ready2order für Gastronomie: Test und Erfahrungen (2026)
Von:
Christian Jansen
Letztes Update 30.04.2026
Du erwägst ready2order für deinen Gastro-Betrieb und fragst dich, ob das System wirklich zu dir passt. Die Werbung verspricht „100 Prozent rechtssicher, Einrichtung ohne Training, monatlich kündbar“, und in den Top-Ten-Listen der Vergleichsportale taucht ready2order bei Gastronomie-Kassen fast immer in den oberen Rängen auf. Nur: Was heißt das konkret für ein Restaurant mit 40 Plätzen, einen Foodtruck auf dem Wochenmarkt oder ein Café mit Außenterrasse?
Dieser Artikel ergänzt unseren Gastronomie-Kassensysteme-Überblick. Hier geht es um ready2order selbst, nicht um die Frage „welcher Anbieter generell“. Du bekommst die Produktpalette, die Gastro-Features im Detail, eine ehrliche Einschätzung welche Betriebstypen passen und welche nicht, zwei konkrete Kostenrechnungen und die Schwächen, die in Marketing-Texten typischerweise fehlen.
Keine Werbesprache, keine ausgedachten Sterne-Noten. Wenn die Ein-Drucker-Limitierung für dein Restaurant ein Problem ist, steht das hier drin. Wenn der Support laut 2025er Bewertungen nachgelassen hat, auch. Danach weißt du, ob ready2order dein System ist oder ob du dir POSSUM, Gastronovi oder Lightspeed genauer anschauen solltest.
Das Unternehmen ready2order
ready2order ist eine österreichische GmbH mit Sitz in Wien. Gegründet 2015, mittlerweile über 16.000 aktive Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Schwerpunkt liegt bei kleinen und mittleren Betrieben in Gastronomie und Einzelhandel. Großkonzerne oder komplexe Hotelgastronomie sind nicht die Zielgruppe.
Das Bewertungsbild zieht sich über mehrere Plattformen hinweg auf ähnlichem Niveau. Auf ProvenExpert zählt ready2order nach eigenen Angaben 2.322 Bewertungen (Stand April 2026), auf Trustpilot bewegt sich der Score um 4,3 Sterne, auf kassensystemevergleich.de liegt die Gesamtnote bei 4,2 von 5 Sternen aus 117 Bewertungen. BizGuide24 vergibt einen Expert Score von 9,2 von 10 Punkten, mit Hardware als stärkstem Einzelbereich.
Die Positionierung im Markt lässt sich in einem Satz fassen: ready2order ist der Preis-Leistungs-Anbieter für kleine Gastro- und Handelsbetriebe, die schnell live gehen wollen und kein mehrjähriges Implementierungsprojekt brauchen. Der Slogan auf der Gastronomie-Landingpage lautet „Schneller bei der Kasse“, was das Selbstverständnis des Unternehmens treffend beschreibt. Zwischen SumUp (Einstieg, aber wenig Gastro-Features) und Lightspeed (Premium, teuer) ist ready2order das Mittelfeld mit echtem Gastro-Paket.
Was die Rechtslage und TSE-Konformität angeht, sitzt das Unternehmen in Wien, bedient aber den deutschen Markt vollständig mit KassenSichV-konformen Lösungen. Cloud-TSE mit BSI-zertifizierter Signaturerstellung ist Standard, DSFinV-K-Export ist dabei, österreichische RKSV-Konformität ebenso.
Produktportfolio: Hardware und Software
ready2order liefert Hardware und Software aus einer Hand, aber du bist nicht auf die eigene Hardware festgelegt. Das System läuft auf iOS, Android, Windows und im Browser. Du kannst eigene iPads oder Android-Tablets nutzen und nur das Software-Abo abschließen. Wer ein komplettes Paket will, wählt aus der ready2order-Hardwarepalette.
Hardware-Optionen im Überblick
| Gerät | Preis einmalig | Ideal für |
|---|---|---|
| readyMini | 279 € | Sehr kleine Theken, Nebenkasse |
| readyGo (Handheld mit SIM, Drucker, Kartenleser, 8h Akku) | 369 € | Funkbonierung am Tisch, Foodtruck, mobiler Service |
| readyTab (Tablet-Variante, großes Display) | 649 € | Thekenstation mit vielen Produktkategorien |
| readyMax 2 (All-in-One-Theke, integrierter Drucker) | 1.199 € | Hauptkasse in Restaurant oder Café |
| Epson TM-m30III (externer WLAN-Bondrucker, 80 mm) | ca. 369 € | Küchen- oder Bartheken-Drucker |
| Kundendisplay (separat) | auf Anfrage | Theken mit Kassentransparenz für Gäste |
Eine Leasing- oder Mietoption für Hardware wirbt ready2order nicht prominent. Wer die Hardware nicht in einem Zug kaufen will, kann sie über Drittanbieter finanzieren und die Software als reines Monatsabo laufen lassen. Das ist eine sinnvolle Kombination, weil du damit das Risiko beim Software-Abo komplett wegnimmst (monatlich kündbar) und die Hardware über 24 bis 36 Monate streckst.
Software-Tarife (Stand April 2026)
Die Preislogik ist modular. Du zahlst ein Basis-Abo plus Zusatzpakete für Gastro, TSE, Kassenbuch und digitalen Beleg.
| Modul | Preis monatlich | Preis jährlich | Enthalten |
|---|---|---|---|
| Basis-Abo (1 Gerät) | 35,90 € | 430,80 € | Artikel- und Kategorieverwaltung, Berichte, Mitarbeiter-Verwaltung, Kundenverwaltung, Basisabrechnung |
| Gastro-Paket | +23,90 € | +286,80 € | Tischplan, Funkbonierung, Gangsteuerung, Happy Hour, Take-Away-Knopf, Split-Zahlung, Bewirtungsbeleg, Beilagen, Trinkgeldrechner |
| Cloud-TSE | +15,90 € | +190,80 € | TSE-Lizenz für unbegrenzte Geräte im Betrieb |
| Digitales Kassenbuch | +13,90 € | +166,80 € | GoBD-konformes Kassenbuch |
| Digitaler Beleg (eBon) | +7,90 € | +94,80 € | QR-Code-Bon per E-Mail oder App |
| Aktivierungsgebühr | einmalig 99 € pro Kassengerät | ||
Das Gastro-Grundsetup für eine Kasse mit Tischverwaltung und TSE liegt bei 35,90 + 23,90 + 15,90 = 75,70 €/Monat. Monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit. Im Jahresabo sparst du etwa einen Monat, dafür ist die Kündigungsfrist einen Monat zum Jahresende.
Zahlungsintegration
Drei Wege, Kartenzahlungen abzuwickeln. Der integrierte Weg ist ready2order Pay (auch readyPay genannt), eigene Akzeptanz mit 1,23 Prozent pro Transaktion und direkter Integration ins Kassensystem. Apple Pay und Google Pay sind unterstützt. Alternative eins: SumUp Air oder SumUp Solo als Stand-alone-Option mit 1,39 Prozent. Alternative zwei: ein externes Kartenterminal eines beliebigen Anbieters, angebunden via Bluetooth oder Kabel. Gebühren dann je nach Vertrag.
Die 1,23 Prozent sind nicht die günstigste Option am Markt. POSSUM rechnet gestaffelt und liegt bei 24.000 € Kartenumsatz pro Monat im SILVER-Paket rund 139 € unter ready2order Pay, über ein Jahr also rund 1.670 €. Ab 25.000 € greift GOLD, der Abstand wächst weiter. Dazu mehr bei den Kostenszenarien weiter unten.
Gastro-Features im Detail
Das Gastro-Paket kostet 23,90 €/Monat zusätzlich zum Basis-Abo. Damit schaltest du alle Features frei, die ein Restaurant, Café oder Imbiss mit Tischservice braucht. Hier geht es um die praktischen Stärken und die wichtigste Schwäche.
Tischplan und Tischverwaltung
Du legst Bereiche frei an. Innenraum, Terrasse, Sommergarten, Bar, Privatraum. Tische bekommen Nummern oder Namen, du verschiebst sie per Drag-and-Drop. Mehrere Kellner können gleichzeitig an demselben Tisch arbeiten, das ist wichtig an einem vollen Samstagabend. Temporäre Tische für spontane Platzierungen (Gast sitzt auf der Couch, während Tisch 12 abgeräumt wird) sind möglich. Eine Bestell-Alarmfunktion meldet, wenn ein Tisch ungewöhnlich lange ohne neuen Bon hängt.
Funkbonierung

Dein Kellner nimmt die Bestellung am Tisch auf einem readyGo, eigenem iPad oder Android-Tablet auf. Der Bon läuft per WLAN direkt an den Küchen- oder Bardrucker. Keine Laufwege, keine verlorenen Zettel, keine Rückfragen. Das funktioniert in der Praxis gut, solange dein WLAN stabil ist. In Altbauten mit dicken Wänden und schwacher Netzabdeckung brauchst du entweder zusätzliche Access Points oder du steigst auf readyGo-Geräte mit integrierter SIM-Karte um. Die LTE-Verbindung ist dann unabhängig vom WLAN.
Die Drucker-Limitierung, die du kennen musst
Jetzt zur wichtigsten strukturellen Schwäche von ready2order. Das System unterstützt nur einen aktiven Bondrucker gleichzeitig. Ein Küchenbondrucker und ein separater Bardrucker parallel ansteuern, wie es bei größeren Restaurants Standard ist: geht nicht nativ. Wer Küche UND Bar getrennt bespielen will, braucht einen Workaround (beide Bons auf einem Drucker, manuelle Sortierung) oder muss auf ein anderes System wechseln. In Nutzer-Bewertungen taucht das Thema regelmäßig auf, etwa als „two kitchens but cannot print order receipts to two printers simultaneously“ auf Trustpilot.
Für Imbisse, Cafés, kleine Restaurants mit einer Küche und ohne eigenen Bar-Bereich ist das irrelevant. Für größere Restaurants ab 50 Plätzen mit getrennter Küche und Bar wird es zum echten Problem.
Gangsteuerung
Vorspeise, Hauptgang, Dessert werden am Tisch zusammen boniert, aber getrennt abgerufen. Die Küche druckt den Hauptgang erst, wenn der Kellner das Signal gibt („Kurring“). So vermeidest du, dass alles auf einmal anrichtet. Wichtig: ready2order hat kein vollwertiges KDS (Kitchen Display System). Du arbeitest mit Bondruckern, nicht mit einem Touchscreen-Monitor in der Küche. Für kleine und mittlere Restaurants reicht das. Wer einen Monitor mit Queue-Management und Bumpbars will, schaut bei Gastronovi (KDS im Grundpreis) oder Lightspeed (KDS als Add-on).
Sonderwünsche und Modifikatoren
Freitextkommentare wie „ohne Zwiebeln“ gehen direkt auf den Küchenbon. Vordefinierte Beilagenlisten sparen Tipparbeit. Das Beilagen-Management ist Teil des Gastro-Pakets, du richtest einmal Standardbeilagen für Hauptgerichte ein und wählst beim Bonieren nur noch aus.
Split-Zahlung

Vier Gäste am Tisch, jeder zahlt einzeln. Oder zwei Pärchen zahlen jeweils zusammen. Oder einer übernimmt die komplette Rechnung bis auf das Dessert. Alles in wenigen Klicks. Frei definierbare Beträge sind möglich („geb mir mal 15 Euro von dieser Rechnung einzeln aus“).
Mehrsprachigkeit
Die Bedienoberfläche gibt es auf Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch und weiteren Sprachen. Jeder Mitarbeiter wählt seine eigene Sprache. Die Bons für den Gast bleiben Deutsch, das ist steuerlich sauber. Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht in der Praxis aber einen Unterschied. Für einen Döner-Imbiss mit türkisch-stämmigem Personal, ein arabisches Restaurant oder einen Mischbetrieb mit internationaler Belegschaft kann das den Ausschlag geben. Von den etablierten Gastro-POS-Anbietern im DACH-Raum bieten die wenigsten Türkisch und Arabisch ohne zusätzliche Konfiguration.
Lieferando-Integration
Lieferando-Bestellungen laufen nicht direkt in ready2order. Die Integration läuft über Deliverect, einen Middleware-Dienst, der Lieferando, Uber Eats, Wolt und weitere Plattformen an Kassensysteme anbindet. Kosten: etwa 49 bis 99 €/Monat zusätzlich. Wer wenig Lieferando-Geschäft hat, kann die Bestellungen auch manuell ins System tippen. Wer viel Liefergeschäft hat, braucht Deliverect, sonst geht zu viel Zeit in manuelle Doppelerfassung.
Trinkgeld und Take-Away
Digitale Trinkgeld-Abfrage am Kartenleser (bei readyPay integriert), flexibel einstellbar als Prozentsatz oder Fixbetrag. Steuerlich korrekt als Trinkgeld ausgewiesen, nicht als Umsatz. Take-Away-Knopf für den 7-Prozent-Steuersatz mit einem Klick. Beides Teil des Gastro-Pakets, beides in der Praxis ohne nennenswerte Stolperfallen.
ready2order
Für welchen Gastro-Betrieb passt ready2order?
Der wichtigste Abschnitt für deine Entscheidung. ready2order ist kein Universalsystem, das für jede Gastronomie passt. Je nach Betriebstyp, Größe und Anspruch gibt es klare Empfehlungen, bedingte Empfehlungen und Fälle, wo du lieber einen anderen Anbieter nimmst.
Sehr gut geeignet
Restaurants bis 50 Plätze mit einer Küche. Tischverwaltung, Funkbonierung, Gangsteuerung, Split-Zahlung, alles im Gastro-Paket. Setup in zwei bis vier Stunden möglich, Onboarding ohne Techniker-Besuch. Das monatlich kündbare Abo ist bei Neu-Eröffnungen ein echter Risikopuffer. Mehr Details im Ratgeber Kassensystem Restaurant.
Cafés (Theken- und Mischservice). Schnelle Thekenabwicklung, Varianten für Milchalternativen, Happy Hour und zeitgesteuerte Rabatte. readyMax 2 als Hauptkasse, readyGo für die Terrasse mit Tischservice. Keine Warenwirtschaft nötig, also kein Problem mit dem fehlenden Warenwirtschafts-Modul. Weiter in Kassensystem Café.
Imbisse. Schnellbedienung ohne Tischverwaltung, das Basis-Abo reicht. Modifikatoren für Sonderwünsche, Mehrsprachigkeit für internationales Personal, Lieferando über Deliverect anbindbar. Preis-Leistung bei einfachem Imbiss sehr gut. Details zu Imbiss-Setups in Kassensysteme Imbisse.
Foodtrucks. Das readyGo ist mit SIM-Karte, 8-Stunden-Akku, integriertem Bondrucker und Kartenleser in der mobilen Gastro im DACH-Raum stark verbreitet. Auf Wochenmärkten, Weihnachtsmärkten und Festivals triffst du es regelmäßig. Ein Gerät, alles dran, rechtssicher. Wichtig: bei Festival-Internetausfällen greift der TSE-Notbetrieb, das ist legal, aber muss als Ausfall-Vermerk auf dem Bon erscheinen. Mehr dazu in Kassensystem Foodtruck.
Bars mit einfachem Setup. Schnelle Thekenabrechnung, Trinkgeld und Split-Zahlung vorhanden. Wenn du nur wenige Produktkategorien und keinen echten Tischservice hast, reicht das Basis-Abo. Sobald du Tische bedienst, kommt das Gastro-Paket dazu. Weitere Infos in Kassensystem Bar.
Eiscafés und Eisdielen. Kugelpreise über Mengeneingabe, saisonales Sortiment schnell ein- und ausblenden, einfache Bedienung für wechselndes Sommer-Personal. Die schnelle Einarbeitung ist der entscheidende Vorteil gegenüber komplexeren Systemen.
Bedingt geeignet
Restaurants zwischen 50 und 80 Plätzen mit getrennter Küche und Bar. Die Ein-Drucker-Limitierung wird hier zum echten Problem. Workarounds kosten Zeit und führen zu Fehlern. Vergleich mit POSSUM oder Gastronovi ist sinnvoll.
Bars mit echtem Tab-System. Offene Bartabs über mehrere Stunden mit Aufteilung auf mehrere Gäste sind technisch möglich, aber nicht das Stärken-Feld. Wer ein Tab-System wie in großen Clubs oder Nachtbars braucht, schaut bei spezialisierten POS-Anbietern.
Kleine Bäckerei-Cafés. Solange kein Gewichts-Bezug nötig ist und keine Rezeptur-Verwaltung, funktioniert ready2order. Bei Bäckereien mit Waagenintegration fehlt die Anbindung.
Kleine Kantinen und Betriebsrestaurants. Tagesmenü-Verwaltung geht. Kantinenspezifika wie Mitarbeiterkarten oder Subventionsabwicklung fehlen. Mehr dazu in unserem Artikel zu Kassensysteme für Kantinen.
Eher nicht geeignet
Großgastronomie ab 80 Plätzen aufwärts. Mehrere parallele Druckerziele sind unverzichtbar, KDS für Queue-Management gehört zum Standard, Reservierungsmodul sowieso. Lightspeed, Gastronovi und Vectron sind hier die bessere Wahl.
Filialbäckereien mit Waagen-Integration. Keine native Waagenanbindung, keine Warenwirtschaft mit Rezepturen. Tillhub oder LocaFox passen besser.
Hotelgastronomie mit PMS-Anbindung. Keine Property-Management-System-Integration. Zimmer-Buchungs-Verknüpfung geht nicht. Hier brauchst du spezialisierte Hotellerie-Kassensysteme.
Nachtclubs mit Wristband- oder RFID-Systemen. Kein Wristband-/RFID-Support, kein Prepaid-System für Großevents. Spezialisierte Event-POS-Anbieter sind besser.
Stärken und Schwächen
Vorteile
- Günstigster Einstieg ins vollständige Gastro-Kassensystem: 75,70 €/Monat mit Gastro-Paket und TSE
- Monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit – das kann keiner der großen Wettbewerber
- Schnellstes Onboarding im Markt: 2 bis 4 Stunden bis zum ersten Kassiervorgang
- Mehrsprachige Bedienoberfläche (Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch) als Alleinstellung im Markt
- Läuft auf iOS, Android, Windows und im Browser – keine Hardware-Zwangsbindung
- readyGo-Handheld mit SIM-Karte und 8h Akku, stark verbreitet bei Foodtrucks im DACH-Raum
- Cloud-TSE für unbegrenzte Geräte mit einer einzigen Lizenz (15,90 €/Monat)
- DACH-Support auf Deutsch, österreichisch angesiedelt, mit Kenntnis von RKSV und KassenSichV
Nachteile
- Nur ein aktiver Bondrucker gleichzeitig – für größere Restaurants mit getrennter Küche und Bar ein echter Fallstrick
- Cloud-abhängig, kein vollständiger Offline-Betrieb – ohne SIM-Karte oder LTE-Backup ist ein WLAN-Ausfall ein Problem
- Kein eigenes Reservierungsmodul – externe Dienste wie Resmio oder OpenTable nötig
- Kein vollwertiges Kitchen Display System, nur Bondrucker
- Support-Qualität laut 2025er Bewertungen nachgelassen, vereinzelt lange Warteschleifen gemeldet
- Preissteigerungen in der Vergangenheit regelmäßig ohne großen Mehrwert kritisiert
- Keine native Warenwirtschaft, keine Rezepturen, kein Lagerabzug
- Transaktionsgebühr 1,23 % über readyPay – POSSUM spart bei hohem Kartenumsatz mit der gestaffelten Gebühr (0,65 Prozent SILVER ab 10.000 € Kartenumsatz, 0,59 Prozent GOLD ab 25.000 €) deutlich
Kosten: Was kostet ready2order für deinen Betrieb wirklich?
Die Softwaremiete allein ist nur ein Teil der Rechnung. Realistisch zahlst du Software, TSE, Aktivierung, Hardware einmalig und laufende Transaktionsgebühren bei Kartenzahlung. Letztere werden in den meisten Werbemitteln weggelassen, sind aber der größte variable Kostenblock. Zwei Beispielrechnungen zeigen das deutlich.
Szenario A: Café mit reinem Thekenverkauf
Ein Café mit einer Thekenkasse, ohne Tischservice, ohne Gastro-Paket. 12.000 € Monatsumsatz, davon 10.000 € Kartenzahlung.
| Position | Kosten |
|---|---|
| Basis-Abo (1 Kasse) | 35,90 €/Monat |
| Cloud-TSE | 15,90 €/Monat |
| Aktivierungsgebühr (einmalig) | 99 € |
| readyMini oder readyMax 2 (Kauf) | 279–1.199 € einmalig |
| Externer Bondrucker (Theke, falls ohne readyMax 2) | ca. 200–369 € einmalig |
| SumUp Air oder readyPay-Kartenleser | 25 € (SumUp Air) oder inkl. im readyGo |
| Transaktionsgebühr readyPay 1,23 % (10.000 €/Monat Kartenumsatz) | 123 €/Monat |
| Summe 1. Jahr (kompaktes Setup) | ca. 2.500 € |
Bei einem reinen Thekencafé ohne Tischbonierung liegst du im ersten Jahr zwischen 2.000 und 2.500 € Gesamtkosten. Danach fallen die einmaligen Kosten weg, und du bist bei etwa 900 bis 1.200 € pro Jahr nur noch laufend, plus Transaktionsgebühren.
Szenario B: Restaurant mit 40 Plätzen
Eine Hauptkasse plus zwei mobile Handhelds, Gastro-Paket, getrennter Küchenbondrucker. 30.000 € Monatsumsatz, davon 24.000 € Kartenzahlung.
| Position | Kosten |
|---|---|
| Basis-Abo (1 Kasse) | 35,90 €/Monat |
| Gastro-Paket | 23,90 €/Monat |
| Cloud-TSE (alle Geräte inkl.) | 15,90 €/Monat |
| Aktivierungsgebühr (einmalig, pro Gerät) | 99 € |
| readyMax 2 (Hauptkasse, integrierter Drucker) | 1.199 € einmalig |
| 2× readyGo (Handhelds für Tisch-Bonierung) | 2× 369 € = 738 € einmalig |
| Epson TM-m30III (Küchenbondrucker) | ca. 369 € einmalig |
| Transaktionsgebühr readyPay 1,23 % (24.000 €/Monat Kartenumsatz) | 295,20 €/Monat |
| Summe 1. Jahr | ca. 6.771 € |
Die Aufschlüsselung für das erste Jahr: 75,70 €/Monat Software × 12 = 908 €, plus ca. 2.405 € Hardware und Aktivierung einmalig, plus 295,20 €/Monat Transaktionsgebühr × 12 = 3.542 €. Macht zusammen rund 6.771 €.
Ab Jahr zwei fällt die Hardware weg, und du bist bei 908 € Software + 3.542 € Transaktionsgebühren = etwa 4.450 €/Jahr laufend. Wenn dein Kartenumsatz steigt, steigt die Transaktionsgebühr proportional mit.
Was die Transaktionsgebühr für deine Entscheidung bedeutet
Ein fairer Vergleich gehört zum ehrlichen Bild. Bei denselben 24.000 € Monats-Kartenumsatz verursacht POSSUM im SILVER-Paket etwa 156 €/Monat, also rund 1.872 €/Jahr. Das sind rund 1.670 € weniger pro Jahr als bei ready2order. Ab 25.000 € wechselst du ins GOLD-Paket, der Abstand wächst weiter. Lightspeed Payments mit 1,5 Prozent würde dagegen 4.320 €/Jahr kosten, also 778 € mehr als ready2order.
Konkrete Konsequenz: Wenn dein Kartenumsatz unter 10.000 € pro Monat liegt, ist der Unterschied marginal. Ab 20.000 € Monats-Kartenumsatz wird die Transaktionsgebühr zum größten variablen Kostenblock, größer als die reine Softwaremiete. Dann lohnt sich der Blick auf POSSUM allein schon aus finanziellen Gründen.
Alternative: Externes Kartenterminal mit einem eigenen Acquirer-Vertrag. Dann verhandelst du deine Kartengebühren unabhängig vom Kassensystem und bist nicht an die 1,23 Prozent von readyPay gebunden. Das ist organisatorisch etwas mehr Aufwand, finanziell oft attraktiver.
Häufige Fragen zu ready2order
ready2order Erfahrungen Gastronomie: Wie ist das Gesamtbild?
Bei kleinen und mittleren Betrieben liegt das Bewertungsniveau auf mehreren Plattformen ähnlich: Trustpilot rund 4,3 Sterne, kassensystemevergleich.de 4,2 von 5 aus 117 Bewertungen, ProvenExpert 2.322 Bewertungen insgesamt. Gelobt werden Einrichtungsgeschwindigkeit, Team-Onboarding, Preis-Leistung und Flexibilität durch das Monatsabo. Kritisiert werden Support-Wartezeiten in Stoßzeiten, Server-Ausfälle und die Drucker-Limitierung bei größeren Restaurants. Bei Großbetrieben mit komplexer Küchenstruktur ist das Gesamtbild deutlich kritischer.
ready2order Kosten Restaurant: Was zahle ich konkret?
Für ein Restaurant mit 40 Plätzen, einer Hauptkasse und zwei Handhelds liegst du bei 75,70 €/Monat Softwaremiete (Basis 35,90 + Gastro-Paket 23,90 + TSE 15,90), etwa 2.300 bis 2.400 € einmalige Hardware-Investition (readyMax 2 plus zwei readyGo plus Küchendrucker) und laufenden Transaktionsgebühren von 1,23 Prozent bei readyPay. Bei 24.000 € Monats-Kartenumsatz sind das 295 €/Monat zusätzlich. Erstes Jahr: etwa 6.800 € Gesamtkosten, ab Jahr zwei rund 4.500 €/Jahr laufend.
ready2order oder POSSUM: Welches ist besser für Gastronomie?
Das ist die echte Kaufentscheidung vieler Gastronomen. ready2order gewinnt bei Preis-Einstieg, schnellem Onboarding, Monatskündigung und Mehrsprachigkeit. POSSUM gewinnt bei Offline-Stabilität (100 Prozent lokale Datenbank), Transaktionsgebühr (gestaffelt: 0,65 Prozent SILVER ab 10.000 € Kartenumsatz, 0,59 Prozent GOLD ab 25.000 € gegenüber pauschal 1,23 Prozent bei ready2order), Drucker-Flexibilität (mehrere Drucker parallel), Vor-Ort-Einrichtung und Support-Verlässlichkeit (365-Tage-Erreichbarkeit). Faustregel: Bei unter 10.000 € Kartenumsatz und einfachem Setup passt ready2order. Bei über 20.000 € Kartenumsatz, schlechter Internetverbindung oder getrennter Küche und Bar lohnt sich POSSUM.
ready2order Reservierung: Geht das?
Nicht direkt. ready2order hat kein eigenes Reservierungsmodul. Tischreservierungen laufen über externe Plattformen wie Resmio (ab etwa 49 €/Monat), Quandoo oder OpenTable. Die Reservierungsdaten fließen nicht automatisch in den Tischplan der Kasse, du sortierst sie manuell ein. Für Restaurants bis 50 Plätze funktioniert das in der Praxis gut. Wer eine integrierte Reservierung braucht, schaut bei Gastronovi (eigenes Reservierungsmodul für 89 €/Monat oder 0,49 € pro Reservierung) oder Lightspeed (OpenTable-Integration, eigener OpenTable-Vertrag nötig).
ready2order für Foodtruck oder mobilen Verkauf: Wie gut funktioniert das?
Sehr gut. Das readyGo ist das Handheld-Gerät für mobile Gastro im DACH-Raum: Kasse, Kartenleser, Bondrucker, Barcodescanner, alles in einem Gerät. Integrierte SIM-Karte mit unbegrenztem LTE-Datenvolumen in Deutschland, Akku bis 8 Stunden. Der Preis liegt bei 369 € einmalig. Auf Wochenmärkten, Weihnachtsmärkten und Festivals verbreitet. Bei Internet-Totalausfall springt der TSE-Notbetrieb ein, das ist legal und funktioniert, allerdings mit Ausfall-Vermerk auf dem Bon bis das Netz zurückkommt.
ready2order Lieferando-Integration: Wie läuft das?
Nicht nativ. Die Anbindung läuft über Deliverect, einen Middleware-Dienst, der Lieferando, Uber Eats, Wolt und weitere Plattformen an Kassensysteme anbindet. Kosten für Deliverect: etwa 49 bis 99 €/Monat zusätzlich. Bestellungen von Lieferando fließen dann automatisch in die ready2order-Kasse, werden dort gedruckt und kassiert. Ohne Deliverect tippst du Lieferando-Bestellungen manuell ein, das geht, kostet aber Zeit. Bei rund 20 Bestellungen pro Tag fallen je Minute manuelle Erfassung täglich 30 bis 40 Minuten Mehraufwand an; ab diesem Volumen lohnt Deliverect finanziell.
ready2order kündigen: Wie funktioniert das?
Im Monatsabo ist ready2order echt monatlich kündbar, ohne Mindestvertragslaufzeit. Du kündigst zum Ende des aktuellen Monats, keine Fristen, keine Haken. Das Jahresabo hat eine Kündigungsfrist von einem Monat zum Vertragsende. Bei Saisonbetrieb kannst du einen Vertrag kündigen und später neu abschließen, einen echten Saisontarif hat ready2order nicht. Wer saisonal arbeitet, sollte den Saisontarif bei Gastronovi (25 €/Woche) oder spezielle POSSUM-Konditionen prüfen.
ready2order Vertragslaufzeit: Welche Optionen gibt es?
Drei Optionen: Monatsabo ohne Mindestlaufzeit (monatlich kündbar), Jahresabo mit einem Monat Kündigungsfrist (spart etwa einen Monatsbeitrag gegenüber der monatlichen Abrechnung) und laufende Hardware-Käufe ohne Abo-Bindung. Keine 2- oder 3-Jahres-Verträge wie bei einigen Wettbewerbern. Das echte Monatsabo ist einer der stärksten Vorteile gegenüber Lightspeed (dort meist 12 Monate für gute Konditionen) und Gastronovi (3 Monate Mindestlaufzeit).
Fazit: Für wen ist ready2order die richtige Wahl?
ready2order ist die beste Wahl, wenn dein Betrieb zu einem dieser Profile passt:
- Kleines bis mittleres Restaurant bis 50 Plätze mit einer Küche, das einen günstigen Einstieg ins vollständige Gastro-Kassensystem braucht. Gastro-Paket deckt Tischplan, Funkbonierung und Gangsteuerung ab, Monatsabo nimmt das Risiko bei Neueröffnungen raus.
- Café mit Theken- oder Mischservice, das weder Warenwirtschaft noch Reservierung braucht. readyMax 2 an der Theke, readyGo für die Terrasse, fertig.
- Imbiss mit internationalem Personal, das von der türkischen oder arabischen Bedienoberfläche profitiert. In dieser Nische gibt es keinen vergleichbaren Anbieter.
- Foodtruck oder mobile Gastro, die ein Ein-Geräte-Setup mit SIM-Karte, Bondrucker und Kartenleser braucht. Das readyGo ist in diesem Segment weit verbreitet.
Nicht die richtige Wahl ist ready2order, wenn du zu einem dieser Profile gehörst:
- Größere Restaurants ab 50 Plätzen mit getrennter Küche und Bar. Die Ein-Drucker-Limitierung wird zum Problem. POSSUM, Gastronovi oder Vectron sind hier besser.
- Gastronomie mit über 20.000 € Kartenumsatz pro Monat, die auf Transaktionskosten achten muss. POSSUM mit gestaffelter Gebühr (SILVER 0,65 Prozent ab 10.000 € Kartenumsatz, GOLD 0,59 Prozent ab 25.000 €) spart jährlich einen vierstelligen Betrag.
- Hochkomplexe Betriebe (Hotelgastronomie mit PMS, Filialbäckereien mit Waage, Nachtclubs mit Wristbands) brauchen spezialisierte Systeme, die ready2order nicht bietet.
Wenn du zwischen zwei Systemen schwankst, mach ehrliche Demo-Termine mit beiden. ready2order bietet eine kostenlose Testphase, POSSUM eine persönliche Einrichtung vor Ort. Nach zwei Demo-Terminen weißt du, welches System sich richtig anfühlt für deine Abläufe. Den vollständigen Überblick über alle Gastro-Kassensysteme inklusive POSSUM, Gastronovi, Lightspeed und Vectron findest du in unserem Gastronomie-Kassensysteme-Vergleich.
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