevorzugtes Schema eingestellt ist.

Kreditkarte: Gebühren und Aufschläge

Kreditkarten kosten dich als Händler deutlich mehr als Girocard-Zahlungen. Die EU deckelt die Interchange-Fee für Verbraucher-Kreditkarten bei 0,3 %. Dazu kommen die Aufschläge des Zahlungsdienstleisters, Netzwerkgebühren und je nach Anbieter weitere Posten. Diese Deckel gelten 2026 unverändert wie seit 2015.

Kartentyp Typische Gebühr Hinweis
Girocard (Debit) 0,24 bis 0,36 % Günstigster Kartentyp
Visa/MC Debit 0,75 bis 1,0 % Immer häufiger im Umlauf
Visa/MC Kredit 0,75 bis 1,5 % Je nach Anbieter und Tarif
American Express 1,5 bis 1,9 % Höchste Gebühren, weniger Nutzer

Ein Punkt, den viele Händler übersehen: Visa und Mastercard geben immer mehr Debitkarten statt Kreditkarten aus. Eine Visa Debit sieht für den Kunden aus wie eine Kreditkarte, kostet dich aber 0,75 bis 1,0 % statt 1,5 %. Der Trend arbeitet zu deinen Gunsten.

Ob du American Express akzeptieren willst, ist eine Abwägung. Die Gebühren liegen bei 1,5 bis 1,9 %. Dafür erreichst du eine Zielgruppe mit im Schnitt höheren Warenkörben. Für ein Café mit 3,50 € Durchschnittsbon rechnet sich Amex kaum. Für ein Möbelgeschäft mit 500 € Durchschnittsbon kann es sich lohnen.

Firmenkarten: die teure Ausnahme ohne EU-Deckel

Die EU-Deckel von 0,2 und 0,3 % gelten ausschließlich für Verbraucherkarten. Firmen- und Geschäftskarten (Commercial Cards) sind ausdrücklich ausgenommen. Das Interchange-Entgelt liegt hier bei 1,3 bis 2,4 %, also bis zu sechsmal höher als bei einer normalen Debitkarte.

Spürbar wird das überall dort, wo Geschäftskunden zahlen: im Großhandel, bei Geschäftsessen in der Gastronomie oder bei Büroausstattern. Eine Firmenkarte erkennst du dem Plastik nicht an, die höhere Gebühr landet aber trotzdem bei dir. Bei einer Blended Rate ist dieser Aufschlag schon eingepreist, beim Interchange++-Modell schlägt er voll durch. Wer viele B2B-Kunden bedient, sollte bei Vertragsangeboten gezielt nach den Konditionen für Commercial Cards fragen. Der europäische Handelsverband EuroCommerce fordert seit 2026, auch diese Karten zu deckeln. Beschlossen ist bisher nichts.

Kontaktlos und Mobile Payment: Zusatzkosten?

Kontaktloses Bezahlen per NFC, Apple Pay oder Google Pay kostet dich keinen Cent extra. Die Transaktion läuft über dasselbe Kartennetzwerk wie eine normale Kartenzahlung. Ob dein Kunde die Karte einsteckt oder sein Smartphone ans Terminal hält, macht bei den Gebühren keinen Unterschied.

Einzige Voraussetzung: Dein Kartenlesegerät muss NFC unterstützen. Alle aktuellen Geräte von SumUp, PayPal Zettle, PAYONE und die in Kassensysteme integrierten Terminals können das. Wenn du noch ein älteres Gerät ohne NFC nutzt, lohnt sich der Wechsel allein wegen der schnelleren Abwicklung.

Kontaktlose Zahlungen sind außerdem schneller. Eine kontaktlose Zahlung dauert 2 bis 3 Sekunden, eine Chip-Zahlung mit PIN 10 bis 15 Sekunden. An einer vollen Kasse summiert sich das.

Kartenlesegerät: Kauf vs. Miete

Beim Terminal hast du zwei Optionen: einmal kaufen oder monatlich mieten. Was besser passt, hängt von deinem Geschäftstyp ab.

Kauf: Mobile Kartenleser wie der SumUp Solo Lite (ab rund 30 € netto) oder der PayPal Reader (ab 29 € netto für Neukunden, Folgegeräte 79 €) sind die günstigen Einstiegsmodelle. Die Geräte gehören dir, keine monatlichen Kosten. Dafür sind die Transaktionsgebühren mit 1,39 % relativ hoch. Für Marktstände, Pop-up-Stores oder Dienstleister mit wenigen Kartenzahlungen ist das die richtige Wahl.

Profi-Terminals von Verifone oder Ingenico kosten beim Kauf bis zu 500 €. Dafür gibt es integrierte Drucker, größere Displays und robuste Technik für den Dauerbetrieb.

Miete: Stationäre Terminals kannst du je nach Anbieter ab etwa 6 bis 14 € pro Monat mieten. ETRON Pay etwa startet bei 11,20 € pro Monat inklusive Servicegebühr. Geht das Gerät kaputt, bekommst du in der Regel ein Ersatzgerät. Dazu kommen oft niedrigere Transaktionsgebühren als bei Flat-Rate-Anbietern. Mietverträge laufen allerdings meist 24 bis 60 Monate. Prüfe die Laufzeit, bevor du unterschreibst.

Ein Detail, das bei kleinen Beträgen zählt: Manche Anbieter erheben ein Mindestentgelt von 0,08 bis 0,12 € pro Transaktion. Verkaufst du viele günstige Artikel (etwa Brötchen für 1,50 €), frisst diese Mindestgebühr prozentual mehr auf als jeder Disagio-Satz. Rechne hier mit deinem echten Durchschnittsbon.

Die dritte Option: Ein Kassensystem mit integrierter Kartenzahlung. Dann brauchst du kein separates Terminal, weil die Zahlung direkt über die Kasse abgewickelt wird. Das spart Hardware-Kosten und vereinfacht die Buchhaltung.

Kartenzahlung im Kassensystem: Integriert vs. separater Anbieter

Der klassische Weg: Kassensystem und daneben ein separates Kartenterminal. Der Kassierer tippt den Betrag zweimal ein, einmal in die Kasse und einmal ins Terminal. Das funktioniert, ist aber fehleranfällig und langsam.

Moderner geht es mit einer integrierten Lösung. Der Betrag wird automatisch ans Terminal übertragen, die Transaktion erscheint sofort im Kassenbericht. Kein doppeltes Tippen, keine Zahlendreher.

Mehrere Kassensystemanbieter haben eigene Zahlungslösungen entwickelt. Die Disagio-Sätze im Vergleich (Stand 2026):

Anbieter Girocard/Debit Kreditkarte Grundgebühr Besonderheit
ETRON Pay 0,99 % + 0,09 € 0,99 % + 0,09 € Terminal ab 11,20 €/Mo Einheitstarif für Privatkarten aus dem EWR, voll integriert
ready2order readyPay 1,23 % 1,23 % 0 € Flat-Rate, Girocard nur co-badged
Vectron Pay 1,29 % 1,29 % (Amex 1,9 %) Terminals inklusive integriert in Vectron-Kassen
SumUp Standard 1,39 % 1,39 % 0 € Flat-Rate, Kassensystem separat buchbar (0 € oder 49 €/Mo)
SumUp Zahlungen Plus 0,79 % 0,79 % (Amex 1,39 %) 19 €/Mo lohnt ab 3.500 € Umsatz/Mo
PAYONE Classic 0,26 % 1,49 % 12,90 €/Mo klassisches Acquiring, nach Kartentyp gestaffelt
PAYONE All Time Flex 0,89 % 1,90 % 0 €, Terminal inkl. Pay-per-Use, gut für Saison und Events

Was bedeutet das konkret? Rechenbeispiel mit 10.000 € Kartenumsatz pro Monat, aufgeteilt auf 70 % Girocard (7.000 €) und 30 % Kreditkarte (3.000 €):

Anbieter Disagio-Kosten Inkl. Fixkosten
PAYONE Classic ca. 63 € + 12,90 € = rund 76 €
SumUp Zahlungen Plus 79 € + 19 € = 98 €
ETRON Pay 99 € + 0,09 € je Transaktion + Terminal ab 11,20 €
PAYONE All Time Flex ca. 119 € Terminal inklusive
ready2order readyPay 123 € keine Zusatzkosten
Vectron Pay 129 € Terminals inklusive
SumUp Standard 139 € keine Zusatzkosten

Das Muster ist klar: Bei hohem Girocard-Anteil sind gestaffelte Tarife wie PAYONE Classic oder SumUp Zahlungen Plus am günstigsten, weil die billige Girocard nicht mit dem teureren Kreditkartensatz vermischt wird. Reine Flat-Rate-Anbieter sind dafür einfach und ohne Fixkosten, was sich bei niedrigem Umsatz oder schwankendem Geschäft auszahlt. Wer wenig Aufwand will und alles aus einer Hand bevorzugt, ist mit einer integrierten Lösung wie ETRON Pay gut bedient: kein zweiter Vertrag, kein zweiter Ansprechpartner, keine manuelle Abstimmung der Tagesabschlüsse.

Kartenleser-Anbieter im Überblick

Diese Anbieter bieten Kartenlesegeräte für Händler an:

ab 19,95 €

Reines Kartenterminal ohne eigene Kassensoftware, angebunden per ZVT oder O.P.I. an die vorhandene Kasse.

  • speziell für kleine Unternehmen
  • viele Endgeräte
  • 24/7 Support

alle Branchen
48 Mon. Mindestlaufzeit

Kartenzahlung-Kosten selbst berechnen

Die Beispiele oben zeigen das Muster. Deinen eigenen Fall rechnest du am schnellsten direkt durch: Trag deinen Kartenumsatz, den Durchschnittsbon und deinen girocard-Anteil ein, filtere bei Bedarf nach Gerätetyp und Vertragsbindung, und der Rechner sortiert die passenden Tarife nach echten Monatskosten.

Ein Hinweis dazu: Im Rechner stehen die Anbieter, deren Konditionen wir vollständig und belegt vorliegen haben. ETRON Pay und Vectron Pay aus den Beispielen oben gehören noch nicht dazu. Wir klären die Aufnahme in den Vergleich zuerst mit den Anbietern selbst.

Kostenrechner

Was kostet Kartenzahlung bei deinem Umsatz?
8.000 €
35 €
70 % girocard

Der Rest läuft als Kreditkarte. Im deutschen Handel sind 60–80 % girocard typisch.

Gerätetyp
Vertragsbindung
Feineinstellungen
Ich rechne über 24 Monate

Legt fest, über wie viele Monate Geräte- und Anschlussgebühren umgelegt werden.

Angenommene Kundenstruktur

Eine Annahme, keine Messung deines tatsächlichen Kartenmix: Sie verteilt nur den Nicht-girocard-Anteil auf Kreditkarte, Firmenkarte und Karten von außerhalb des EWR. Details auf der Methodik-Seite.

    Steht „ab" vor dem Preis, fehlt uns eine Angabe, die ins Gewicht fällt. Am häufigsten ist das die Mindestgebühr je Kartenzahlung oder pro Monat, dazu kommen der Aufschlag für Firmenkarten und der Aufschlag für Karten von außerhalb des EWR. Diese Angaben veröffentlicht längst nicht jeder Anbieter. Wir schätzen sie nicht, sondern fragen bei den Anbietern nach; wie wir damit umgehen, steht unter So rechnen wir.

    Gesamtkosten pro Monat = Grundgebühr + Disagio auf deinen Kartenmix + Transaktionsgebühren + feste Monats- und Jahresgebühren, dazu Gerätepreis und Anschlussgebühr anteilig auf den gewählten Betrachtungszeitraum umgelegt (Vorgabe 24 Monate, einstellbar unter Feineinstellungen). Bleibt dein Umsatz unter dem Mindestumsatz eines Tarifs, rechnen wir die Gebühr dafür anteilig mit. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand der Konditionen siehe Anbieterseite.

    Der Rechner vergleicht alle hier aufgeführten Tarife unabhängig voneinander. Zu einem Teil der Anbieter unterhalten wir eine Partnerschaft und erhalten gegebenenfalls eine Vergütung, wenn ein Vertrag zustande kommt. Auf die Reihenfolge wirkt sich das nur dort aus, wo ausdrücklich „Anzeige" steht.

    Versteckte Kosten, auf die du achten solltest

    Der beworbene Disagio-Satz ist selten die ganze Wahrheit. Diese Posten tauchen oft erst im Kleingedruckten auf:

    • PCI-DSS-Gebühr: Manche Acquirer berechnen 5 bis 15 € pro Monat für die Einhaltung des Sicherheitsstandards. Bei anderen ist sie inklusive. Frag explizit nach.
    • Mindestentgelt: 0,08 bis 0,12 € pro Transaktion machen kleine Beträge unverhältnismäßig teuer.
    • Vertragslaufzeit: Miet-Terminals binden dich oft 24 bis 60 Monate. Achte auf automatische Verlängerung und Kündigungsfristen.
    • Setup- und Aktivierungsgebühren: Einmalige Posten von 0 bis 50 €, je nach Anbieter.

    FAQ

    Was kostet Kartenzahlung mit EC-Karte für Händler?

    Eine Girocard-Transaktion kostet dich zwischen 0,24 % und 0,36 % vom Umsatz bei klassischen Zahlungsdienstleistern. Flat-Rate-Anbieter wie SumUp berechnen pauschal 1,39 %. Bei integrierter Kassenlösung wie ETRON Pay liegt der Tarif bei 0,99 % plus 0,09 € pro Transaktion, einheitlich für Privatkarten aus dem EWR. Für Business-Karten und Karten von außerhalb des EWR kommen Aufpreise dazu.

    Kostet kontaktloses Bezahlen extra?

    Nein. Kontaktlose Zahlungen per NFC, Apple Pay oder Google Pay verursachen keine zusätzlichen Gebühren. Es gelten dieselben Transaktionskosten wie bei einer normalen Kartenzahlung mit Chip.

    Darf ich die Kartengebühr an meine Kunden weitergeben?

    Nein. Seit 2018 ist ein Aufschlag (Surcharging) für gängige Giro- und Kreditkartenzahlungen in der EU verboten. Du darfst für die Zahlung mit Visa, Mastercard oder Girocard keinen Extrabetrag verlangen. Bei Karten außerhalb der EU-Regulierung, etwa Firmenkarten, gibt es Ausnahmen.

    Lohnt sich ein Kartenlesegerät zum Kaufen oder Mieten?

    Bei wenigen Kartenzahlungen (unter 3.000 €/Monat) ist ein Kaufgerät wie der SumUp Solo Lite (ab rund 30 € netto) die einfachste Lösung. Bei höherem Umsatz lohnt sich ein Miet-Terminal mit niedrigeren Transaktionsgebühren, weil du die höheren Fixkosten durch günstigere Prozentsätze wieder einsparst.

    Was ist günstiger: separates Terminal oder integrierte Kartenzahlung?

    Das hängt von deinem Kartenmix ab. Bei hohem Girocard-Anteil ist ein gestaffelter Tarif wie PAYONE Classic (0,26 % Girocard) oft am günstigsten. Eine integrierte Lösung wie ETRON Pay (0,99 % plus 0,09 € für Privatkarten aus dem EWR) spart dir dafür doppelte Tipparbeit und die manuelle Abstimmung. Reine Flat-Rate-Anbieter wie SumUp (1,39 %) sind am einfachsten, aber bei viel Girocard nicht die günstigste Wahl.

    Muss ich als Händler Kreditkarten akzeptieren?

    Eine gesetzliche Pflicht zur Kartenakzeptanz gibt es in Deutschland nicht. Du kannst frei entscheiden, welche Zahlungsmittel du anbietest. Laut Studien brechen rund 30 % der Kunden den Kauf ab, wenn sie nicht mit Karte zahlen können.

    Quellen

    1. girocard.eu – Offizielle Informationen zum Girocard-System und zu den Interchange-Gebühren
    2. EU-Verordnung 2015/751 – Interchange-Entgelte für kartengebundene Zahlungsvorgänge (Interchange Fee Regulation)
    3. ETRON (Website)
    4. EuroCommerce – Forderung nach Deckelung der Commercial-Card-Interchange (2026)

    Alle Anbieter und Tarife im Detail findest du in unserem Kassensystem Kosten Vergleich 2026. Passende Artikel zu diesem Thema: Kassensystem Kosten Gastronomie und Kassensystem Kosten Einzelhandel.

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