Kassensysteme für Imbisse: Die besten Anbieter im Vergleich (2026)
Von:
Thomas Kirsche
Letztes Update 29.04.2026
12:30 Uhr, Mittagspause. Vor deinem Imbiss steht eine Schlange bis zur nächsten Ampel. An der Theke wird auf Türkisch bestellt, das Lieferando-Tablet piept alle 40 Sekunden, dein Aushilfskoch schreit „zwei Dürüm ohne Zwiebeln“ nach hinten. Und du? Stehst an der Kasse, suchst auf einer 15-Zoll-Oberfläche nach der „Pommes klein“-Taste und verlierst pro Bestellung sechs Sekunden. Bei 80 Mittagsgästen ist das eine halbe Stunde, die du nicht verkaufst.
Ein Imbiss-Kassensystem hat eine einzige Hauptaufgabe: Die Bestellung so schnell kassieren, wie du sie annehmen kannst. Nicht mehr, nicht weniger. Tischverwaltung brauchst du nicht. Reservierungsmodul brauchst du nicht. Komplexe Gangsteuerung brauchst du nicht. Was du brauchst: einen Schnellverkaufs-Bildschirm mit 20 Bestseller-Buttons, einen Küchenbondrucker, Modifikatoren für „ohne Zwiebeln“ und eine Hardware, die Fett und Dampf überlebt.
Dieser Artikel ergänzt unseren Gastronomie-Kassensysteme im Überblick. Hier geht es um den konkreten Bedientyp Imbiss: Döner, Pizza-Imbiss, Falafel, Asia-Box, Currywurst-Bude, Pommesbude, Kiosk mit Mittagsgeschäft. Du bekommst echte Preise (Stand April 2026), fünf relevante Anbieter im Detail, eine ehrliche Kostenrechnung für einen 10-Plätze-Imbiss und die Steuersatz-Umstellung 2026, die dir als Imbiss-Betreiber ab Januar konkret Geld spart.
Keine Werbesprache, keine Sternchen-Noten. Wo Lightspeed für einen klassischen Döner-Laden Overkill ist, steht das hier. Wo POSSUM mit seiner am Kartenumsatz gestaffelten Transaktionsgebühr bei vielen kleinen Beträgen jährlich vierstellig sparen kann, auch. Für einen schnellen Überblick ohne Lesearbeit: Der Fahrzeugfinder entfällt hier, aber die drei stärksten Empfehlungen stehen weiter unten auf einen Blick.
Entscheide in 60 Sekunden
Wichtigste Frage: Wie hoch ist dein Kartenumsatz im Monat?
- Kiosk oder Pommesbude, unter 30 Artikel: Speedy (19 €/Monat Software, Sunmi-Hardware ab 300 €).
- Bis 10.000 € Kartenumsatz, mehrsprachiges Team: ready2order (Interface in Türkisch und Arabisch, monatlich kündbar).
- Ab 10.000 € Kartenumsatz mit Mittagsschlange: POSSUM im SILVER-Paket (0,65 % Debit, Abholnummer-Funktion).
- Mischbetrieb mit Snacks, Getränken oder Convenience: Tillhub (Warenwirtschaft, gut für Asia-Imbiss, Bubble-Tea oder Kiosk mit Mittagsgeschäft).
Was ein Imbiss-Kassensystem können muss
Ein Imbiss ist kein Restaurant und kein Café. Der Kunde kommt, bestellt, zahlt, geht oder setzt sich an den Stehtisch. Die ganze Interaktion dauert idealerweise unter 90 Sekunden. Daraus ergeben sich neun Anforderungen, die dein Kassensystem erfüllen muss. Wenn auch nur eine davon fehlt, merkst du das spätestens an der nächsten Mittagsschlange.
Schnellverkauf in unter zehn Sekunden
Der wichtigste Bildschirm im Imbiss ist der Schnellverkaufs-Bildschirm. Nicht Menü-Drilling, nicht „Bitte wählen Sie die Kategorie“. Beim Antippen startet die Oberfläche direkt mit deinen 15 bis 20 Bestsellern: Kebab im Brot, Kebab im Teller, Dürüm, Pommes klein, Pommes groß, Cola 0,5, Ayran, Salatteller, Lahmacun. Der Kellner oder du selbst tippt an, fügt Modifikatoren hinzu, kassiert. Fertig in sechs bis acht Sekunden.
Ready2order, POSSUM und Speedy bieten diesen Modus out of the box. Bei Tillhub musst du den Retail-Schnellverkauf etwas umkonfigurieren, dann läuft es vergleichbar. Lightspeed dagegen ist für Tischbedienung optimiert und für den reinen Imbiss-Betrieb einfach zu komplex. Darum taucht Lightspeed hier nicht unter den Empfehlungen auf.
Kompakte Hardware, fettfest und lüfterlos
Der Imbiss-Tresen ist 60 bis 100 cm breit. Daneben steht der Dönerspieß, dahinter die Fritteuse, darüber die Dunstabzugshaube. Was heißt das für die Kasse? Ein 15-Zoll-All-in-One mit Lüfter zieht in einem Jahr so viel Fett-Dunst, dass die Elektronik ausfällt. Tablet oder kompaktes Terminal mit passiver Kühlung ist Pflicht. Bonusfaktor: Eine abwischbare Displayoberfläche oder Schutzhülle spart dir alle vier Wochen einmal den Servicetermin.
Sunmi-Hardware (Speedy läuft darauf) ist der Klassiker im Imbiss. Robust, günstig, Android-basiert. POSSUM liefert mit POSSUM10 und POSSUM16 G2DS eigene kompakte All-in-One-Terminals mit integriertem Bondrucker und Kundendisplay. Ready2order lässt dir die Wahl zwischen iPad und Windows-Hardware, für den Imbiss empfiehlt sich das günstigere readyTab.
Modifikatoren für Saucen und Sonderwünsche
„Kebab mit alles“, „ohne Zwiebeln“, „extra scharf“, „Knoblauch-Sauce dazu“, „kein Koriander“. Das sind die täglichen Anforderungen. Dein Kassensystem muss diese Varianten als vordefinierte Modifikatoren hinterlegen, nicht als Freitext. Warum? Freitext kostet Zeit an der Kasse, Freitext macht bei der Buchhaltung Probleme, und am Küchenbondrucker erscheint Freitext oft verstümmelt. Vordefinierte Modifikatoren werden per Tippen addiert, erscheinen sauber auf dem Küchenbon und können auch bepreist werden (extra Käse +0,50 €).
Alle fünf hier vorgestellten Systeme können das. Der Unterschied liegt in der Konfigurationstiefe: POSSUM und ready2order erlauben beliebig verschachtelte Modifikatorgruppen (Saucen, Beilagen, Garstufe), Speedy hält die Struktur flacher.
Küchen-Bondrucker und ggf. Küchenmonitor
Zwischen Kasse und Küche liegen drei Meter oder eine halbe Wand. Der Küchenbon muss trotzdem sofort hinten rauskommen. Dein Kassensystem muss mindestens zwei Drucker gleichzeitig ansteuern können: den Kassenbon für den Kunden und den Küchenbon für deinen Koch. Manche Imbisse arbeiten statt Drucker mit einem Küchenmonitor (KDS), das ist Geschmackssache. Drucker sind günstiger und fallen seltener aus.
Wichtiger Hinweis zu ready2order: In der Basisvariante kann ready2order nur einen Drucker parallel nutzen. Für einen Imbiss mit getrennter Kasse und Küche brauchst du das Gastro-Paket (23,90 €/Monat zusätzlich). Bei POSSUM und Tillhub sind mehrere Drucker im Standard enthalten.
Mehrsprachigkeit für das Personal
Viele Imbisse werden türkisch, arabisch, vietnamesisch oder chinesisch geführt. Deine Aushilfe spricht vielleicht nur Grundkenntnisse Deutsch. Wenn das Kassensystem auf Deutsch fest eingestellt ist, verlangsamt das jede Bedienung. Ready2order, Tillhub und Speedy lassen sich pro Benutzer auf unterschiedliche Interface-Sprachen umschalten (Türkisch, Arabisch, Englisch, Vietnamesisch). Der Kassenbon bleibt deutsch (gesetzlich sauber), die Bedienoberfläche ist für jeden in seiner Sprache. POSSUM bietet Mehrsprachigkeit je nach Konfiguration durch den Heimpel-Partner.
Lieferando-, Uber-Eats- und Wolt-Integration
Hier zeigt sich 2026 der größte Unterschied zwischen den Systemen. Wenn du Lieferando, Uber Eats oder Wolt aktiv nutzt, läuft jede Bestellung aktuell auf einem separaten Plattform-Tablet ein. Dein Personal muss die Bestellung manuell in deine Kasse eintippen. Das ist Zeitfresser, Fehlerquelle und GoBD-Problem in einem.
Am saubersten funktioniert eine native Plattform-Integration direkt im Kassensystem. POSSUM hat diese Integration für 2026 angekündigt, inklusive Uber Eats und Wolt. Noch nicht live, aber die Richtung stimmt. Heimpel bietet schon jetzt als POSSUM-Partner eine zentrale Übersicht für alle drei Plattformen. Ready2order und orderbird arbeiten mit Middleware-Diensten wie Deliverect (49 bis 99 €/Monat zusätzlich). Wer Lieferando als Hauptumsatz hat, sollte spezialisierte Anbieter wie WinOrder oder SmartKasse24 anschauen, die auf Lieferservice-Kassen spezialisiert sind.
Kartenzahlung mit niedriger Transaktionsgebühr
Döner 4,50 €, Pommes klein 2,80 €. Viele Imbisse akzeptieren Kartenzahlung erst ab 5 oder 10 €, weil die Gebühr am 4,50-€-Umsatz weh tut. Ab 2026 lohnt es sich nachzurechnen: Bei 1,75 Prozent (orderbird MINI) zahlst du auf 4,50 € genau 7,9 Cent Gebühr. Bei POSSUM SILVER (0,65 Prozent Debit ab 10.000 € Kartenumsatz) sind es 2,9 Cent. Über 10.000 € Kartenumsatz im Monat summiert sich das zu rund 900 € pro Jahr Differenz, bei 15.000 € Kartenumsatz bereits zu rund 2.000 €. Das sind Beträge in der Größenordnung einer kompletten Jahres-Softwaremiete eines Speedy-Imbiss.
Die Mindestbetrags-Regel ist ab 2026 in vielen Fällen nicht mehr nötig und obendrein verbraucherfreundlicher, wenn du sie streichst. Prüf ehrlich, ob du dir den Kundenverlust bei Kartenablehnung noch leisten willst.
Personalfluktuation: einfache Bedienung, PIN-Wechsel
Im Imbiss wechselt das Personal öfter als in jedem Restaurant. Familienmitglieder, Aushilfen, Saisonkräfte. Dein Kassensystem muss in zehn Minuten einweisbar sein, nicht in zehn Stunden. Nutzerwechsel per PIN (kein Logout, kein neues Login) spart an einem Mittag gut fünf Minuten. Berechtigungsprofile sind trotzdem wichtig: Die Aushilfe kassiert, den Tagesabschluss macht nur der Chef.
Abholnummer für Stoßzeiten
Dieser Punkt wird oft unterschätzt. In der Mittagsschlange bestellen in zehn Minuten 25 Kunden. Wer bekommt welchen Dürüm? Die POSSUM16 G2DS und POSSUM10 drucken automatisch eine fortlaufende Abholnummer auf Kassenbon und Küchenbon. Der Kunde wartet mit seiner „Nummer 47“, der Koch ruft „Nummer 47 fertig“, fertig. Spart Diskussionen, spart Bestellverwechslungen, spart Nerven. Kein anderes System im Vergleich liefert das so konsequent ab Werk.
Top 3 Kassensysteme für Imbisse: Unsere Empfehlungen
Drei Systeme empfehlen wir ausdrücklich für den Imbiss-Betrieb. Die Reihenfolge richtet sich nicht nach Lautstärke des Marketings, sondern danach, welcher Imbiss-Typ mit welchem System am besten fährt.
Platz 1: ready2order. Der Allrounder für klassische Imbisse bis 15 Plätze. Schnell-Bon-Modus out of the box, monatlich kündbar, Interface in Türkisch, Arabisch und Englisch umschaltbar, niedrige Einstiegshürde. Das Gastro-Paket (23,90 €/Monat) brauchst du, wenn du Kasse und Küche mit getrennten Druckern bespielst. Lieferando-Integration läuft über Deliverect-Middleware.
ready2order
ready2order ist der günstige Allrounder für Imbisse bis 15 Plätze. Mehrsprachiges Interface (Türkisch, Arabisch, Englisch), monatlich kündbar, schnelle Einarbeitung. Gastro-Paket mit Küchenbon für 23,90 €/Monat extra buchbar.
Platz 2: POSSUM. Das System für Imbisse mit viel Kartenumsatz und Stoßzeiten-Fokus. Die Transaktionsgebühr ist am Kartenumsatz gestaffelt (0,99 Prozent Debit im STARTER, 0,79 Prozent im PRO ab 3.000 €, 0,65 Prozent im SILVER ab 10.000 €, 0,59 Prozent im GOLD ab 25.000 €); ab SILVER rechnet sich das bei vielen kleinen Beträgen schnell durch. POSSUM16 G2DS und POSSUM10 mit Abholnummer-Funktion, integriertes Kundendisplay, persönliche Einrichtung und Schulung durch Heimpel-Partner. Die Heimpel-Lieferando-Übersicht deckt Lieferando, Uber Eats und Wolt ab, die native POSSUM-Integration kommt 2026.
POSSUM
POSSUM liefert eine gestaffelte Transaktionsgebühr (0,65 Prozent im SILVER-Paket ab 10.000 € Kartenumsatz, 0,59 Prozent ab 25.000 €), Abholnummer-Funktion für die Mittagsschlange und integrierten Küchenbon-Druck. Persönliche Einrichtung vor Ort, deutscher 365-Tage-Support. Ideal für Döner-Imbisse mit 10.000 €+ Kartenumsatz im Monat.
Platz 3: Speedy. Der günstigste Einstieg. 19 €/Monat Software, Sunmi-Hardware ab 300 €, kompakt genug für den kleinsten Kiosk. Passend für Pommesbuden, Mini-Imbisse und Kioske, die auf maximal 30 Artikel kommen und weder Reservierung noch komplexe Modifikatoren brauchen.
speedy kasse
Speedy läuft auf Sunmi-Hardware (robust, fettfest) und startet bei 19 €/Monat Software. Ideal für Pommesbuden, Kioske und kleine Imbisse mit überschaubarem Sortiment. Schnelle Bedienoberfläche, einfache Einarbeitung.
Tillhub taucht in der Detailbewertung weiter unten auf. Grund: Tillhub ist stark, wenn dein Imbiss gleichzeitig Snacks, Getränke oder Convenience verkauft (Asia-Imbiss mit Kühlschrank-Softdrinks, Bubble-Tea-Stand, Kiosk mit Mittagsgeschäft). Für den reinen Döner-Imbiss sind ready2order und POSSUM die besser passenden Systeme.
Die 5 Anbieter im Detail (Stand 2026)
Hier bekommst du zu jedem der fünf relevanten Systeme die Fakten, die du für die Entscheidung brauchst. Alle Preise sind Stand April 2026, direkt von den Anbieter-Webseiten recherchiert.
Deutsches All-in-One-System der Heimpel GmbH, Familienunternehmen mit 95 Jahren Handels-Erfahrung. Hardware und Software aus einer Hand, lokal installiert, 100 Prozent Offline-Fähigkeit. Passend für Imbisse, die auf persönlichen Service und niedrige laufende Kosten setzen. Rund 300 Bewertungen, Ø 4,85 Sterne auf ProvenExpert, die höchste Kundenzufriedenheit im Vergleich.
POSSUM16 G2DS und POSSUM10 sind kompakte Kassenterminals mit integriertem Highspeed-Bondrucker, Kundendisplay und EC-Cash-Terminal. Abholnummer-Funktion ist serienmäßig: Jeder Bon bekommt automatisch eine fortlaufende Nummer, die am Kassenbon und am Küchenbon erscheint. Für Stoßzeiten am Mittag ist das der entscheidende Vorteil.
Preise (Stand April 2026)
Für einen Imbiss mit einem POSSUM10 als Hauptkasse, integriertem Bondrucker und Kundendisplay landest du bei 39 bis 49 €/Monat Software plus etwa 999 € einmalige Hardware. Die Lieferando-Integration ist für 2026 angekündigt (Uber Eats und Wolt inklusive), Heimpel als Vertriebspartner bietet schon heute eine zentrale Plattform-Übersicht.
Vorteile
- Gestaffelte Transaktionsgebühr: 0,65 Prozent Debit ab 10.000 € Kartenumsatz (SILVER), 0,59 Prozent ab 25.000 € (GOLD)
- Abholnummer-Funktion ab Werk (Stoßzeiten)
- 100 % Offline-Fähigkeit durch lokale Datenbank
- Persönliche Einrichtung und Schulung vor Ort
- Integriertes EC-Cash-Terminal und Kundendisplay
Nachteile
- Lieferando-Integration nativ noch nicht live (2026 angekündigt)
- Hardware-Preise nur auf Anfrage
- Weniger moderne Oberfläche als iPad-basierte Systeme
- Kein reiner Einmalkauf, laufende Software-Lizenz
- Mindestservicegebühr bei SILVER (99 €) und GOLD (199 €) kann für kleinere Betriebe greifen
Für Döner-Imbisse, Pizza-Imbisse und alle Betriebe mit hohem Kartenumsatz und Mittagsstoßzeiten ist POSSUM die stärkste Option. Wer 10.000 € oder mehr Kartenumsatz im Monat macht, landet im SILVER-Paket (0,65 Prozent Debit, 99 € Mindestservicegebühr) und spart gegenüber orderbird MINI (1,75 Prozent) allein bei der Transaktionsgebühr rund 900 € pro Jahr; ab 15.000 € wächst die Jahresersparnis auf rund 2.000 €.
Österreichischer Anbieter, seit 2015 am Markt, über 16.000 Betriebe in DACH. Ready2order richtet sich an kleine bis mittlere Gastronomie und gilt als meist empfohlener Einstieg für neue Imbiss-Betreiber. Ø 4,1 Sterne aus 2.500+ Bewertungen auf Trustpilot und Capterra. Der Schnell-Bon-Modus ist ab Werk aktivierbar, die Bedienoberfläche lässt sich pro Nutzer auf Türkisch, Arabisch, Englisch und weitere Sprachen umschalten.
Preise (Stand April 2026)
Für einen klassischen Döner-Imbiss mit einer Kasse plus Küchenbon kommst du auf 75,70 €/Monat Software und TSE, plus Hardware-Investition rund 800 €. Wer den Küchenbon nicht zwingend braucht (Kasse und Küche am selben Platz), kann sich das Gastro-Paket sparen und landet bei 51,80 €/Monat.
Vorteile
- Echtes Monatsabo, monatlich kündbar
- Mehrsprachiges Interface (tr, ar, en)
- Schnelle Einarbeitung, viele Tutorials
- Schnell-Bon-Modus ab Werk aktivierbar
- Digitale Belege per QR-Code oder Mail
Nachteile
- Nur ein Drucker parallel ohne Gastro-Paket
- Lieferando-Integration nur via Deliverect-Middleware
- Cloud-TSE (bei Internetausfall eingeschränkt)
- Support-Qualität 2025 nachgelassen laut Nutzerberichten
Für Imbiss-Neugründer und Betriebe bis etwa 15 Plätze eine durchdachte Wahl. Wer mehrsprachiges Personal beschäftigt oder kein dauerhaftes Vertragsrisiko eingehen will, findet hier einen unkomplizierten Einstieg. Bei Lieferando-Schwerpunkt solltest du die Middleware-Kosten (Deliverect ca. 49 bis 99 €/Monat) mit einrechnen.
Speedy ist die Android-basierte Kassensoftware der ACRON-Kassensysteme-Gruppe. Läuft auf Sunmi-Hardware, die du für unter 450 € bekommst. Der Sunmi D3mini ist kompakt genug für den schmalsten Tresen und hat einen 58-mm-Bondrucker direkt eingebaut. Für Pommesbuden, Kioske und kleine Imbisse mit maximal 30 Artikeln ist das der günstigste sinnvolle Einstieg.
Preise (Stand April 2026)
Für einen Mini-Imbiss mit einer Kasse und integriertem Drucker liegst du bei rund 30 €/Monat Software und TSE plus 350 € einmalige Hardware. Das ist das günstigste Komplettsetup im Vergleich. Die Kehrseite: Lieferando-Integration ist aktuell nicht dokumentiert, wer das braucht, schaut sich lieber POSSUM oder ready2order an.
Vorteile
- Günstigster Einstieg unter den empfohlenen Systemen
- Robuste Sunmi-Hardware, fettfest
- Einfache Bedienoberfläche, schnelle Einarbeitung
- Stimmt-so-Taste für Trinkgeld-Handling
- Mehrsprachiges Interface verfügbar
Nachteile
- Kein dokumentierter Lieferando-Connector
- Preise nicht vollständig transparent auf Website
- Kleineres Feature-Set als POSSUM oder ready2order
- Support-Qualität abhängig vom Handler
Für Pommesbuden, Kioske mit Mittagsgeschäft und kleine Döner-Läden mit einfachem Sortiment rechnet sich Speedy am schnellsten. Wer unter 5.000 € Monatsumsatz liegt und kein Lieferando nutzt, bekommt hier das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
Deutsches Unternehmen, iPad-basiertes Kassensystem mit starkem Retail-Fokus. Für klassische Döner-Imbisse nicht die erste Wahl, aber eine sehr gute Option für hybride Betriebe: Asia-Imbiss mit Convenience-Verkauf (Süßigkeiten, Softdrinks, asiatische Spezialitäten), Bubble-Tea-Stände mit Snack-Regal, Kioske mit Mittagsgeschäft. Mehrsprachiges Interface (primär Englisch mit lokalen Anpassungen), Filialmanagement für Imbiss-Ketten.
Preise (Stand April 2026)
Die Einstiegskosten sind niedrig, wenn du schon iPads in deinem Betrieb hast. Für neue Hardware plane 400 bis 600 € für iPad plus Bondrucker. Tillhub punktet bei Mischbetrieben, wo der klassische Imbiss-Verkauf mit Retail-Verkauf kombiniert ist.
Vorteile
- iPad-basiert, bestehende Hardware nutzbar
- Retail-Funktionen für Convenience-Verkauf
- Filialmanagement für Imbiss-Ketten
- Mehrsprachiges Interface
- Moderne, aufgeräumte Oberfläche
Nachteile
- Weniger Imbiss-spezifische Features als POSSUM oder ready2order
- Küchenbon im Standard nicht verfügbar, ggf. Zusatzmodul
- Preise größtenteils auf Anfrage
- Lieferando-Integration nicht dokumentiert
Für Asia-Imbisse mit Snack-Verkauf, Bubble-Tea-Stände, Kioske und hybride Konzepte ist Tillhub eine ernsthafte Option. Für den reinen Döner-Imbiss sind POSSUM und ready2order die besser passenden Systeme.
Deutscher Anbieter, seit 2014 am Markt, gehört zur ANKER-Kassensysteme-Gruppe. Dedizierte Imbiss-Landingpage, Ø 4,5 Sterne aus 184 Google-Reviews. Mit LocaFox MOVE gibt es seit 2025 eine mobile Variante, für den Imbiss stationär interessant ist die LocaFox ONE. Die Stärke von LocaFox liegt in der Warenwirtschaft: Lagerbestände, Produktgruppen, DATEV-Export, Filialsteuerung. Für Imbisse mit Einkaufsplanung (etwa Pizzeria-Imbisse mit Tiefkühl-Teig) ein Pluspunkt.
Preise (Stand April 2026)
Für einen Imbiss mit Warenwirtschafts-Bedarf liegst du beim Medium-Tarif bei 79 €/Monat plus 699 € Hardware. Das ist teurer als POSSUM oder ready2order ohne Warenwirtschaft, aber günstiger als vergleichbare Module bei Gastronovi.
Vorteile
- Warenwirtschaft integriert (Lagerbestände, Produktgruppen)
- DATEV-Export für einfache Buchführung
- Filialsteuerung für mehrere Standorte
- Lange Supportzeiten Mo bis Sa, 7 bis 23 Uhr
- ANKER-Gruppe als starker Markenrücken
Nachteile
- Höherer Preis als POSSUM oder ready2order ohne Warenwirtschaft
- Lieferando-Integration nicht dokumentiert
- Für einfache Imbisse mehr Featureset als nötig
- Imbiss-spezifische Funktionen wie Abholnummer nicht ausgewiesen
Interessant für Imbisse, die ihre Lagerbestände ans Kassensystem koppeln wollen oder mehrere Standorte betreiben. Für den einfachen Döner- oder Pommesbuden-Betrieb ist der Featureset-Umfang größer als nötig.
Weitere Systeme zur Einordnung
orderbird MINI: Ab 22 €/Monat im Jahrestarif, 399 € Hardware einmalig, Hardware-TSE integriert. Gut geeignet für Kiosk-Betriebe und kleine Imbisse. Haken: 1,75 Prozent Transaktionsgebühr, die höchste im Vergleich. Bei 10.000 € Kartenumsatz im Monat sind das 2.048 € im Jahr, rund 860 € mehr als bei POSSUM SILVER (99 € Mindestservicegebühr). Für höhere Kartenumsätze darum nicht zu empfehlen.
QUORION: Klassischer deutscher Anbieter, bezeichnet sich selbst als „Bestes Kassensystem für Imbiss und Fast Food“. Küchenmonitore, Menüs, robuste Hardware, lüfterlos. Stärken liegen in der Verlässlichkeit und langjährigen Praxiserprobung. Schwäche ist die weniger moderne Oberfläche. Gute Wahl für Imbisse, die auf traditionelle Hardware setzen und keinen Cloud-Betrieb wollen.
TouchPOS: Android- und PC-Kassen, robust gebaut, lüfterlos, Checkout-Waage für gewichtsbasierten Verkauf. Passt zu Imbissen mit gewichtsabhängigem Verkauf (Asia-Box nach Gewicht, Süßigkeiten aus der Box).
Duratec: Interner WLAN-Betrieb, internet-unabhängig, Kundenkarten und Renner-Listen. Für Imbisse mit Stammkundenprogramm und schwacher Internetanbindung.
Lightspeed: Ab 89 €/Monat ohne Add-ons, komplexe Restaurant-Funktionen, OpenTable-Integration. Für den klassischen Imbiss schlicht Overkill. Wer einen Gastronomie-Betrieb mit Sitzplätzen, Tischbedienung und Reservierung führt, schaut sich Lightspeed an, aber nicht für den reinen Theken-Imbiss.
Was kostet ein Kassensystem für einen Imbiss wirklich?
Die reine Softwaremiete ist nur ein Teil der Rechnung. Realistisch zahlst du pro Monat Software, TSE, Hardware (verteilt über die Nutzungsdauer) und Transaktionsgebühren bei Kartenzahlung. Letztere werden in vielen Vergleichen ignoriert, sind aber für einen Imbiss mit hohem Kleinbetrag-Kartenumsatz der größte Kostenblock.
Annahme für unsere Rechnung
10 bis 15 Plätze, Theke plus Stehtische, 15.000 € Monatsumsatz, davon 65 Prozent Kartenzahlung (9.750 € Kartenumsatz). Ein Setup mit einer Hauptkasse, einem Küchenbondrucker, einem Kartenleser und TSE.
Szenario A: Budget mit Speedy
| Position | Kosten |
|---|---|
| Software Speedy | 19 bis 29 €/Monat |
| TSE (Cloud) | 10 bis 15 €/Monat |
| Sunmi D3mini (Kasse mit Drucker) | ca. 350 € einmalig |
| Externer Küchenbondrucker | ca. 150 € einmalig |
| SumUp Air (Kartenleser) | 25 € einmalig |
| Transaktionsgebühr 1,39 % auf 9.750 € | 135,53 €/Monat |
| Summe 1. Jahr | ca. 2.601 € |
Szenario B: Mittelklasse mit ready2order
| Position | Kosten |
|---|---|
| Basis + TSE + Gastro-Paket | 75,70 €/Monat |
| Hardware readyTab | 649 € einmalig |
| Küchenbondrucker Epson TM-T88 | ca. 200 € einmalig |
| Kartenterminal (readyPay integriert) | im Abo enthalten |
| Transaktionsgebühr 1,23 % auf 9.750 € | 119,93 €/Monat |
| Summe 1. Jahr | ca. 3.197 € |
Szenario C: Premium mit POSSUM
| Position | Kosten |
|---|---|
| POSSUM10 Software-Lizenz | 39 €/Monat (Jahresabo) oder 49 €/Monat (Monatsabo) |
| POSSUM10 Hardware (inkl. TSE + Einrichtung) | 999 € einmalig |
| Externer Küchenbondrucker (optional) | ca. 200 € einmalig |
| TSE | in Hardware integriert, kein Aufpreis |
| Transaktionsgebühr POSSUM SILVER (Mindestservicegebühr greift) | 99,00 €/Monat |
| Summe 1. Jahr | ca. 3.416 € |
Transaktionsgebühren: der unterschätzte Kostenfaktor im Imbiss
Schau dir die reinen Kartengebühren im direkten Vergleich an, bei identischem Kartenumsatz von 9.750 € pro Monat:
- POSSUM SILVER (0,65 %, Mindestservicegebühr 99 €): 99,00 €/Monat = 1.188 €/Jahr
- ready2order (1,23 %): 119,93 €/Monat = 1.439 €/Jahr
- SumUp Air (1,39 %): 135,53 €/Monat = 1.627 €/Jahr
- orderbird MINI (1,75 %): 170,63 €/Monat = 2.048 €/Jahr
Die Differenz zwischen POSSUM SILVER und orderbird MINI liegt bei rund 860 € pro Jahr, allein durch die Transaktionsgebühr. Bei 15.000 € Kartenumsatz wächst die Jahresersparnis auf rund 1.960 €. Bei einem Imbiss, der viele 4,50-€-Döner oder 2,80-€-Pommes per Karte kassiert, zählt jeder Cent Gebühr.
Faustregel: Ab 8.000 € Kartenumsatz pro Monat wird die Transaktionsgebühr zum größten laufenden Kostenblock, größer als die Softwaremiete. Wer mit 9.000 bis 12.000 € Kartenumsatz lebt, fährt im POSSUM SILVER-Paket (99 € Mindestservicegebühr) trotz höherer Hardware-Investition wirtschaftlich.
Checkliste: Das muss dein Imbiss-Kassensystem können
Das muss dein Imbiss-Kassensystem können
Nimm diese Liste mit zum nächsten Demo-Termin. Wenn der Anbieter bei mehr als zwei Punkten zögert oder Aufpreise nennt, die du nicht kennst, such weiter.
- Schnellverkaufs-Bildschirm mit mindestens 20 Bestseller-Buttons direkt auf der Startseite
- Bestellung in unter zehn Sekunden vom Antippen bis zur Quittung
- Vordefinierte Modifikatoren (Saucen – Zubereitung, Beilagen) mit Preis-Optionen
- Zwei Drucker parallel ansteuerbar (Kassenbon für Kunden, Küchenbon für Koch)
- Abholnummer automatisch auf Kassen- und Küchenbon
- Mehrsprachiges Interface für dein Personal (Türkisch, Arabisch, Englisch)
- PIN-basierter Nutzerwechsel ohne Logout/Login-Vorgang
- Lieferando- – Uber-Eats- oder Wolt-Integration, wenn du Liefergeschäft machst
- Kartenzahlungsgebühr unter 1 – 0 Prozent bei hohem Kartenumsatz
- Lüfterlose – fettfeste Hardware oder abwischbare Displayoberfläche
- Offline-Modus mit automatischer Synchronisation – wenn das Netz zurück ist
- TSE integriert oder als transparent bepreistes Zusatzmodul
Regulatorik 2026: Steuer-Entlastung für Imbisse
Ab dem 01.01.2026 gilt für alle Speisen in der Gastronomie einheitlich 7 Prozent Mehrwertsteuer, egal ob Vor-Ort-Verzehr oder zum Mitnehmen. Für Imbisse ist das die größte steuerliche Entlastung seit zehn Jahren. Warum? Bis 2025 galten für Speisen zwei Sätze parallel: 7 Prozent für To-go (Mitnehm-Speisen) und 19 Prozent für Vor-Ort-Verzehr. Ein Imbiss mit Stehtischen, Tresen oder Bierbänken stand täglich vor der Frage, welcher Satz greift. Damit ist ab Januar 2026 Schluss.
Rechenbeispiel: Was dir die Vereinheitlichung bringt
Döner-Teller Vor-Ort, 10 € brutto:
- Früher (19 %): 10 € durch 1,19 = 8,40 € netto, 1,60 € MwSt
- Jetzt (7 %): 10 € durch 1,07 = 9,35 € netto, 0,65 € MwSt
- Unterschied: 0,95 € weniger Steuerlast pro Vor-Ort-Teller
Bei 100 Vor-Ort-Tellern pro Tag macht das 95 € zusätzliche Netto-Marge oder, bei gleichem Netto, 95 € günstigeren Verkaufspreis pro Tag. Auf ein Jahr gerechnet (300 Öffnungstage): etwa 28.500 € mehr Spielraum. Je nach Anteil Vor-Ort-Verzehr kann der Effekt in beide Richtungen genutzt werden, höhere Marge oder günstigere Preise.
Handlungsbedarf für dein Kassensystem
Cloud-Systeme wie ready2order, Gastronovi und Tillhub haben die Umstellung im Standard-Update eingespielt. Bei POSSUM läuft das Update über den Heimpel-Partner. Bei älteren stationären Systemen (QUORION, Duratec, alte Registrierkassen) musst du den Steuersatz manuell anpassen. Prüf bis Ende April 2026: Ist bei allen Speisen wirklich 7 Prozent hinterlegt? Ein falscher Steuersatz führt zur Haftung, im Extremfall zur Schätzung durch das Finanzamt.
TSE-Pflicht und Cloud- vs. Hardware-TSE
Alle elektronischen Kassensysteme brauchen seit 2020 eine zertifizierte TSE nach Paragraf 146a AO. Zwei Varianten: Hardware-TSE (lokales Modul mit 5-Jahres-Zertifikat, bei POSSUM und orderbird integriert) oder Cloud-TSE (monatliche Gebühr, bei ready2order 15,90 €). Für Imbisse mit stabiler DSL- oder Kabelanbindung ist Cloud-TSE ausreichend. Wer häufig Internetausfälle hat, fährt mit Hardware-TSE besser.
Wichtig 2025/2026: Die TSE-Zertifikate der ersten Generation (ausgestellt 2020) laufen planmäßig 2025 aus. Wer damals gekauft hat, muss austauschen oder verlängern. Prüf das drei Monate vor Ablauf.
Kassenmeldepflicht und Belegausgabepflicht
Seit 01.07.2025 gilt die Meldepflicht nach Paragraf 146a Abs. 4 AO. Jede Kasse muss über ELSTER oder ERiC beim Finanzamt gemeldet werden. Kassen ab 01.07.2025 innerhalb eines Monats nach Anschaffung, ältere Kassen mussten bis 31.07.2025 nachgemeldet werden. Wer das noch nicht erledigt hat: sofort nachholen, Bußgelder bis 25.000 € sind möglich.
Die Belegausgabepflicht gilt unverändert: Jeder Kassiervorgang muss zu einem Beleg führen, der dem Kunden aktiv angeboten wird. Auch bei 4,50 € Döner. Digitaler Bon per QR-Code oder E-Mail ist erlaubt und im Imbiss-Alltag praktisch.
Registrierkassenpflicht ab 2027 (geplant)
Laut Koalitionsvertrag 2025 kommt ab 01.01.2027 voraussichtlich eine allgemeine Registrierkassenpflicht für Betriebe ab 100.000 € Jahresumsatz. Der Gesetzentwurf wird im Lauf von 2026 erwartet. Praktische Konsequenz: Wer noch mit handgeschriebenen Bons arbeitet und über der Umsatzgrenze liegt, sollte jetzt umstellen, nicht auf 2027 warten.
Häufige Fragen zum Imbiss-Kassensystem
Welches Kassensystem ist für einen kleinen Imbiss empfehlenswert?
Für Pommesbuden, Kioske und kleine Imbisse mit maximal 30 Artikeln ist Speedy die erste Wahl: 19 €/Monat Software plus rund 350 € Hardware (Sunmi D3mini mit Drucker). Wer mehrsprachiges Personal hat oder auf monatliche Kündbarkeit setzt, fährt mit ready2order (ab 51,80 €/Monat) besser. Bei mehr als 8.000 € Kartenumsatz pro Monat lohnt sich POSSUM (39 bis 49 €/Monat plus am Umsatz gestaffelte Transaktionsgebühr von 0,79 bis 0,59 Prozent Debit) trotz höherer Anfangsinvestition.
Wie viel kostet ein Kassensystem für einen Imbiss im Jahr?
Für einen typischen Imbiss mit 15.000 € Monatsumsatz und 65 Prozent Kartenzahlung liegen die Gesamtkosten im ersten Jahr zwischen 2.600 € (Speedy-Budget-Setup) und 3.200 € (ready2order-Mittelklasse). POSSUM kommt auf etwa 3.400 €, inklusive 99 € Mindestservicegebühr für das SILVER-Paket bei 9.750 € Kartenumsatz. Ab Jahr zwei fallen die Hardware-Kosten weg, dann reduziert sich das Ganze auf Software, TSE und Kartengebühren.
Welches Kassensystem ist am besten für einen Döner-Imbiss?
POSSUM ist für klassische Döner-Imbisse die stärkste Option: Abholnummer-Funktion für die Mittagsschlange, integrierter Küchenbon-Druck, gestaffelte Transaktionsgebühr (0,65 bis 0,59 Prozent Debit ab 10.000 € Kartenumsatz) bei vielen Kleinbetrag-Kartenzahlungen, persönliche Einrichtung durch Heimpel-Partner. Ready2order ist die Alternative für Betreiber, die mehrsprachiges Personal haben und auf monatliche Kündbarkeit setzen.
Gibt es eine Lieferando-Integration im Kassensystem?
POSSUM hat für 2026 eine native Lieferando-, Uber-Eats- und Wolt-Integration angekündigt, noch nicht live. Heimpel bietet als POSSUM-Partner schon heute eine zentrale Plattform-Übersicht. Ready2order und orderbird arbeiten über Middleware-Dienste wie Deliverect (49 bis 99 €/Monat zusätzlich). Wer Lieferando als Hauptumsatz hat, sollte spezialisierte Lieferservice-Kassen wie WinOrder oder SmartKasse24 prüfen, beide bieten native Plattform-Anbindung.
Ist mein Kassensystem auch mehrsprachig bedienbar?
Ready2order, Tillhub und Speedy bieten mehrsprachige Interfaces (Türkisch, Arabisch, Englisch und weitere Sprachen) pro Nutzer umschaltbar. POSSUM bietet Mehrsprachigkeit je nach Heimpel-Partner-Konfiguration. Wichtig: Die Interface-Sprache (für Personal) ist unabhängig von der Bon-Sprache. Der Kassenbon bleibt auf Deutsch, damit er gesetzlich sauber ist, nur die Bedienoberfläche wird in der Personal-Sprache angezeigt.
Was ändert sich 2026 steuerlich für Imbisse?
Ab 01.01.2026 gilt einheitlich 7 Prozent Mehrwertsteuer für alle Speisen, egal ob Vor-Ort oder To-go. Bis 2025 galten 19 Prozent für Vor-Ort-Verzehr und 7 Prozent für Mitnehm-Speisen. Konkret: Bei einem 10-€-Döner Vor-Ort sparst du 0,95 € Steuerlast pro Teller. Bei 100 Vor-Ort-Tellern am Tag macht das 95 €/Tag zusätzliche Netto-Marge. Dein Kassensystem muss entsprechend umgestellt sein, Cloud-Systeme machen das automatisch, bei älteren Registrierkassen musst du manuell anpassen.
Muss ich mein Imbiss-Kassensystem beim Finanzamt melden?
Ja. Seit 01.07.2025 gilt die Kassenmeldepflicht nach Paragraf 146a Abs. 4 AO. Kassen, die du nach dem 01.07.2025 anschaffst, musst du innerhalb eines Monats über ELSTER oder ERiC melden. Ältere Kassen mussten bis zum 31.07.2025 nachgemeldet werden. Wer das noch nicht erledigt hat, sollte sofort handeln. Bußgelder sind bis zu 25.000 € möglich. Dein Kassenanbieter oder Steuerberater hilft bei der Meldung.
Kann ich ein Kassensystem für Imbiss und Foodtruck kombinieren?
Prinzipiell ja, aber die Anforderungen sind unterschiedlich. Ein stationärer Imbiss profitiert von kompakter Hardware, schnellem Küchenbon-Druck und hoher Durchsatzleistung. Ein Foodtruck braucht mobiles Setup, Akku-Betrieb und Offline-Fähigkeit auf Festivals. POSSUM und ready2order decken beide Szenarien ab. Wenn du sowohl stationär als auch mobil arbeitest, schau dir unseren Ratgeber Kassensystem für Foodtruck an, dort geht es um die mobilspezifischen Anforderungen.
Fazit und nächster Schritt
Drei Empfehlungen, je nach Imbiss-Profil.
Wenn du eine kleine Pommesbude, einen Kiosk oder einen Mini-Imbiss mit wenigen Artikeln und unter 5.000 € Monatsumsatz betreibst: Speedy. 19 €/Monat Software, Sunmi-Hardware für rund 350 €, schnelle Einarbeitung, robust genug für den Imbiss-Alltag. Lieferando nicht nötig, hoher Kartenumsatz nicht gegeben, dafür ist das Preis-Leistungs-Verhältnis ungeschlagen.
Wenn du einen klassischen Döner-Imbiss, einen Pizza-Imbiss oder eine Currywurst-Bude mit Mittagsschlange, hohem Kartenumsatz und persönlichem Service betreibst: POSSUM. Die Abholnummer-Funktion bringt dir an jedem Samstagmittag Ordnung in die Schlange, das POSSUM-Staffelmodell (SILVER ab 10.000 € Kartenumsatz mit 0,65 Prozent Debit, GOLD ab 25.000 € mit 0,59 Prozent) spart gegenüber orderbird MINI je nach Volumen 900 bis 2.000 € im Jahr, und die Heimpel-Partner kommen zur Einrichtung vor Ort. Plus die Steuerumstellung 2026 kommt über das Standard-Update automatisch an.
Wenn du einen Asia-Imbiss mit Convenience-Verkauf, einen Bubble-Tea-Stand, eine kleine Imbiss-Kette oder einen Kiosk mit Mittagsgeschäft führst: Tillhub oder ready2order. Tillhub punktet bei Retail-Hybriden mit Kühlschrank-Getränken und Snack-Regal, ready2order bei mehrsprachigem Personal und Bedarf nach monatlicher Kündbarkeit.
Wenn Lieferando, Uber Eats oder Wolt dein Hauptumsatz ist, rechne die Middleware-Kosten (Deliverect 49 bis 99 €/Monat) ein oder schau dir spezialisierte Lieferservice-Kassen wie WinOrder und SmartKasse24 an. Die POSSUM-native Integration kommt 2026, Heimpel bietet schon heute eine Partner-Übersichtslösung.
Den vollständigen Überblick über alle Gastro-Kassensysteme, inklusive Restaurant-, Foodtruck-, Café- und Bar-Spezialthemen, findest du in unserem Gastronomie-Kassensysteme im Überblick. Dort vergleichst du alle Anbieter direkt und lässt dir Konditionen an deine Situation anpassen.
Andere Gastro-Betriebstypen im Vergleich
Jeder Gastro-Betrieb hat seine eigenen Anforderungen. Hier findest du die spezialisierten Vergleiche für die anderen Betriebstypen:
- Kassensystem Restaurant
- Kassensystem Café
- Kassensystem Foodtruck
- Kassensystem Bar
- Kassensystem Bäckerei
Den Gesamtüberblick mit allen Anbietern und Kosten-Szenarien findest du im Gastronomie-Hub.
Welcher Anbieter passt zu dir?
Lies den Testbericht oder teste den Anbieter direkt.