iPad Kassensystem Kosten: Alle Preise im Überblick
Von:
Christian Jansen
Letztes Update 14.05.2026
Du willst dein iPad als Kasse nutzen und fragst dich, was das Ganze kostet? Die gute Nachricht: Ein iPad-Kassensystem ist günstiger als klassische Gastro-Terminals. Aber neben dem Abo kommen Hardware, TSE und Kartenzahlung dazu. Wir rechnen alles durch.
Was kostet ein iPad-Kassensystem?
Die Kosten für ein iPad-Kassensystem setzen sich aus vier Posten zusammen: Software-Abo, Hardware, TSE und Kartenzahlung. Je nach Anbieter und Ausstattung landest du im ersten Jahr zwischen 600 und 2.500 EUR.
Der größte Vorteil gegenüber klassischen All-in-One-Terminals: Du kannst ein vorhandenes iPad nutzen. Falls du bereits ein iPad ab der 6. Generation besitzt, sparst du dir 350 bis 500 EUR für das Tablet. Voraussetzung ist iPadOS 15 oder neuer.
Für ein Café mit 30 Plätzen sieht ein typisches Setup so aus: iPad auf einem Ständer an der Theke, ein Bondrucker in der Küche und ein Kartenleser am Tresen. Software-Abo, TSE und Hardware zusammen kosten im ersten Jahr rund 1.200 bis 1.800 EUR.
Software-Kosten: Monatliche Abo-Gebühren
Die monatliche Software-Gebühr ist der laufende Posten, der dich über Jahre begleitet. Bei iPad-Kassensystemen liegen die Preise zwischen 22 und 109 EUR pro Monat, je nach Funktionsumfang und Vertragslaufzeit.
ready2order startet bei 35,90 EUR/Monat im Jahresabo (12 Monate Mindestlaufzeit) oder 46,90 EUR/Monat im Monatsabo (monatlich kündbar). Das Gastro-Paket mit Tischplan und Kellnerabrechnung kostet zusätzlich 23,90 EUR/Monat (Jahresabo) bzw. 29,90 EUR/Monat (Monatsabo). Einmalige Aktivierungsgebühr 99 EUR.
orderbird MINI kostet 39 EUR/Monat in der Monatslizenz (monatlich kündbar) oder 29 EUR/Monat bei Jahreslizenz (348 EUR/Jahr vorab). Bei der 5-Jahres-Lizenz (1.299 EUR Einmalzahlung) sinkt der rechnerische Monatspreis auf 21,65 EUR, bindet dich aber 60 Monate. Online-TSE ist in jeder Variante inklusive. Dazu kommt einmalig die MINI-Hardware für 399 EUR.
SumUp trennt zwei Software-Stufen: das kostenlose Kassensystem-Abo (0 EUR/Monat, Bar- und Kartenzahlung, Splitrechnung, Tap to Pay) und das Plus-Abo für 39 EUR/Monat mit DATEV-Integration, erweiterten Gastro-Funktionen und Hardware-Subvention. TSE ist im Plus-Abo enthalten, im 0-EUR-Tarif fehlt die DATEV-Schnittstelle.
Tillhub startet ab 29,80 EUR/Monat, TSE inklusive. Damit fällt ein separater Posten weg, den du bei anderen Anbietern extra einplanen musst.
Lightspeed Restaurant startet bei 89 EUR/Monat (Basic, 1 Lizenz) und reicht über 159 EUR/Monat (Core, 2 Lizenzen) bis 249 EUR/Monat (Pro, 3 Lizenzen). Jede Zusatzlizenz kostet 49 EUR/Monat. Lightspeed empfiehlt iPads als Hardware-Basis; ob TSE in den Tarifen inkludiert ist, geht aus der Preisseite nicht eindeutig hervor; beim Vertrieb erfragen.
Ein Detail, das beim Preisvergleich oft untergeht: Achte darauf, ob die TSE im Software-Abo enthalten ist. Bei Tillhub und orderbird ist die Cloud-TSE im Software-Abo enthalten. Bei ready2order kommt sie als separates TSE-Paket dazu. Bei Lightspeed und SumUp ist die TSE-Inklusion nicht aus der öffentlichen Preisseite ableitbar; Vertrieb anfragen.
Top iPad-Kassensysteme nach Preis
Hardware-Kosten: iPad, Ständer, Drucker, Kartenleser
Das iPad selbst ist der größte Hardware-Posten. Danach kommen die Peripheriegeräte, die du für den täglichen Betrieb brauchst.
iPad: Für ein Kassensystem reicht ein iPad der 9. Generation (10,2 Zoll, A13 Chip, 64 GB) für rund 350 bis 400 EUR. Die empfohlene Variante ist das iPad der 10. Generation (10,9 Zoll, A14 Chip) für 450 bis 500 EUR. Ältere iPads ab der 6. Generation funktionieren ebenfalls, solange sie iPadOS 15 oder neuer unterstützen.
Ein Pluspunkt beim iPad: Apple liefert 6 bis 7 Jahre lang Software-Updates. Dein Kassensystem-Tablet bleibt also deutlich länger nutzbar als die meisten Android-Alternativen.
| Komponente | Preisspanne | Hinweis |
|---|---|---|
| iPad (9./10. Gen.) | 350 – 500 EUR | Vorhandenes iPad spart diesen Posten |
| iPad-Ständer | 50 – 150 EUR | Diebstahlsicher, Dreh- und Neigefunktion |
| Bondrucker (Thermo) | 150 – 250 EUR | Bluetooth oder WLAN, je nach Anbieter |
| Kassenlade | 50 – 120 EUR | Wird vom Bondrucker angesteuert |
| Kartenleser | 50 – 270 EUR | SumUp ab 50 EUR, Anbieter-Terminals bis 270 EUR |
Viele Anbieter bieten Hardware-Bundles an. Bei ready2order kannst du Hardware einzeln zusammenstellen. Das readyMini-Bundle (Tablet inkl. Bondrucker, Kartenleser, Scanner) startet bei 279 EUR. Die einmalige Aktivierungsgebühr für das Kassensystem-Abo beträgt 99 EUR. SumUp bietet die stationäre SumUp Kasse (mit integrierter TSE und Doppel-Display) ab 474,81 EUR brutto, voll ausgebaut mit Drucker, Kassenlade und Scanner bei 772,31 EUR brutto. SumUp führt aktuell ausschließlich Android-basierte Eigengeräte (Solo Lite, Terminal, SumUp Kasse) und kein iPad-Bundle.
Ob sich ein Bundle lohnt, hängt von deiner Ausgangslage ab. Hast du bereits ein iPad und einen Bluetooth-Drucker, kaufst du besser einzeln. Startest du bei null, ist ein Paket oft 10 bis 15 % günstiger als Einzelkauf.
TSE-Kosten beim iPad-Kassensystem
Die technische Sicherheitseinrichtung (TSE) ist gesetzlich vorgeschrieben. Sie schützt deine Kassendaten vor Manipulation und muss bei jeder elektronischen Kasse vorhanden sein. Ohne TSE riskierst du Bußgelder bis 25.000 EUR.
Bei iPad-Kassensystemen ist eine Cloud-TSE Standard, weil iPads schlicht keinen USB-Anschluss für Hardware-TSE-Module haben. Die Cloud-TSE läuft im Hintergrund und braucht keine zusätzliche Hardware.
Was die TSE kostet, hängt vom Anbieter ab. Bei Tillhub (ab 29,80 EUR/Monat) ist sie im Abo enthalten, ebenso bei orderbird (PRO und MINI im Pauschalpreis). Bei ready2order kommt sie als TSE-Paket dazu: 15,90 EUR/Monat im Jahresabo (190,80 EUR/Jahr) oder 20,00 EUR/Monat im Monatsabo. Bei Lightspeed und SumUp ist die TSE-Inklusion nicht eindeutig publiziert; Vertrieb anfragen.
Über drei Jahre summiert sich das. Bei ready2order kommen für die TSE allein 572 bis 720 EUR dazu (Jahresabo bzw. Monatsabo). Bei Tillhub und orderbird: nichts. Prüf also beim Preisvergleich immer, ob die TSE im Abo enthalten ist oder dazukommt. Mehr Details findest du in unseren Ratgebern zu TSE Kosten und Kartenzahlungs-Disagios.
Rechenbeispiel: Komplettes iPad-Setup
Was kostet ein iPad-Kassensystem wirklich? Wir rechnen drei typische Setups durch, jeweils für das erste Jahr inklusive aller Posten.
| Posten | Einsteiger (ready2order) | Mittelklasse (SumUp Plus) | Gastro (Lightspeed) |
|---|---|---|---|
| Software (12 Monate) | 431 EUR (35,90/Mo., Jahresabo) | 468 EUR (39/Mo.) | 828 EUR (69/Mo.) |
| iPad (10. Gen.) | 450 EUR | 350 – 500 EUR | 450 EUR |
| Peripherie (Drucker, Lade, Ständer) | 350 EUR | SumUp Kasse 475 EUR (kein iPad-Bundle, separat aufstellbar) | 350 EUR |
| TSE (12 Monate) | 191 EUR | inklusive | inklusive |
| Einrichtung | 99 EUR | 0 EUR | 0 EUR |
| Gesamt 1. Jahr | ca. 1.404 EUR | ca. 1.393 EUR | ca. 1.628 EUR |
| Laufende Kosten ab Jahr 2 | ca. 505 EUR/Jahr | ca. 468 EUR/Jahr | ca. 828 EUR/Jahr |
Der Einsteiger-Posten bei ready2order setzt voraus, dass du den Jahresvertrag wählst. Monatlich kündbar wären es rund 60 EUR mehr pro Jahr.
Für einen kleinen Laden oder Imbiss reicht das Einsteiger-Setup. Restaurants mit Tischservice brauchen die Gastro-Variante mit Tischplan und Kellnerabrechnung, was Lightspeed hier teurer macht. Das mittlere SumUp-Plus-Setup passt für Einzelhändler, die TSE und DATEV im Abo wollen. Hardware musst du aber einzeln zusammenstellen, weil SumUp kein iPad-Bundle führt.
Alle Kassensystem-Kosten im Überblick findest du in unserem Kassensystem Kosten-Ratgeber.
iPad vs. Android: Kostenvergleich
Die Frage „iPad oder Android?“ dreht sich vor allem um die Hardware. Bei der Software zahlst du das gleiche Abo, egal welches Tablet du nutzt.
Beim Preis liegt Android vorn: Ein Android-Kassensystem-Tablet kostet im Einstieg 100 bis 200 EUR, in der Mittelklasse 250 bis 400 EUR. Das iPad startet bei 350 EUR. Du zahlst also 150 bis 250 EUR mehr für Apple-Hardware.
Bei der Anbieter-Auswahl sieht es anders aus. orderbird und Lightspeed laufen nur auf iOS. Tillhub, ready2order und SumUp funktionieren auf beiden Systemen. Wer Android wählt, schließt sich von zwei relevanten Anbietern aus.
Der klarste Vorteil des iPad ist der Update-Zeitraum: Apple versorgt iPads 6 bis 7 Jahre lang mit Software-Updates, Android-Tablets typisch 3 bis 5 Jahre. Ein heute gekauftes iPad läuft als Kassensystem bis 2032 oder 2033. Manches Android-Gerät ist schon 2029 am Ende.
Langfristig ist das iPad trotz höherem Einstiegspreis oft die wirtschaftlichere Wahl. Musst du ein Android-Tablet nach 4 Jahren ersetzen (250 EUR), das iPad aber erst nach 6 Jahren, dreht sich die Rechnung. Dazu kommt: Gebrauchte iPads haben nach 3 Jahren noch einen Wiederverkaufswert von 100 bis 150 EUR. Android-Tablets gehen nach wenigen Jahren kaum noch weg.
Meine Einschätzung dazu: Hast du bereits ein iPad, ist die Entscheidung einfach. Wenn du bei null anfängst und das Budget eng ist, ist Android kurzfristig günstiger. Wer langfristig plant, kommt mit dem iPad preislich fast immer besser weg.
ready2order
iPad-Kassensysteme im Überblick
Diese Anbieter bieten iPad-kompatible Kassensysteme an:
- Gastronomie
- Einzelhandel
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- schnelle Einrichtung, leichte Bedienung
- speziell für KMU
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- "MINI by Orderbird": schlanke Version für alle
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FAQ
Kann ich mein vorhandenes iPad als Kasse nutzen?
Brauche ich eine separate TSE für das iPad?
Was passiert, wenn das WLAN ausfällt?
Lohnt sich ein iPad-Kassensystem für einen kleinen Laden?
iPad-Kassensystem mieten oder kaufen?
Quellen
- ready2order Preise (abgerufen April 2026)
- orderbird Preise (abgerufen April 2026)
- SumUp Kassensystem (abgerufen April 2026)
Alle Kassensystem-Kosten im Überblick findest du in unserem Kassensystem Kosten-Ratgeber.
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